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Veranstaltungen zum Internationalen Frauentag:

Frühstück, Fotos, Filme, Vorträge

KREIS GROSS-GERAU – Der Internationale Frauentag – auch Weltfrauentag genannt – wird weltweit am 8. März gefeiert und ist für Frauen seit mehr als hundert Jahren ein wichtiges Datum. Mit Veranstaltungen, Feiern und Demonstrationen sollte ursprünglich auf noch nicht verwirklichte Frauenrechte aufmerksam gemacht werden. Derzeit stehen Themen wie gleiche Entlohnung von Frauen und Männern, sexuelle Gewalt und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Mittelpunkt. 

Aus diesem Anlass bieten auch in diesem Jahr viele Institutionen und Einrichtungen im Kreis Groß-Gerau ein vielfältiges Spektrum frauenspezifischer und kultureller Veranstaltungen an. Der Fachdienst Büro für Frauen und Chancengleichheit im Kreis Groß-Gerau weist auf die Termine hin und gleichzeitig darauf, dass die jeweiligen Veranstalterinnen für ihre Veranstaltung verantwortlich sind.

Nach dem Auftakt am Mittwoch, 14. Februar, 16.30 Uhr mit der Tanzaktion gegen Gewalt „One Billion Rising“ auf dem Gemeindeplatz in Rüsselsheim am Main folgt am Mittwoch, 28. Februar 2018, die Fotoausstellung „Typisch Mädchen –Typisch Frau?“ in Trebur. Mit dem Gemeinschaftsprojekt möchten die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte sowie die Kinder- und Jugendförderung der Gemeinde Trebur Frauen vorstellen, die aus den Klischeevorstellungen von „typisch weiblich“ (Mädchen tragen rosa und spielen mit Puppen, sie mögen keinen Fußball und haben kein technisches Verständnis) ausgebrochen sind. Sie zeigen auf Fotos ihr ungewöhnliches Hobby oder ihren untypischen Beruf und unterstreichen ihre Wahl mit einem Statement. Vernissage ist um 19 Uhr im Foyer des Rathauses, Herrngasse 3. Die Ausstellung, die den Blickwinkel erweitern will, ist bis 26. März 2018 zu sehen.

Im Rahmen der ökumenischen Kreuzgänge durch Rüsselsheim geht es um prekäre Arbeit im Einzelhandel, die überwiegend Frauen trifft. Die Veranstaltung am Mittwoch, 7. März, heißt  „Seht, da ist der Mensch! Angeheuert und gefeuert?“  Beginn ist um 19 Uhr auf dem Löwenplatz. Auf Initiative der Katholischen Betriebsseelsorge, der KAB Rüsselsheim, des Evangelischen Dekanats Groß-Gerau-Rüsselsheim und engagierter Christinnen wird auf die Arbeitsbedingungen in dieser Branche und auf die früheren Kolleginnen der 2012 in die Insolvenz gegangenen Firma Schlecker geblickt. Den Impuls setzt Katja Deusser, ehemalige Beschäftigte/ Betriebsrätin bei Schlecker.

Am Donnerstag, 8. März 2018, gibt es in Rüsselsheim am Main (Frauenzentrum, Darmstädter Straße 101) um 9.30 Uhr ein Internationales Frauenfrühstück. Frauen sind eingeladen, gemeinsam zu frühstücken, einander kennenzulernen, ins Gespräch zu kommen. Das Frauenzentrum sorgt für Tee, Kaffee, und Brötchen und freut sich auf zahlreiche Gäste. Spenden für das Frühstücksbüfett werden gern entgegengenommen.
Am selben Tag wird in Büttelborn ein Vortrag zum Thema „Frauen und Rente“ angeboten. Beginn ist um 14.30 Uhr im Café Extra, Schulstraße 17. Es referiert Frau Mahler von der Deutschen Rentenversicherung. Im Anschluss klingt der Nachmittag mit Kaffee und Kuchen aus.

Ebenfalls am 8. März, um 20 Uhr, steht der Auftritt von Mirja Boes im Großen Haus des Rüsselsheimer Theaters auf dem Programm. „Für Geld tun wir alles“ heißt die Comedy-Impro mit Musik von Mirja Boes & den Honkey Donkeys. In ihrem neuen Programm war und ist Mirja Boes Eventmanagerinberaterin auf einer Hausfrauenparty, freiberufliche Familien-Facility-Managerin und CEO of Pipapo. Als Pommesgabelstaplerfahrerin hat sie sogar eine neue persönliche Bestzeit aufgestellt: Fristlose Kündigung nach nur drei Tagen! Spaß ist an diesem Abend garantiert.

Mit einer Filmvorführung am Freitag, 9. März, geht es im Terminkalender zum Internationalen Frauentag weiter. Die Aktiven Frauen Biebesheim zeigen um 19 Uhr den Film „Suffragette – Taten statt Worte“ im evangelischen Gemeindehaus, Rheinstraße 21 in Biebesheim. Er thematisiert die Anfänge der britischen Frauenbewegung zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts. Damals kämpften mutige Frauen um Selbstbestimmung, menschenwürdige Lebens- und Arbeitsbedingungen und gerechte Bezahlung. Bei Getränken und Snacks gibt es hinterher Gelegenheit, sich über den Film, Erreichtes und noch immer bestehende Missstände, 100 Jahre nach Einführung des Wahlrechts für Frauen, auszutauschen. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht.

Ebenfalls am 9. März um 19 Uhr hält Suzanne Bohn einen Vortrag über Kurtisanen in der Kunstgalerie des Büchnerhauses in Goddelau, Weidstraße 9. Die Referentin ist in Riedstadt schon seit einigen Jahren mit unterschiedlichen Vorträgen am Frauentag zu Gast. In ihrem Vortrag „Die Kurtisanen“ behandelt sie dieses „französische Phänomen“ und analysiert dessen soziokulturellen Hintergrund. Der Eintritt kostet sieben Euro, inklusive einem Glas Sekt.

„Auch wir wollen die Wahl haben“: Gilla Dölle vom Archiv der deutschen Frauenbewegung, Kassel, spricht am 9. März, 20 Uhr, im Kulturbahnhof (KuBa) in Mörfelden über den langen Weg der deutschen Frauen zum politischen Stimmrecht. Am 12. November 1918, mitten in den Wirren der Revolution, als der deutsche Kaiser schon in den Niederlanden im Exil und das Amt des Reichskanzlers an den Sozialdemokraten Friedrich Ebert übertragen worden war, erklärte der Rat der Volks­beauftragten, dass fortan „alle Wahlen (…) nach dem gleichen, geheimen, direkten Wahlrecht auf Grund des proportionalen Wahlsystems für alle mindestens 20 Jahre alten männlichen und weiblichen Personen zu vollziehen“ sind. Damit hatte dieses Männergremium mit einem Federstreich das Frauenwahlrecht in Deutschland eingeführt.

Kann aus dieser kurzen Episode geschlossen werden, dass den deutschen Frauen das Frauenstimmrecht quasi in den Schoss gefallen ist? War es der Revolution und vor allem dem Rat der Volksbeauftragten zu verdanken, dass dieses politische Mitbestimmungsrecht eingeführt wurde? Mit diesen und anderen Fragen befasst sich Gilla Dölle. KuBa und das Frauen- und Gleichstellungsbüro der Stadt Mörfelden-Walldorf laden dazu ein. Der Eintritt ist frei.

Ein LandFrauenfrühstück gibt es am Samstag, 10. März 2018, um 9 Uhr im Büttelborner Volkshaus, Mainzer Straße 85. Dazu sind alle Frauen eingeladen. Die Autorin und Märchenerzählerin Michaele Scherenberg, bekannt auch aus der Fernsehsendung „Hessen à la carte“, wird den Vormittag gestalten. Aus organisatorischen Gründen wird um schriftliche verbindliche Anmeldung gebeten. Kontakt: Irene Fückel (Vorsitzende der Bezirkslandfrauen), Christel Hamann (Geschäftsführerin), E-Mail irenefueckel@t-online.de oder bezirkslandfrauen.gg@web.de. Die Kosten für das reichhaltige Frühstück betragen zehn Euro pro Person.

In Zusammenarbeit mit dem Frauen- und Gleichstellungsbüro und dem Integrationsbüro der Stadt Mörfelden-Walldorf lädt der Kulturbahnhof für 10. März, 20 Uhr, zum Internationalen Frauenfest im KuBa, Bahnhofstraße 38, ein. Für leckeres Essen ist gesorgt (gegen Spende). Alle Frauen sind willkommen, an diesem Abend im KuBa miteinander zu reden, zu diskutieren, zu feiern, zu schmausen, zu tanzen und sich gut zu unterhalten. Der Eintritt ist frei.

Die Frauenorganisation der Ahmadiyya Muslim richtet am Sonntag, 11. März 2018, 10.30 Uhr, eine Veranstaltung von Frauen für Frauen aus. „Wo Menschen einander begegnen, verfallen Ängste und Vorurteile. Wo Menschen miteinander sprechen, entsteht Verständnis füreinander.“ So wollen die Organisatorinnen sich Zeit nehmen und den Tisch decken für ihre Gäste. Die Teilnahme in der Bait-ul Aziz Moschee, Römerstraße 14 A in Goddelau, ist kostenfrei.

Eine Tagung anlässlich des Internationalen Frauentags 2018 gibt es am Freitag, 16. März, in Rüsselsheim am Main. Den Thementag „Weibliche Freiheit“ mit Vorträgen, Diskussion und Workshops gestalten Luisa Muraro und Traudel Sattler, Gisela Jürgens, Andrea Günter, Antje Schrupp, Dorothee Markert und Christel Göttert. Er dauert von 13 bis17 Uhr (Ausklang von 17 bis 18 Uhr) und findet im Ratssaal im Rüsselsheimer Rathaus statt (Eingang Faulbruchstraße). Anmeldung aufgrund begrenzter Platzzahlen wird bis 8. März erbeten an: frauenbeauftragte@ruesselsheim.de.

In der BüchnerBühne Riedstadt, Kirchstraße 16, ist am Mittwoch, 11. April, 19.30 Uhr, der Film „Die Göttliche Ordnung“ zu sehen, der im Jahr 1971 in der Schweiz spielt: Nora ist eine junge Hausfrau und Mutter, die mit ihrem Mann, den zwei Söhnen und dem missmutigen Schwiegervater in einem beschaulichen Dorf im Appenzell lebt. Hier ist wenig von den gesellschaftlichen Umwälzungen der 68er-Bewegung zu spüren. Die Dorf- und Familienordnung gerät jedoch gehörig ins Wanken, als Nora beginnt, sich für das Frauenwahlrecht einzusetzen, über dessen Einführung die Männer abstimmen sollen. Von ihren politischen Ambitionen werden auch die anderen Frauen angesteckt und proben gemeinsam den Aufstand. Beherzt kämpfen die züchtigen Dorfdamen bald nicht nur für ihre gesellschaftliche Gleichberechtigung, sondern auch gegen eine verstaubte Sexualmoral. Doch in der aufgeladenen Stimmung drohen Noras Familie und die ganze Gemeinschaft zu zerbrechen.

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