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Spezieller Dank an Lebensretter

Einsatz an Silvester 2018 bleibt unvergessen

Die Rettung eines Menschenlebens war der schöne Anlass für ihr Treffen beim Kreis Groß-Gerau: Karsten Weßler, Karsten Denner, Heike und Manfred Kawollek, Thilo Hartmann, Dagmar Grund, Stefan Lotz, Wilhelm Heinrich (kniend) und Marco Schindler (von links). Foto: Kreisverwaltung

KREIS GROSS-GERAU – Eher ungewöhnlich, aber dafür umso erfreulicher war ein Termin am Donnerstag im Gefahrenabwehrzentrum des Kreises Groß-Gerau. Dorthin war Manfred Kawollek aus Bischofsheim mit seiner Frau Heike gekommen, um seinen Lebensrettern Sekt zu überreichen und zu danken: „Ohne Euch wäre ich heute nicht da“, sagte er. Denn am späten Silvesternachmittag 2018 erlitt er einen Herzinfarkt und brauchte schnelle Hilfe.  

Die Retter waren nach fünf, sechs Minuten da, erinnert sich Heike Kawollek. Es bildete sich ein Zufallsteam aus Einsatzkräften von Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) und der NEF-Arbeitsgemeinschaft aus Deutschem Roten Kreuz (DRK) und der Notarztgemeinschaft Rhein-Main, das professionell zusammenarbeitete und den Bischofsheimer erfolgreich reanimierte.

Drei Männer und eine Frau sorgten für die Erstversorgung und dafür, dass für Manfred Kawollek ein Platz im Krankenhaus gefunden wurde. Schließlich war es die Uniklinik Frankfurt, die den Patienten aufnahm und direkt behandelte. „Das lief alles wie am Schnürchen, jeder Handgriff saß“, lobte Heike Kawollek, die sich nach überstandener Aufregung und Sorge um ihren Mann um den Termin im GAZ bemüht hat, um allen Beteiligten persönlich danken zu können. 

Dort begrüßte Marco Schindler vom Eigenbetrieb Rettungsdienst des Kreises Groß-Gerau die Gäste. Mit dabei waren stellvertretender Rettungsdienstleiter Stefan Lotz vom DRK, Rettungswachenleiter Karsten Weßler vom ASB, Notarzt Thilo Hartmann, Dagmar Grund, Rettungsassistentin im Notarztfahrzeug, die am Einsatztag die Kliniken abtelefonierte, Rettungssanitäter Karsten Denner und Rettungsassistent Wilhelm Heinrich. Sie alle erinnerten sich gut an das Geschehen an Silvester. 

Notarzt Thilo Hartmann sagte: „Von solchen Erfolgsstorys zehren wir. Das ist der gute Grund, warum wir ein solch aufwendiges Rettungssystem haben. Wir freuen uns alle über das Dankeschön. Ich bin seit 2002 dabei und habe im Jahr rund 400 Notfalleinsätze. Aber diese Form des Dankes ist sehr, sehr selten.“ ASB-Rettungsassistent Wilhelm Heinrich ergänzte: „Das gibt einen richtigen Motivationsschub. Ich bin seit 15 Jahren dabei und erlebe einen solchen Termin wie heute zum ersten Mal.“ 

Marco Schindler sprach aus, was alle so empfanden: Was den Rettungskräften bei ihrer Arbeit oft fehlt, ist die Rückmeldung, wie es den Patienten hinterher geht. Bei Manfred Kawollek wissen sie es nun: Er ist wieder wohlauf – und feiert künftig seinen zweiten Geburtstag an Silvester. 

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