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„Solidarität. Grenzenlos“

Kreis beteiligt sich an „Internationalen Wochen gegen Rassismus“

KREIS GROSS-GERAU – Die Internationalen Wochen gegen Rassismus finden in diesem Jahr vom 15. bis 28. März 2021 unter dem Motto „Solidarität. Grenzenlos“ statt. Sie werden weltweit jährlich rund um den Internationalen Tag gegen Rassismus am 21. März veranstaltet. Die bundesweiten Aktionswochen dienen der Solidarität mit den Opfern von Rassismus und unterstützen die Gegner*innen von Rassismus, Diskriminierung und Menschenfeindlichkeit. Auch im Kreis Groß-Gerau beteiligen sich wieder viele Institutionen und Vereine an der Kampagne.   

„Pandemiebedingt musste unsere Programmreihe im vergangenen Jahr leider kurzfristig abgesagt werden. Daher freuen wir uns umso mehr, dass einige der im letzten Jahr ausgefallenen aber auch neue Veranstaltungen in diesem Jahr in alternativer Form angeboten werden können“, sagte Landrat Thomas Will. Die meisten Veranstaltungen finden digital beziehungsweise kontaktlos statt – vielfältig ist das Angebot gleichwohl: Viele Institutionen und Vereine im Kreis Groß-Gerau beteiligen sich an den Wochen und bieten spannende und rassismuskritische Veranstaltungen an. Ein kreisweites Planungsgremium, das von der Fachstelle gegen Rechtsextremismus und Rassismus koordiniert wird, hat alle Veranstaltungen in einem gemeinsamen digitalen Programmheft veröffentlicht.  

In den Veranstaltungen können sich Interessierte mit den Themen Rassismus, Umgang mit und Abbau von Vorurteilen oder Empowerment auf unterschiedlichste Weise befassen. Neben Social Media-Aktionen, Online-Konzerten, virtuellen Poster-Ausstellungen zum Thema „Umgang mit Rassismus“ in Mörfelden-Walldorf wird unter anderem auch eine dreiteilige Workshop-Reihe angeboten, die von der Kreisvolkshochschule gemeinsam mit AdiNet Südhessen und der Fachstelle gegen Rechtsextremismus und Rassismus des Landkreises veranstaltet wird. Hier lernen Teilnehmende, wie sie eine Haltung zur aktuellen Situation und zu kritischen Themen entwickeln oder wie sie ihr eigenes lokales Netzwerk finden oder aufbauen, um sich zu engagieren. „Da die meisten Angebote digital stattfinden und man sich für viele nicht einmal anmelden muss, sind sie nicht ortsgebunden. So kann man sich spontan dazu schalten und sich beteiligen“ erklärt Lena Müller, Mitarbeiterin in der Fachstelle gegen Rechtsextremismus und Rassismus.  

Landrat Will ergänzt: „Rassismus und Hass hören nicht auf, nur weil man sich in der Pandemie an ‚Social Distancing‘ hält. Vielmehr verlagern sich rassistische und menschenfeindliche Vorfälle vermehrt zusätzlich ins Internet. Umso bedeutender ist es, dass wir gemeinsam ein Zeichen gegen Rassismus setzen.“ Gerade seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie sei Solidarität mit den Mitmenschen wichtiger denn je.  

Das aktuelle Programm der Internationalen Wochen gegen Rassismus versteht sich ausdrücklich als Plattform zur Stärkung der Solidarität in unserer vielfältigen Gesellschaft, getreu dem bundesweiten Motto „Solidarität. Grenzenlos“. Damit soll die Vernetzung fortschrittlicher und demokratischer Initiativen, die Stärkung von Betroffenen und ein gemeinsames Vorgehen für einen solidarischen, gleichberechtigten und vielfältigen Landkreis Groß-Gerau gefördert werden. „Es ist wichtig, dass diese Solidarität und die wichtige Arbeit gegen Rassismus in unserem Kreis und auch darüber hinaus nach den Internationalen Wochen gegen Rassismus nicht abreißt“, mahnt Nilüfer Kuş, Leiterin der Fachstelle gegen Rechtsextremismus und Rassismus des Kreises Groß-Gerau. „Daher arbeiten wir gerade intensiv an der Weiterentwicklung unseres Beratungsangebots für Betroffene von rassistischer Gewalt und für Interessierte, die sich für mehr Zusammenhalt und Solidarität einsetzen wollen“. Eine Kampagne zum neuen Angebot der Fachstelle startet noch in diesem Frühjahr. 

Das Programheft mit allen Veranstaltungen im Landkreis Groß-Gerau gibt es im Internet unter www.kreisgg.de/netzwerk-demokratie.

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