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Schnelles Internet auch in Schulen

Kreis erhält Förderbescheid für Breitbandausbau

Der Förderbescheid des Landes für den Breitbandausbau im Kreis Groß-Gerau ist da. Aus diesem erfreulichen Anlass kamen im Landratsamt zusammen (von links): Thomas Schmitt, Breitbandkoordinator des Kreises, Erster Kreisbeigeordneter Walter Astheimer, Staatssekretär Mathias Samson, Referatsleiter Georg Matzner, CDU-Landtagsabgeordnete Sabine Bächle-Scholz und Wolfram Koch, Leiter Breitbandbüro Hessen. Foto: Kreisverwaltung

KREIS GROSS-GERAU – Von einem „Riesenschritt für den Kreis Groß-Gerau“ sprach Erster Kreisbeigeordneter Walter Astheimer. Mathias Samson, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, ergänzte: „Das ist ein sehr guter Tag für den Kreis, das Land und seine Breitbandförderstrategie.“ Anlass für diese Freude war die Übergabe des Förderbescheids in Höhe von rund zwei Millionen Euro für den Breitbandausbau im Landkreis, den Samson vom Land überbrachte.  Damit verbunden ist ein weiterer Förderbescheid des Bundes in Höhe von 2,5 Millionen Euro. Der Kreis selbst investiert rund 500.000 Euro.

 

Vom geplanten Ausbau auf die Mindestbandbreite von 50 Mbit/s profitieren jeweils rund 400 Haushalte und Unternehmen. Dazu kommen 44 Schulen im Kreis Groß-Gerau, die mit Glasfaserleitungen direkt ans schnelle Internet angeschlossen werden sollen. „Wir sind schon sehr gut vorangekommen bei der Versorgung der Kreisbürgerinnen und Kreisbürger mit schnellem Internet“, sagte Walter Astheimer. „Das, und auch die Förderung jetzt, ist nur der Anfang. Der Ausbau muss kontinuierlich weitergehen, um für unsere Gewerbetreibenden, für Handwerker, für Selbstständige gute Standortbedingungen zu gewährleisten.“ Mit dem Ausbau des Glasfasernetzes kann die Zahl der unversorgten „weißen Flecken“ im Kreis – wie zum Beispiel am Kornsand oder an den Mönchbruchwiesen – deutlich verringert werden.

 

„Vor allem die bessere Versorgung der Schulen war uns politisch wichtig“, betonte Walter Astheimer, der wie Mathias Samson die gute Zusammenarbeit aller Akteure auf den unterschiedlichen Verwaltungsebenen betonte. Dabei nimmt der Kreis Groß-Gerau eine Vorreiterrolle ein. „Der Kreis Groß-Gerau hat als erster hessischer Landkreis die Anbindung der Schulen in den Fokus des Förderantrags zur Nachverdichtung gerückt“, so Samson und Astheimer. Die von Kreis und Land Hessen eingeschlagene Strategie, die Rahmenbedingung für digitale Bildung an den Schulen rasch zu optimieren, wird nun bundesweit  aufgenommen. „Wir wollen möglichst schnell alle hessischen Schulen mit Glasfaseranschlüssen bis ins Klassenzimmer ausstatten. Wir wollen die Jugend fit machen für die Digitalisierung. Und digitale Bildung ist mehr, als auf den Endgeräten schnell tippen zu können“, sagte Mathias Samson.

Politik schaffe die Rahmenbedingungen für die Digitalisierung. Mithilfe der finanziellen Förderung sollen 111 Kilometer Glasfaserleitungen, 82 Kilometer Leerrohre und 92 Schaltschränke verlegt und installiert werden. „Hardware, Software und pädagogische Kompetenz in den Schulen müssen natürlich dazukommen“, sagte der Staatssekretär. Was die Ausstattung der Schulen im Kreis Groß-Gerau angeht, „stehen wir gut da“, versicherte Erster Kreisbeigeordneter Walter Astheimer. Was die Gebäude betrifft, „sind wir auf dem neuesten technischen Stand“.

 

Nun beginnt die EU-weite Ausschreibung für den Breitbandausbau. Das Verhandlungsverfahren soll bis Sommer 2018 abgeschlossen sein, erläuterte Thomas Schmitt, Breitbandkoordinator des Kreises Groß-Gerau. Danach werden die Aufträge vergeben. Ab Anfang 2019 sollen die Voraussetzungen für kreisweites schnelles Internet dann gegeben sein.

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