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Singen schafft Gemeinschaft

Kreis ehrt verdiente Freunde des Chorgesangs

Singen hält munter: Für 70 Jahre aktives Singen im Chor zeichneten Erster Kreisbeigeordneter Walter Astheimer (links) und Tatjana Stumpf vom Sängerkreis Groß-Gerau (rechts) diese vier Männer aus: Helmut Dechert, Helmut Klein, Richard Neidhardt und Valentin Schwarz (von links). Jubilar Kurt Dickhaut, der ebenfalls zu dieser Gruppe zählte, war bei der Sängerehrung des Kreises verhindert.

KREIS GROSS-GERAU – Freunde des Chorgesangs versammelten sich am Sonntag im Georg-Büchner-Saal des Groß-Gerauer Landratsamts. Dort wurden bei der Kreissängerinnen- und -sängerehrung 51 Jubilare und engagierte Vereinsmitglieder ausgezeichnet. Erster Kreisbeigeordneter Walter Astheimer würdigte die Verdienste der über Jahrzehnte aktiven Sängerinnen und Sänger. Zur traditionellen Veranstaltung eingeladen hatten der Kreis Groß-Gerau und die Sängerkreise. Die Moderation übernahm Jochen Melchior vom Kulturbüro des Kreises Groß-Gerau

Mit dem Schiller-Wort „Gesang und Liebe in schönem Verein, sie erhalten dem Leben den Jugendschein“ hatte Walter Astheimer die Gäste begrüßt, nachdem die „Happy Voices“ vom Liederkranz Berkach auf die Ehrungsveranstaltung eingestimmt hatten. Neben den „Happy Voices“ sorgte auch der Volkschor Rüsselsheim für musikalische Unterhaltung. Ein Grußwort sprach Tatjana Stumpf vom Sängerkreis Groß-Gerau.
Dann ging es an die Ehrungen. 70 Jahre in ihren Chören aktiv sind Helmut Dechert (Chorgemeinschaft Dornheim), Helmut Klein (Liederzweig-Frohsinn Walldorf), Richard Neidhardt, Valentin Schwarz und Kurt Dickhaut (alle MGV Eintracht Geinsheim). Ebenfalls fünf Herren blicken auf ein 65 Jahre währendes Sängerleben zurück. Weitere neun Sängerinnen und Sänger sind bereits seit 60 Jahren dabei. 

Zudem geehrt wurden sechs Frauen und Männer, die 50 Jahre in einem Gesangverein wirken. 13 Sängerinnen und Sänger sind seit 40 Jahren aktiv, zehn Männer und Frauen halten dem Chorgesang seit 25 Jahren die Treue. Außerdem gab es eine Ehrung für zehn Jahre Mitgliedschaft in einem Kinder- beziehungsweise Jugendchor. „Nehmen Sie die Ehrung ebenso als Dank wie als Ansporn“, sagte Walter Astheimer in seiner Ansprache: „Machen Sie Werbung für Ihr schönes Hobby, mit dem Sie sich und anderen so viel Freude bereiten. Dann sollte es auch keine Probleme wegen eventuell fehlenden Nachwuchses geben.“ 

Kräftigen Applaus erhielten auch Elke Sandner, die an der Ehrungsfeier leider nicht teilnehmen konnte, und Anette Reichel. Beide haben besondere Verdienste in ehrenamtlicher Tätigkeit vorzuweisen. Elke Sandner vom Gesangverein Frohsinn Worfelden ist dort seit 1987 Mitglied und seit 29 Jahren ohne Unterbrechung in mehreren Funktionen im Vorstand gewesen; aktuell ist sie Zweite Vorsitzende.

Anette Reichel von der Chorgemeinschaft Ginsheim, der sie seit 1993 angehört, ist seit 2005 Präsidentin ihres Heimatvereins. Darüber hinaus hat sie sich als Chorleiterin weitergebildet und vor rund drei Jahren den Kurs SingFit(ness) ins Leben gerufen. Damit will sie vor allem Menschen ansprechen, die sich noch nie getraut haben zu singen, oder solche, die einen Neueinstieg in den Chorgesang anstreben.

Auch beim Altrheinfest und bei der Pressearbeit ist Anette Reichel eine feste Größe. Zudem wirkt sie intensiv für den Sängerkreis Mainspitze, ohne ein offizielles Amt zu bekleiden. Weiteres Steckenpferd der engagierten Sängerin ist der TSV Ginsheim; Reichel ist eine begeisterte Sportlerin und lizensierte Übungsleiterin auf dem Gebiet des Gesundheitssports.

Und da schließt sich der Kreis, denn auch (Chor-)Gesang hat bekanntlich gesundheitsfördernde Wirkung. Das schätzen viele Menschen in Deutschland, wo ungefähr 1,9 Millionen Menschen in Chören aktiv sind. „Zu singen und zu musizieren bedeutet Lebensqualität“, sagte denn auch Walter Astheimer im voll besetzten Georg-Büchner-Saal: „Unsere Chöre hier im Kreis, unsere Sängerinnen und Sänger, stehen nicht nur für die Freude an der Musik und am gemeinsamen Singen. Sie stehen genauso für Lebensqualität und Gemeinsamkeit, für das Miteinander und für das Aufeinander hören“, lobte der Erste Kreisbeigeordnete die musikalische Gemeinschaft bei der Ehrungsveranstaltung.

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