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Rad-Forum Südhessen tagt im Landratsamt Groß-Gerau:

Viele Wege mit dem Velo

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KREIS GROSS-GERAU  – Das Fahrrad ist beliebter als je zuvor. Pendler schwingen sich frühmorgens aufs Rad, um zur Arbeit zu fahren. Städter radeln im Stau den Autos davon. Das ist im Kreis Groß-Gerau nicht anders: „Der Radverkehr spielt bei der Mobilität von morgen eine entscheidende Rolle“, sagte Landrat Thomas Will auf dem 4. Rad-Forum Südhessen, das in Kooperation mit der ivm GmbH (Integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement Frankfurt Rhein Main) im Kreishaus Groß-Gerau veranstaltet wurde.

Das Auto stehen lassen und aufs Rad umsteigen – im Kreis Groß-Gerau sind die Voraussetzungen dafür sehr gut. „Schließlich weist die Region kaum Steigungen auf und bietet Sehenswertes und viel Natur“, sagte Landrat Will. Das Radwegenetz ist im Kreis rund 500 Kilometer lang. Zusammen mit den südhessischen Kommunen möchte der Kreis weiter in die Infrastruktur investieren. „Auf Rad-Foren möchten wir kommunale Vertreter für den Radverkehr sensibilisieren“, sagte Heike Mühlhans, Geschäftsführerin der ivm GmbH.

Rad-Foren sind ein wichtiges Instrument der Radverkehrsförderung. Sie dienen als Informations- und Austauschplattform zu Themen im Bereich des Radverkehrs. Das RadForum RheinMain in Frankfurt, angesiedelt beim Regionalverband, gibt es bereits seit 2003. Das Rad-Forum Südhessen wurde im Rahmen der Umsetzung der Nahmobilitätsstrategie des Landes Hessen ins Leben gerufen, um den Radverkehr auch in anderen Regionen des Landes voran zu bringen.

In Groß-Gerau hatten sich nun gut 30 Teilnehmende von Kommunen, Verbänden und Institutionen über den Umsetzungsstand der Nahmobilitätsstrategie des Landes informiert – schließlich unterstützt das Land finanziell Radverkehrsprojekte sowie Initiativen wie Stadtradeln und die Förderung des Radverkehrs an Schulen. Die Stadt Dreieich informierte beim Rad-Forum über die positiven Erfahrungen mit dem neuen Fahrradverleihsystem BYKE.

Das Fahrrad vereint viele Vorteile, es hat trotz seiner 200-jährigen Geschichte noch keinen Rost angesetzt, im Gegenteil. „Es ist ein umweltfreundliches Verkehrsmittel und sollte für Wege im Alltag weiter gefördert werden“, sagte die Radverkehrsbeauftragte des Kreises Groß-Gerau, Franziska Knaack. Der Kreis Groß-Gerau unterstützt mit der Umsetzung seines Radverkehrskonzepts seit vielen Jahren den Umstieg aufs Rad. „Man braucht allerdings einen langen Atem und viel Durchhaltevermögen, da der Pkw selbst auf kurzen Strecken immer noch viel zu oft bewegt wird; wir erhoffen uns hier einige Impulse und Unterstützung von Seiten des Landes“, betonte Knaack.

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