Nachrichten_Einzelansicht

Samstägliche Sonderschichten

Führerscheinstelle des Kreises arbeitet am Limit

Landrat Thomas Will informierte sich am vergangenen Samstag in der Führerscheinstelle aus erster Hand über die aktuellen Arbeitsbedingungen und dankte den Mitarbeiterinnen für ihre Sondereinsätze. Foto: Kreisverwaltung

KREIS GROSS-GERAU – Die Corona-Pandemie erschwert vielen Menschen vieles – unter anderem bei der Arbeit. Das trifft auch auf zahlreiche Mitarbeitenden der Kreisverwaltung Groß-Gerau zu, zum Beispiel in der Führerscheinstelle. Geänderte Kontakt- und Erreichbarkeitszeiten, steigende Zahl von Anträgen, immer mehr Anfragen per Telefon, technische Probleme – all dies führte zu einem Antragsstau, den es vor Corona nicht gegeben hat. Die Mitarbeiterinnen der Führerscheinstelle sehen sich darum immer wieder öffentlich geäußerter Kritik ausgesetzt, weil die Antragsbearbeitung zu lang dauere. In der Tat gab es in den vergangenen Monaten lange Wartezeiten - speziell bei der Ersterteilung von Führerscheinen -, bis die Dokumente vorlagen. 

Doch an den Mitarbeiterinnen liegt das nicht. Im Gegenteil: Sie fahren seit Monaten Sonderschichten und kommen auch samstags zur Arbeit, um den durch Corona entstandenen Überhang an Fällen abzuarbeiten. Landrat Thomas Will stieß am vergangenen Wochenende dazu, um sich bei ihnen für diese Sondereinsätze zu bedanken – und im Gespräch zu erfahren, wo der Schuh drückt. Volker Lehn, als Fachbereichsleiter Kommunal- und Bürgerdienste zuständig für den Fachdienst Verkehr, informierte den Landrat bei dieser Gelegenheit ebenfalls. 

Die gute Nachricht des Tages war, dass noch in dieser Woche die Leitungskapazität erhöht wird, um den bei der Bearbeitung der Anträge erforderlichen Datentransfer zwischen der Behörde und dem externen Rechenzentrum in angemessener Zeit bewältigen zu können. Daran hakte es seit Längerem. Bis die zusätzliche Leitung nun geschaltet wird, verging fast ein Jahr: „Da haben uns die Dienstleister im Stich gelassen“, bedauert Landrat Thomas Will. Dennoch will er nach vorn schauen. Mindestens doppelt so schnell wird jetzt ein Antrag bearbeitet werden können. Der Landrat machte der Abteilung auch Hoffnung, dass weitere Verbesserungen möglichst bald angegangen werden. Volker Lehn nannte als vordringliche Ziele den Umbau der Räume, um die Bürger*innen im Amt besser empfangen zu können, die möglichst baldige Einführung der E-Akte wie auch der Online-Antragstellung sowie Verbesserungen bei der IT (Stichwort: Schnittstellen zu anderen Computersystemen). 

Aber auch die Kund*innen können mithelfen, dass es für alle schneller geht. Dazu Volker Lehn: „Eine klare Empfehlung ist, dass sich die Bürgerinnen und Bürger Informationen im Vorfeld über die Webseite des Kreises beschaffen. Dort stehen Anträge zum Download bereit und dort werden viele Fragen bereits beantwortet.“ Im Fall einer Ersterteilung oder Erweiterung sollten möglichst frühzeitig vollständige Anträge gestellt werden, damit die Zeit bis zum geplanten Prüfungstermin von der Führerscheinstelle optimal genutzt werden kann, ergänzt Volker Lehn. Und: Beim Ausfüllen des Antrags bitte darauf achten, dass eine gültige E-Mail-Adresse und die Telefonnummer gut lesbar angegeben sind. 

All dies hilft bei der Sachbearbeitung und freut die Mitarbeitenden der Führerscheinstelle. Denn ihr größtes Ziel ist – im Sinne der Kund*innen, aber auch zu ihrer eigenen Entlastung –, den durch Corona entstandenen Aktenberg rasch abzuarbeiten. 

Der Kreisausschuss des Kreises Groß-Gerau
Wilhelm-Seipp-Str. 4
64521 Groß-Gerau

06152 989-0
Fax: 06152 989-133
info@kreisgg.de