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Sonnenstrom macht Schule

Auch an der Klingler-Schule arbeitet jetzt eine Solaranlage

KREIS GROSS-GERAU – Die Bürgermeister-Klingler-Schule in Mörfelden-Walldorf produziert künftig den Energiebedarf der Schule selbst. Möglich macht dies eine 320 Quadratmeter große Solaranlage auf dem Dach der Schule, die jährlich ca. 35.500 kWh „sauberen“ Sonnenstrom in’s Netz einspeist, was in etwa dem Jahresbedarf der Schule entspricht. Am Dienstag wurde die neue Anlage vom Ersten Kreisbeigeordneten Walter Astheimer gemeinsam mit Bürgermeister Heinz-Peter Becker in Betrieb genommen. Zusammen mit Thomas Otterbein von der BürgerEnergieRheinMain-Genossenschaft (BERMeG), die das Projekt initiiert und geplant hatten, legten die beiden Politiker in der Energiezentrale der Schule jenen Schalter um, mit dem auch an der Klingler-Schule das Solarzeitalter beginnt.

Astheimer machte in einer kurzen Ansprache deutlich, dass nunmehr an nahezu allen kreiseigenen Schulen Photovoltaikanlagen in Betrieb sind und der Kreis damit seinem ehrgeizigen Ziel, ein Drittel der hier nachgefragten elektrischen Energie sauber und umweltverträglich zu erzeugen, ein weiteres Stück näher gekommen sei. Er betonte dabei die fruchtbare Partnerschaft mit der BürgerEnergie-Genossenschaft, ohne die das Projekt an der Klingler-Schule nicht hätte realisiert werden können, und die auch in Zukunft ein wichtiger Partner beim Ausbau umweltverträglicher Energien für den Kreis bleibt.

Nicht ohne Stolz verkündete der Politiker dann, dass die öffentlichen Gebäude im Kreis annähernd abgearbeitet und nahezu überall mit Photovoltaikanlagen ausgestattet sind: „Jetzt sind die Bürgerinnen und Bürger und natürlich die Gewerbetreibenden aufgefordert, ihrerseits die Energiewende zu einem guten Ende zu bringen“, so der Politiker.

Bürgermeister Heinz-Peter Becker machte deutlich, dass die Stadt Mörfelden-Walldorf die ehrgeizigen Ziele des Kreises in Sachen Energiewende teile. Die neue Anlage an der Klingler-Schule sei ein kleiner Leuchtturm, der vor allem auch die heranwachsende Generation und deren Eltern anstoßen möge, über umweltfreundlich erzeugte Energie nachzudenken.

Dieser Gedanke wurde von Thomas Otterbein gerne aufgegriffen. Er verwies auf den kleinen Monitor, auf dem die von der neuen Anlage für die Schule aktuell produzierten Kilowattstunden angezeigt werden und deutlich gemacht wird, wie viel Kohlendioxid dadurch der Atmosphäre „erspart“ bleibt – im Jahr nämlich rund 37 Tonnen gegenüber der von einem Braunkohlekraftwerk erzeugten gleichen Energiemenge. „Und das ist natürlich auch ein gutes Lernbeispiel für den Sachkundeunterricht an der Schule“, so der BERMeG-Vorsitzende.

Otterbein verkündete mit einigem Stolz, dass seine elf Monate alte Genossenschaft inzwischen 95 Mitglieder zähle, und dass man derzeit bereits die neunte Solaranlage in der Mache habe. Er bedankte sich bei der Stadt wie beim Kreis für die große Unterstützung, die die BERMeG von der Politik in den letzten Monaten erfahren habe und sprach die Hoffnung auf eine weiterhin fruchtbare Zusammenarbeit aus.

Dem konnte der Erste Kreisbeigeordnete nur zustimmen. Sein abschließender Appell ging an die Privathaushalte im Kreis, an denen es jetzt liege, durch die Erzeugung und Nutzung von „sauberem Strom die Energiewende voranzubringen, der bundesweit derzeit ja leider allerhand Gegenwind ins Gesicht bläst.“  

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