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Viel Arbeit nach den beiden Bränden

Feuerschaden an der Martin-Niemöller-Schule

Viel zu besprechen gibt es aktuell für MNS-Leiter Martin Buhl (rechts) und Landrat Thomas Will, nachdem es zum zweiten Mal innerhalb kürzester Zeit an der Integrierten Gesamtschule in Goddelau gebrannt hat. Foto: Kreisverwaltung

KREIS GROSS-GERAU – Den durch den neuerlichen Brand vom Wochenende an der Riedstädter Martin-Niemöller-Schule verursachten Schaden sah sich Landrat Thomas Will am Dienstag bei einem Ortstermin an. Mit Schulleiter Martin Buhl ging er durch die betroffenen Räume im Verwaltungstrakt. Brandgeruch lag noch in der Luft, verkohlte Einrichtung war zu sehen, Männer in Schutzkleidung räumten auf. Erneut war das Schulsekretariat – das nach dem Dezember-Brand in einen Ersatzraum umgezogen war – von dem Feuer betroffen.
„Zum Glück gab es keine Personenschäden“, sagte Landrat Will, „alles andere kann man ersetzen.“ Aber sehr ärgerlich sind der hohe Sachschaden und alle Begleitumstände auf jeden Fall. Erneut ist Brandstiftung gut denkbar, erneut wird die Arbeit an der Schule erschwert und erneut ist die Schulgemeinde sehr beunruhigt, wie der Schulleiter dem Landrat schilderte: „Bei allen herrscht große Betroffenheit und eine Art Schockstarre.“ 

Da es sich an der Integrierten Gesamtschule in Riedstadt um einen wiederholten Vorfall handelt, ist für nächste Woche ein Termin mit einer Fachfirma für Videoüberwachung vereinbart. Ziel ist es, eine Überwachungsmöglichkeit zu schaffen, die konform mit Datenschutzrichtlinien geht, so Thomas Will. 

Das Gebäudemanagement des Kreises ist mit Hochdruck dabei, Arbeitsbedingungen für die Sanierungsphase zu schaffen, die so angenehm wie möglich sind. Das Sekretariat kann durch Raumtausch im selben Gebäudeteil verbleiben. Auf dem Schulhof werden vorrübergehend Container aufgestellt, in die Besprechungsräume kommen sollen. Die Entkernung und Schadstoffsanierung in den beschädigten Räumen läuft. Die beim ersten Brandanschlag ausgebrannten Zimmer werden voraussichtlich bis Juli saniert und bezugsfertig sein. Direkt im Anschluss können der Schulleiter und das Sekretariat sowie die Fachgruppenleitungen, die sich derzeit einen großen Raum teilen, in ihre Zimmer zurückkehren. 

Beim Besuch des Landrats in Riedstadt beschäftigten sich Martin Buhl und er allerdings nicht nur mit den Folgen der beiden Feuer. Sie nutzten zugleich die Gelegenheit, auch einen Blick nach vorn zu werfen. Sie überlegten gemeinsam, wo einmal ein Oberstufengebäude für die Martin-Niemöller-Schule – sollte denn die Entscheidung dafür fallen – seinen Platz finden könnte. 

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