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„Sie haben sich nicht weggeduckt“

Landrat Will dankt weiteren Kräften für Einsatz bei Flutkatastrophe im Ahrtal

Kleine Ehrung für großes Engagement: Landrat Thomas Will hat den Einsatz von Rettungskräften im Flutgebiet an der Ahr gewürdigt. Neben den eigenen Katastrophenschützern des Kreises wurden noch einmal Helfer*innen von DRK, Malteser Hilfsdienst, Arbeiter-Samariter-Bund und THW mit Danke-Briefen und GG-Scheck ausgezeichnet. Das Bild zeigt stellvertretend eine kleine Gruppe, die persönlich anwesend sein konnte, zusammen mit dem Fachbereich Gefahrenabwehr und Landrat Thomas Will.

KREIS GROSS-GERAU – Landrat Thomas Will hat weiteren Hochwasser-Einsatzkräften für ihr Engagement im Ahrtal gedankt. Bei einer Feier in der Cafeteria der Kreisvolkshochschule, die pandemiebedingt natürlich sehr klein ausfallen musste, sprach er stellvertretend acht Einsatzkräften Dank und Anerkennung aus, die nicht vom Land Hessen für den Katastrophenschutz angefordert wurden, sondern von ihren Organisationen geschickt worden waren. Rund 110 Helfer*innen vom Arbeiter-Samariterbund (ASB), DRK, Malteser Hilfsdienst (MHD) und THW aus dem Kreis Groß-Gerau waren in den Flutgebieten mit unterschiedlichen Aufgaben betraut. 

Insgesamt waren 45 Personen des THW-Ortsverbands Groß-Gerau und 27 Personen des THW-Ortsverbands Rüsselsheim an Einsätzen beteiligt. Hinzu kamen 23 Helfer*innen vom DRK, drei vom ASB und zehn von den Maltesern, die über einen Bundesauftrag (THW) oder zur Unterstützung von Versorgungsstrukturen vor Ort über Sanitäts- und Betreuungsorganisationen eingesetzt wurden. Die acht Anwesenden wurden stellvertretend geehrt. Alle Beteiligte an den Einsätzen erhalten ebenso wie die Mitglieder des Katastrophenschutzes des Kreises Groß-Gerau Danke-Briefe und einen GG-Scheck per Post.   

„Es ist mir ein Bedürfnis, Menschen zu ehren, die anderen Gutes tun“, sagte Landrat Thomas Will. Auch mitten in der Pandemie: „Im kommenden Frühjahr finden wir bestimmt eine Gelegenheit, um wieder einmal in lockerer Runde zusammenzusitzen und uns auszutauschen“, so Will. „Ihnen muss niemand sagen, was es bedeutet, einsatzbereit zu sein“, hatte der Landrat den Kräften anfangs gesagt. „Die Alarmierung erfolgte gegen 12 Uhr, 13.30 Uhr war Abfahrt ins Katastrophengebiet“, berichtete Claudia Zimmermann, vom DRK-Kreisverband, Ortsverband Trebur. „Anderthalb Stunden, das war sportlich. In der Zeit mussten noch zwei Hunde untergebracht werden.“ Das DRK bereitete vor Ort in Nachtschicht Mahlzeiten zu, die dann ab dem Vormittag in die jeweiligen Ortschaften im Ahrtal geliefert wurden. „Die Hilfsbereitschaft war grenzenlos“, sagte Alexander Kurz vom Malteser Hilfsdienst aus Rüsselsheim. Mit dem Notfall-Rucksack auf dem Rücken sei er in der Akutphase durch die zerstörten Orte gelaufen und habe geschaut, wer schnelle Hilfe benötige. „Wir waren nah dran an den Menschen, versorgten sie medizinisch, betreuten sie“, so Kurz.   

Das THW Rüsselsheim hatte sich unter anderem um die Versorgung der Menschen mit Trinkwasser gekümmert und ein Trinkwasserlabor aufgebaut. „Die Lage vor Ort war entsetzlich, einfach unbeschreiblich“, so Tobias Meisenzahl vom THW-Ortsverband Groß-Gerau. „Man kann es sich nicht vorstellen, wenn man es nicht erlebt hat.“ Zumal sich die Katastrophe sozusagen vor der Haustüre ereignet hat. „Das Ahrtal ist nicht weit weg vom Rhein-Main-Gebiet. Es ist räumlich sehr nah und es geht einem sehr nah“, sagte er.  

Landrat Will lobte das Engagement: „Sie packen mit an, helfen, gestalten, fühlen sich zuständig für das, was um sie herum passiert. In dem Engagement kommt eine Haltung zum Ausdruck, die wir gar nicht oft genug würdigen können. Sie haben sich nicht weggeduckt, als der Einsatzbefehl kam.“  

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