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Treffen der Direktvermarkter

Leckereien aus dem Gerauer Land beim 22. Kreisbauernmarkt

Bunte Herbstblumen: Gruppenbild beim Kreisbauernmarkt in Groß-Gerau am Stand von Sven Gärtner. Das Bild zeigt (von links) Carmen Will; Norbert Kleinle, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Groß-Gerau; Svenja Astheimer; Erster Kreisbeigeordneter Walter Astheimer; Landrat Thomas Will: Groß-Geraus Bürgermeister Erhard Walther; Spargelkönigin Jana D’Addona: Wolfgang Dörr, stellvertretender Vorsitzender des Kreisbauernverbands; Kerstin Geis, Landtagsabgeordnete und Vorsitzende der Bezirkslandfrauen. (Bild: Kreisverwaltung)

KREIS GROSS-GERAU – Wer schlemmend, staunend und schnabulierend durch die Groß-Gerauer Innenstadt schlendern wollte, brauchte am Sonntag mindestens einen großen Schirm und eine gute Portion Humor. Denn der Wettergott hatte es mit den Gästen des 22. Kreisbauernmarktes, der traditionell am Erntedanksonntag stattfindet, nicht allzu gut gemeint. Just zur Eröffnung am späten Vormittag setzte der Regen ein. Schlechtes Wetter, schlechte Stimmung – diese Gleichung ging aber glücklicherweise nicht auf. 

Rund 30 Aussteller hielten munter dagegen. Sie stellten an diesem Feiertag der Direktvermarktung einmal mehr unter Beweis, dass der Kreis Groß-Gerau so viel mehr zu bieten hat als Erdbeeren und Spargel. An den Ständen gab es erntefrische Salate und Gemüse, Honigkuchen, Apfel-Tasting, frisch gekelterten Apfelsaft, Federweißer und Marmelade, selbstgebrannte Schnäpse, Fleisch, Fisch, Würste, Senf, Sirup und Kürbisse – zum Essen und zur Zierde. Ein Highlight war wie jedes Jahr die Riesenkuchentheke der Landfrauen.  

Die Feinschmecker kamen an diesem Tag allemal auf ihre Kosten. Nicht nur sie: In der gesamten Innenstadt herrschte an dem Tag geschäftiges Treiben – die Läden hatten an dem Sonntag ebenfalls geöffnet. Und das attraktive Programm mit Ponyreiten, Streichelzoo, Kinderquiz und der Präsentation der Geusemer Schlepperfreunde sorgte mit dafür, dass sich Groß und Klein an diesem Sonntag wohlfühlte – trotz des widrigen Wetters. „Höchste Qualität, größtmögliche Frische, kurze Vertriebswege, faire Preise, das finden die Besucherinnen und Besucher auf dem Kreisbauernmarkt“, so hatte Landrat Thomas Will im Anschluss an den Erntedank-Gottesdienst in der Stadtkirche Groß-Gerau die Gäste begrüßt. „Alles spricht dafür, in Zeiten des Klimawandels Produkte aus der Region zu kaufen, ökologisch und nah.“ Er wies darauf hin, dass rund 45 Prozent der Fläche des Kreises Ackerbau-Fläche sei. „Dass nicht noch mehr Ackerland verschwindet, darauf müssen wir achten.“  

Kerstin Geis, Vorsitzende der Bezirkslandfrauen, wies darauf hin, dass die Landfrauen auf dem Markt Stoffbeutel verteilten – mit Informationen, wie Plastikmüll vermieden werden kann. „Wir müssen uns bewusstmachen, wie wir mit unseren Landwirten umgehen“, sagte Groß-Geraus Bürgermeister Erhard Walther. In den vergangenen 30 Jahren sei die Zahl der Landwirte im Gerauer Land von 140 auf 50 zurückgegangen. „Landwirte denken in Generationen. Planungssicherheit ist wichtig, wir verzweifeln an nationalen Alleingängen“, sagte Wolfgang Dörr, stellvertretender Vorsitzender des Kreisbauernverbands. Sein Plädoyer: „Die Wertschöpfung muss in der Region bleiben.“ 

Bei den Gästen des Kreisbauernmarkts jedenfalls ist „regional“ gefragt. Zum 22. Mal bereits hatten Regionalbauernverband Starkenburg und der Bezirkslandfrauenverein in Zusammenarbeit mit der Stadt Groß-Gerau und dem Gewerbeverein Groß-Gerau sowie der Kreisverwaltung, Fachbereich Wirtschaft und Energie zum großen Treffen der Direktvermarkter eingeladen. Viel Musik gab es dazu: Zur Eröffnung spielte die Bläsergruppe des Kreisjägervereins Groß-Gerau, später traten die Volkstanzgruppe der Landfrauen, das Blasorchester der TSG Worfelden und die Bigband des Musikvereins Pfungstadt auf dem Sandböhl auf.  

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