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Verbesserungen im Öffentlichen Personennahverkehr:

Barrierefreie Bushaltestellen

KREIS GROSS-GERAU – „Wir haben hier eine gute Lösung gefunden: Die Bushaltestelle „Landratsamt“ rückt näher ans Verwaltungsgebäude und ist jetzt wie  der gleichzeitig umgebaute Busstopp an der Kreisklinik und die dazugehörigen Querungsstellen barrierefrei.“ So lautete das Fazit des Ersten Kreisbeigeordneten  Walter Astheimer beim Pressetermin nach den mehrmonatigen und jetzt abgeschlossenen Bauarbeiten in der Wilhelm-Seipp-Straße und im Europaring.

Die Haltestelle „Landratsamt“ wurde näher ans Hauptgebäude der Kreisverwaltung verlegt und gemäß den technischen Standards zum barrierefreien Ausbau von Haltestellen im Nahverkehrsplan Kreis Groß-Gerau barrierefrei gestaltet. Damit erhält die Buslinie 22, die die Bahnhöfe Groß-Gerau und Dornberg anbindet, einen Halt unmittelbar vor der Behörde und es ist keine zusätzliche Querung an der Wilhelm-Seipp-Straße mehr nötig. Die verlängerte Mittelinsel auf dem Europaring ermöglicht dort Fußgängern einen sicheren Überweg. Auch wird gefährliches Überholen der Busse während des Halts verhindert.  

Dass die Busse ohne eigene Haltebucht direkt auf der Straße am Straßenrand halten, hängt mit der Barrierefreiheit zusammen. Die Wagen müssen parallel und eng am 22 Zentimeter hohen Bordstein zum Stehen kommen, damit sie bei Bedarf, wenn etwa ein Rollstuhlfahrer zu- oder aussteigen möchte, mithilfe der sogenannten Kneeling-Technik - der einseitigen Absenkung des Fahrzeugaufbaus zum Bordstein hin - auf dieses Niveau abgesenkt werden können, erläuterte Christian Sommer, Geschäftsführer der Lokalen Nahverkehrsgesellschaft Kreis Groß-Gerau (LNVG), beim Ortstermin.

Die Haltestelle „Kreisklinik“ ist ebenfalls barrierefrei ausgebaut worden. Zudem wurde dort der Fußgängerüberweg verlegt und ist jetzt barrierefrei. Zum Bauprojekt, das zwischen Mai und Oktober umgesetzt wurde, gehörte vor allem auch die Sanierung der Busumfahrung an der Martin-Buber-Schule. Alle Maßnahmen zusammen (Wendeschleife und drei Haltestellen) kosten rund 1060000 Euro. Davon übernimmt das Land Hessen rund 544400 Euro. Die LNVG steuert rund 8000 Euro bei, die Stadt Groß-Gerau 50000 Euro. Beim Kreis verbleiben Kosten in Höhe von rund 457600 Euro. Ausführendes Bauunternehmen war die Firma Peter Groß Hoch- und Tiefbau aus Pfungstadt. Mit der Verlegung und dem Ausbau der drei Haltestellen wurde eine Maßnahme aus dem Mobilitätskonzept von Kreisverwaltung und Kreisklinik umgesetzt.

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