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„Volkshochschule der Gemeinden“

KVHS-Leiter stellt sich in Kommunen vor – Beispiel Ginsheim-Gustavsburg

Zu einem ersten Austausch kamen kürzlich der neue Kreisvolkshochschulleiter Dr. Stefan Hebenstreit, seine Stellvertreterin Silvia Parra Belmonte und Ginsheim-Gustavsburg Bürgermeister Thies Puttnins-von Trotha (von rechts) zusammen. Foto: Stadt Ginsheim-Gustavsburg/Andreas Klopp

KREIS GROSS-GERAU – Welche Themen und Formate bietet die Kreisvolkshochschule Groß-Gerau (KVHS) künftig in der Stadt Ginsheim-Gustavsburg an? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Gesprächs der örtlichen Rathausspitze mit der Betriebsleitung des kreiseigenen Bildungsdienstleisters. Kreisvolkshochschulleiter Dr. Stefan Hebenstreit und seine Stellvertreterin Silvia Parra Belmonte waren zu Gast bei Bürgermeister Thies Puttnins-von Trotha, um das Leistungsportfolio der einzelnen Programmbereiche vorzustellen und sich über den Weiterbildungsbedarf der Bürger*innen an der Mainspitze auszutauschen.   

Der Termin reiht sich in die Gespräche ein, die die Leitung des Eigenbetriebs KVHS derzeit mit allen 13 Bürgermeistern in ihrem Einzugsbereich, dem Kreisgebiet außer Rüsselsheim am Main, führt. „Die KVHS ist auch die Volkshochschule der einzelnen Städte und Gemeinden. Wir wollen unser offenes Kursangebot, ebenso die Maßnahmen und Projekte sowie unsere Beratungsdienstleistungen künftig noch stärker am Bedarf vor Ort ausrichten“, kündigte Hebenstreit an. Beispielhaft nannte er Veranstaltungen des Themenfeldes Politische Bildung und Umweltbildung, in denen der pädagogische Transfer von globalen Themen zu aktuellen kommunalpolitischen Fragestellungen gelingt – zum Beispiel die Verknüpfung vom derzeit zentralen Bildungsthema Klimawandel mit greifbaren Aspekten wie Vorgartengestaltung oder Kfz-Nutzungsverhalten. Aber auch in den Programmbereichen Kultur, Sprache sowie Gesundheit-Bewegung-Ernährung werde es angesichts der Erfahrungen der Corona-Pandemie noch stärker geschätzt, Bildungsangebote am Wohnort annehmen zu können.  

Auch im Programmbereich Beruf, für den Silvia Parra Belmonte neuerdings verantwortlich zeichnet, wird seitens der KVHS ein noch deutlicherer Ortsbezug angestrebt. „Berufliche Weiterbildung setzt an bei individuellen Kompetenzen wie Sprachkenntnissen und Kommunikation und reicht bis zum kompetenten Umgang mit Informationstechnologie. Doch für Firmen und die Menschen in den Gemeinden und Städten sind Beratungen und Prozessbegleitung bei neuen Anforderungen ebenso wichtig – idealerweise kommunal und regional vernetzt, um Synergien zu schaffen“, führte Parra Belmonte aus.  

Als Zielgruppe sieht sie unter anderem Frauen, die nach der Familiengründung wieder ins Berufsleben einsteigen wollen. Aber auch lokale Unternehmen können und sollen die Kreisvolkshochschule als Bildungsdienstleister nutzen. Beispielsweise, um ihre Angestellten mit Blick auf Anforderungen, die im Zuge der Digitalisierung entstehen, schulen zu lassen. Auch gewerbegebietsspezifische Kurse für Mitarbeiter*innen mehrerer kleinerer Betriebe sind möglich.  

Bürgermeister Puttnins-von Trotha zeigte großes Interesse an den Plänen zur strategischen Neuausrichtung der Kreisvolkshochschule. „Bildungsangebote sind ein wichtiger Standortfaktor für Kommunen. Deshalb freue ich mich sehr darüber, dass die Kreisvolkshochschule großen Wert auf die Präsenz vor Ort legt und auch in Ginsheim-Gustavsburg maßgeschneiderte Programme für verschiedene Zielgruppen anbieten möchte“, sagte Puttnins-von Trotha. Im Zeitalter der schnelllebigen sozialen Medien sei es besonders wichtig, den Menschen auch außerhalb von Schule und Beruf fundiertes Wissen aus allen möglichen Bereichen zu vermitteln. Von den Angeboten der KVHS profitieren die Stadtverwaltung, die Bürger*innen sowie die zahlreichen Institutionen und Vereine. Der örtlichen Wirtschaft bieten die Planungen, Weiterbildungen bedarfsorientiert anzubieten, gute Optionen. „Deshalb unterstütze ich die Kreisvolkshochschule gern bei ihrem Vorhaben und ich werde mich um Räumlichkeiten in unserer Stadt bemühen, in denen die Kurse und Weiterbildungen stattfinden können“, so der Bürgermeister.  

Man vereinbarte, nun die hauptamtlichen Pädagogen der KVHS mit den örtlichen Multiplikatoren zu vernetzen, mit Ansprechpartnern in der Stadtverwaltung, aber unter anderem auch mit Schlüsselpersonen aus der vielfältigen Vereinslandschaft an der Mainspitze. Denn nur durch den Austausch mit relevanten Akteuren - sei es mit dem Seniorenbüro oder dem Gewerbeverein - lässt sich die Nachfrage ermitteln, an der sich dann ein konkretes Volkshochschulangebot ausrichtet. 

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