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Seit 20 Jahren Geschäftsführerin

Wirtschafts- und Organisationskompetenz im TIGZ

Geschäftsführerin Gabriele Fladung vor dem Videostudio im TIGZ in Ginsheim-Gustavsburg. Foto: Kreisverwaltung

KREIS GROSS-GERAU – Nicht nur die seit 1998 erfolgreiche Arbeit des TIGZ in Ginsheim-Gustavsburg mit mehr als 60 Jungunternehmen und 230 Arbeitsplätzen unter einem Dach kann im Mai 2020 gefeiert werden, sondern vor allem auch, dass Geschäftsführerin Gabriele Fladung die Technologie-, Innovations- und Gründungszentrum GmbH seit genau 20 Jahren leitet. „Ich erinnere mich noch gut, dass ich mich, als ich zum Vorstellungsgespräch kam, sofort in dieses Gebäude verliebt habe“, sagt Gabriele Fladung. 

Seit Mai 2000 sorgt sie für geschäftiges Treiben in der TIGZ-Immobilie, dem denkmalgeschützten ehemaligen MAN-Verwaltungsgebäude. Seit 2014 ist das Haus im Besitz der TIGZ GmbH. „Die Phase der Kaufverhandlungen war anspruchsvoll, aber es war der richtige Weg“, so Fladung. Dadurch wurden nötige technologische Modernisierungen wie eine Glasfaseranbindung, Nebenkostensenkungen zugunsten der Mieterfirmen oder bauliche Maßnahmen – wie aktuell gerade der Einbau eines Aufzugs nach dem Abbruch des rückwärtigen Anbaus – überhaupt erst möglich. 

Ziel des Gründungszentrums ist es, Potenziale in der Region zu aktivieren und Unternehmensgründungen zu initiieren und während der Aufbauphase fachlich zu begleiten. „Mit dem 1998 entstandenen TIGZ und mit der bereits 1997 gegründeten Initiative existenZündung unterstützt der Kreis auf optimale Weise unternehmerisches Engagement“, freut sich Landrat Thomas Will über die Konstanz und positive Wirkung dieser Art Wirtschaftsförderung. 

Mit dem TIGZ bietet der Kreis Groß-Gerau Existenzgründer*innen Mietflächen zu marktüblichen Preisen an. Nachgefragt werden von den Gründungsfirmen insbesondere kleinteilige Mietflächen, die je angepasst an die jeweilige wirtschaftliche Situation ohne großen Aufwand für die Jungunternehmen mitwachsen können. Dies für insgesamt 3500 Quadratmeter zu managen, ist eine der anspruchsvollen Aufgaben für die Geschäftsführerin.  

Aber das Herzstück des TIGZ ist die Beratung und Betreuung von Unternehmensgründungen. Seit 20 Jahren steht Gabriele Fladung den TIGZ-Unternehmen zur Seite – ob bei Fragen der unternehmerischen Strategie, der Finanzierung, des Marketings oder der Auftragsakquisition. „Dabei ist mir immer auch der Vernetzungsgedanke wichtig“, betont die Geschäftsführerin. Dass die Arbeit gut gelingt, spiegelt sich in der überdurchschnittlich hohen Überlebensrate von 95 Prozent der Mieterunternehmen der TIGZ GmbH. Die Insolvenzrate mit lediglich 4,7 Prozent seit Gründung des Zentrums ist extrem niedrig. Ein ihr wichtiger Arbeitsschwerpunkt kam für Gabriele Fladung in den vergangenen Jahren noch hinzu: die Integration geflüchteter Menschen in den Arbeitsmarkt. Gefördert wurden bislang rund 300 Geflüchtete. 155 von ihnen haben den Schritt ins Berufsleben bereits geschafft. 

„Mit Gabriele Fladung haben wir eine gute Wahl getroffen“, sagt Landrat Will. „Sie macht nicht nur ein hervorragendes Tagesgeschäft, sondern hat das TIGZ auch in durchaus kritischen Phasen gut gelenkt und bereits durch zwei Krisen manövriert: 2001 zur Zeit der Technologieblase und 2008 während der Finanzkrise. Die dritte Krise erleben wir aktuell – Corona. Es ist gut, gerade in solch kritischen Phasen eine erfahrene Geschäftsführerin zu haben“, so Thomas Will. Als Kooperationspartnerin der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) betreut Gabriele Fladung derzeit Anträge von Unternehmen aus dem Kreis Groß-Gerau auf Darlehen aus dem Programm Hessen-Mikroliquidität zur Finanzierung von Corona-Engpässen. 

Seit 2016 führt das TIGZ das Siegel „Anerkanntes Innovationszentrum“ des Bundesverbandes Deutscher Innovations-, Technologie- und Gründerzentren e.V. -  weiterer Beleg für gute Arbeit. Das Know-how von Gabriele Fladung ist weit über den Kreis Groß-Gerau hinaus gefragt. Seit 2005 ist sie stellvertretende Vorsitzende der Hessischen Arbeitsgemeinschaft der Technologie- und Gründerzentren (HAT). Die Beantragung und Umsetzung internationaler, von der EU geförderter Projekte stehen für Internationalität und Offenheit. 

Über die Jahre ist es auch für ein Unternehmen wie die TIGZ GmbH unabdingbar, sich strategisch weiterzuentwickeln. Dringliches Thema ist die Digitalisierung: die weitere Verbesserung der Digitalisierungsinfrastruktur und aktive Nutzung der Glasfaserinfrastruktur für die TIGZ-Mieterfirmen. Gabriele Fladung: „Es bleibt bei uns kurzweilig und anspruchsvoll.“ 

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