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„Schule hat hervorragend gehandelt“

Landrat Thomas Will nach Brand in der Martin-Niemöller-Schule

Verwüstete Räume: Landrat Thomas Will (links) und Schulleiter Martin Buhl informieren sich über den Fortgang der Arbeiten nach dem Brand an der Martin-Niemöller-Schule in Riedstadt-Goddelau. Bild: Kreisverwaltung

KREIS GROSS-GERAU – Gut zwei Wochen nach dem Brandanschlag auf die Martin-Niemöller-Schule in Riedstadt-Goddelau sind die Spuren der Verwüstung im Verwaltungstrakt allgegenwärtig: die Decken verrußt, beißender Rauch in der Luft, Kabel verschmort. Reinigungskräfte in Schutzanzügen sind am Werk. Landrat Thomas Will hat sich am Donnerstag bei einem Besuch an der Schule mit dem Schulleiter Martin Buhl über den Fortgang der Aufräumarbeiten informiert und allen Beteiligten der Schulgemeinde und der Verwaltung für den großen Zusammenhalt gedankt: „Wir erleben hier, was Schule wirklich leisten kann“, sagte der Landrat. Der Kreis ist Träger der Schule.  

In der Nacht zum Sonntag, 8. Dezember 2019, hatte die Brandmeldeanlage gegen 5 Uhr Alarm ausgelöst. Sechs Minuten später waren die ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr vor Ort.  Gegen 6.15 Uhr war das Feuer unter Kontrolle. Der Verwaltungstrakt, so viel ist schnell klar, wird auf lange Zeit nicht zu nutzen sein. „Wir müssen davon ausgehen, dass erst zum Sommer 2020 die Sanierungsarbeiten komplett abgeschlossen sein werden und der Trakt wieder bezogen werden kann“, so der Landrat. Das Feuer hatte andere Schulgebäude auf dem campusartigen Gelände nicht erfasst.  

„So langsam kommt alles wieder in Gang“, berichteten die Mitarbeiterinnen im Sekretariat. Das Sekretariat musste ebenso wie die Schulleitung in einen Nebentrakt der Schule ziehen. „Seit gestern haben wir Telefon, seit heute auch wieder ein Dienstsiegel. Es gibt so viele Kleinigkeiten an einer Schule, die nur auffallen, wenn sie nicht mehr da sind.“ Auf einer Versammlung haben vor einer Woche etwa 1000 Schüler, Lehrer, Eltern, Einsatzkräfte sowie Mitarbeiter des Gebäudemanagements des Kreises Geschlossenheit gezeigt. Der Schulträger habe gleich nach dem Brand hervorragende Arbeit geleistet, um provisorische Lehrerzimmer herzurichten und die Schulleitung wieder arbeitsfähig zu machen, so Buhl. „Die große Unterstützung, die wir von Seiten des Schulamts, der Stadt Riedstadt, des Schulträgers, der Eltern oder des Fördervereins erfahren haben, hat uns sehr gut getan.“  

Landrat Will nannte es eine „Schrecksekunde“, als er vom Ausbruch des Feuers unterrichtet wurde. „Natürlich habe ich mir Gedanken gemacht, ob Menschen dabei zu Schaden gekommen sind, das war zum Glück nicht der Fall.“ Auf der anderen Seite sei aber immenser Sachschaden entstanden. Als das ganze Ausmaß klar gewesen sei, habe „die Schule ganz hervorragend gearbeitet“. Der Landrat dankte vor allem Schulleiter Martin Buhl und seinen Kolleginnen und Kollegen. „Sie haben sofort mit angepackt und überlegt, wie sie nach zwei Tagen der Schließung die Schule im Provisorium wieder öffnen konnten.“ Und mittlerweile funktioniere vieles schon wieder richtig gut. „Die prompte Hilfe von Seiten der Stadt Riedstadt, von der Schulgemeinde und von der Kreisverwaltung ist ein Beispiel für gelebte Solidarität.“

 
Link zum Video: https://youtu.be/xMMfXmLWm_o 

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