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Suchtberatung wird gestärkt

Trägerwechsel im Südkreis - Standort Riedstadt bleibt bestehen

Zufrieden mit der für die Suchtberatung im Südkreis gefundenen Lösung sind (von links) Christine Plenzig, Fachbereichsleiterin Jugend und Familie, Nicole Liederbach, Fachdienstleiterin Erziehungsberatungsstelle, Sozialarbeiterin Julia Schulze und Knut Kiepe, Leiter der Einrichtungen des Vereins Freundeskreis für Suchtkrankenhilfe. Zur offiziellen Übergabe erhielt Julia Schulze eine Kerze geschenkt - symbolisch für das Licht, das die Beratung bringen kann. Foto: Kreisverwaltung

KREIS GROSS-GERAU – Der Kreis Groß-Gerau hat die Suchtberatung, die bisher in der Südkreisberatungsstelle in Riedstadt geleistet wurde, an einen Träger mit langjähriger Erfahrung ausgelagert: Die Trägerschaft ist im November an den Verein Freundeskreis für Suchtkrankenhilfe übergegangen. Offizielle Staffelübergabe war am 8. Dezember in der Stahlbaustraße 4. Dort hat sowohl die Südkreisberatungsstelle weiterhin ihren Sitz als auch - eine Etage darüber - die Jugend-, Drogen- und Suchtberatung, die einen Raum des ebenfalls dort ansässigen Diakonischen Werks Groß-Gerau/Rüsselsheim nutzen kann.

Bei der kleinen Feier, zu der Christine Plenzig (Fachbereichsleiterin Jugend und Familie der Kreisverwaltung) und Knut Kiepe (Leiter der Einrichtungen des Vereins Freundeskreis für Suchtkrankenhilfe) begrüßten, sprachen alle Beteiligten von einer „Win-win-win-Situation“: Die Mitarbeiter*innen der Südkreisberatungsstelle können sich durch den Wechsel intensiver mit ihren anderen Aufgaben bei der Erziehungsberatung befassen, die durch die Reform des Sozialgesetzbuchs VIII noch ausgeweitet wurden auf die Themen Inklusion und Pflegefamilien. Christine Plenzig dankte bei dieser Gelegenheit den Südkreiskommunen, die das Beratungsangebot unterstützen.

Der Freundeskreis für Suchtkrankenhilfe e.V., der seine umfassende Jugend-, Drogen- und Suchtberatung in Mörfelden-Walldorf schon viele Jahre anbietet, kann sich in seiner Arbeit bestätigt sehen und erfährt großes Vertrauen, für das Knut Kiepe sich bedankte: Besonders dankte er Christine Plenzig und Kolleginnen für die schnelle Klärung wesentlicher Rahmenbedingungen. Lucian Lazar vom Diakonischen Werk Groß-Gerau/Rüsselsheim habe die unkomplizierte und schnelle Anmietung der neuen Räume ermöglicht. Ein weiterer Dank Kiepes ging an die Firma HRM, die das Mobiliar für den neuen Beratungsraum spendete.

Nicht zuletzt profitieren die Klient*innen aus dem Südkreis, die weiterhin kurze Wege zur Beratungsstelle haben und nun ein noch vielfältigeres Angebot vorfinden. „Der Freundeskreis beschäftigt sich mit der ganzen Palette der Suchtkrankenhilfe“, lobte Nicole Liederbach, die seit Anfang November den Fachdienst Erziehungsberatungsstelle beim Kreis leitet.

Die Beratungsstunden bei der Jugend-, Drogen- und Suchtberatung in Riedstadt übernimmt die Sozialarbeiterin Julia Schulze, die sich freut dazu beitragen zu können, das bestehende Hilfenetzwerk im Kreis Groß-Gerau weiter auszubauen. „Wir arbeiten mit einer Komm-Struktur“, erklärte sie, das heißt, Hilfesuchende melden sich und können die Beratungsräume nutzen. Termine bei der Jugend-, Drogen- und Suchtberatung am Standort Riedstadt lassen sich unter der Rufnummer 06105 24676 vereinbaren.

Am neuen Arbeitsplatz kann Julia Schulze sowohl auf das Team in Mörfelden-Walldorf als auch auf die Kolleg*innen in der Erziehungsberatungsstelle, die bislang mit in der Suchtberatung tätig waren, bauen. Der fachliche Austausch gehört bei diesem nicht immer einfachen Job selbstverständlich dazu. Diana Tschigas von der Südkreisberatungsstelle gab im Gespräch gern schon mal ein paar persönliche Erfahrungen weiter.

An der Veranstaltung zum Trägerwechsel nahmen nicht nur die Teams der Beratungsstellen teil, sondern auch Mitarbeiterinnen der Sozialen Sicherung und des Gesundheitsamts des Kreises sowie vom Freundeskreis und von der Diakonie. Sie alle nutzten den Termin zum Gedankenaustausch.

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