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Viel geleistet – und noch viel zu tun

Zehn Jahre EnergieTechnik Rhein-Main

Erster Kreisbeigeordneter Walter Astheimer begrüßte die Gäste zur Feier „Zehn Jahre ETech“ in den Räumen der Riedwerke in Groß-Gerau. Foto: Kreisverwaltung

KREIS GROSS-GERAU – Zu einer kleinen Feier fanden sich am 20. November 2019 Angehörige und Partner der EnergieTechnik Rhein-Main (ETech) sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Kommunen im Sitzungssaal der Riedwerke in Groß-Gerau ein: Die ETech feierte dort ihr zehnjähriges Bestehen. Die ETech GmbH wurde im September 2009 als Tochtergesellschaft des Zweckverbandes Riedwerke Kreis Groß-Gerau und der Überlandwerk Groß-Gerau GmbH gegründet. Seit 2015 ist der Kreis Groß-Gerau dritter Gesellschafter. Die ETech ist damit zu hundert Prozent ein kommunales Unternehmen mit Sitz in Groß-Gerau. Als schlank und effizient aufgestelltes Unternehmen kann die ETech auf die Kompetenz und die Ressourcen der jeweiligen Mutterhäuser zurückgreifen.

Erster Kreisbeigeordneter Walter Astheimer begrüßte die Gäste und blickte auf die ersten zehn Jahre der GmbH zurück. „Gegründet wurde die ETech zur Umsetzung von Projekten im Bereich der Wärme und Kraft-Wärme-Kopplung“, erinnerte Walter Astheimer. Weitere Aufgaben sind die Entwicklung und Umsetzung von Konzepten und Projekten zur rationellen Nutzung von Primärenergie und zur Erhöhung der Energieeffizienz, der zielgerichtete Ausbau des Anteils Erneuerbarer Energien sowie die Deckung des Eigenbedarfs der Gesellschafter mit Energie im Kreis Groß-Gerau und Rhein-Main-Gebiet. „Erstes Projekt war 2009 die Holzhackschnitzelanlage in einem Baugebiet in Pfungstadt-Hahn“, sagte der Erste Kreisbeigeordnete, der der ETech viel Mut bescheinigte.  Es folgte noch im selben Jahr die erste Photovoltaik-Anlage auf der Grundschule in Nauheim. Mittlerweile sind 30 PV-Anlagen mit einer Leistung von 2,05 Megawatt und einem jährlichen Ertrag von rund 1,8 Megawattstunden installiert. 

2013 kam ein weiteres Nahwärmenetz in Büttelborn dazu. Dort sorgt ein Blockheizkraftwerk (BHKW) mit Spitzenlastkessel für die notwendige Wärme. Die Pestalozzischule, die Kreissporthalle und die anliegende Kindertagesstätte werden damit genauso mit Strom und Wärme versorgt wie eine Altenwohnanlage und Wohnhäuser der Baugenossenschaft Ried, betonte Walter Astheimer und ergänzte. „Dass die ETech an innovativen Technologien interessiert ist und diese umsetzt, zeigt das Brennstoffzellen-BHKW, das seit Juli 2019 in Trebur-Astheim in Betrieb ist.“ Die vergangenen zehn Jahre sind eine gute Basis für die ETech, um positiv in die Zukunft zu blicken, sind sich die Geschäftsleiter Stefan Metzger, Jürgen Schmidt und Hendrik Frey einig. 

Dass es auf jeden Fall noch reichlich Arbeitsfelder gibt, zeigte dann der Vortrag von Prof. Dr. Birgit Scheppat, Professorin für Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie am Fachbereich Ingenieurwissenschaften der Hochschule RheinMain. Sie nahm sich in Kürze das Thema „Mobilität und Klima – Wie sieht der Fahrzeugantrieb der Zukunft aus?“ vor. Ihr Referat verdeutlichte zum einen, dass ein Nebeneinander moderner Antriebsformen sinnvoll sein könnte – „die Techniken ergänzen sich“: mit Strom aufladbare Elektrofahrzeuge für die private Nutzung von Pkw; Wasserstoffantrieb insbesondere für den Schwerlastverkehr und für alle, die regelmäßig weite Strecken zurücklegen. Zum anderen muss klar sein, dass der benötigte Strom zum Laden von Elektroautos aus erneuerbaren Energien stammt, damit die Wende ökologisch sinnvoll ist.

„Ökologisch und ökonomisch spricht viel für den Aufbau einer Wasserstoffgesellschaft. Der Verkehr wird dabei ein relevanter Teil sein“, zog Prof. Dr. Scheppat ihr Fazit. Nicht ohne Grund werde derzeit in Asien schon die Wasserstofftechnologie für den Verkehr massiv gefördert und ausgebaut. Denn Ausbau und vor allem auch Wartung und Erhalt der Ladeinfrastruktur für mit Strom betriebene Autos schlagen auf der Kostenseite stark zu Buche. Auch beim Tanken seien wasserstoffbetriebene Fahrzeuge im Vorteil: „Ein Tankvorgang dauert 15 bis 30 Minuten, im Gegensatz zum Aufladen von Batterien in drei bis 33 Stunden.“ 

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