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Qualität in der Kindertagespflege im Kreis Groß-Gerau:

Kampagne für die Tageskids

Der Kreis Groß-Gerau möchte weitere Tageseltern gewinnen und startet dazu eine Kampagne. Diese wurde beim Neujahrs(fach)frühstück im Landratsamt vorgestellt. Mit dabei (von links): Dr. Anke Melchior und Elke Horneck vom Fachdienst Kindertagesbetreuung der Kreisverwaltung sowie Referentin Christiane Mickel. Foto: Kreisverwaltung.

Zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen hat der Fachdienst Kindertagesbetreuung der Kreisverwaltung Groß-Gerau bei seinem Neujahrs(fach)frühstück im Landratsamt. Die rund 60 der aktuell 90 Tagesmütter aus dem Kreis, die dazu in den Georg-Büchner-Saal gekommen waren, hörten nicht nur einen Vortrag über Qualitätssicherung in der Kindertagespflege, den Christiane Mickel vom Hessischen Kindertagespflegebüro hielt. Sie wurden auch von Dr. Anke Melchior vom Fachdienst über die neu entwickelte und jetzt startende Kampagne „Tageskids Kreis Groß-Gerau“ informiert.

„Unser Ziel ist es, die Leistung der Tageseltern sichtbarer zu machen und zusätzliches Interesse für diese spannende Tätigkeit zu wecken“, sagt Anke Melchior. Es geht vor allem auch darum, die Gleichrangigkeit der im Kreis angebotenen Kindertagespflege mit den Kitas zu verdeutlichen und in diesem Zusammenhang die Professionalität der Tagesmütter und -väter. Um mehr Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit zu erhalten, gibt es einen einheitlichen grafischen Auftritt auf Flyern und Broschüren, auf Visitenkarten bis zu den Plakaten, die ab Februar in und an Bussen der Lokalen Nahverkehrsgesellschaft angebracht werden. Zum Wiedererkennungseffekt trägt ein buntes Tageskids-Logo in Blütenform bei, das an allen Stellen auftaucht, die mit der Kindertagespflege zu tun haben – Kreis und Gemeinden, Tagespflegebüros und -stützpunkte.

„Betreuung, Erziehung, Bildung – familiär, flexibel, kompetent“: Auf diesen Punkt lässt sich die Kindertagespflege bringen. Damit die Eltern sicher sein können, dass sie ihre Kinder in gute und geschulte Hände geben, gibt es eine umfassende Ausbildung für die Tagesmütter und -väter. Die tätigkeitsvorbereitende Qualifizierung umfasst zunächst 160 Unterrichtseinheiten, die sich über sechs bis acht Monate erstrecken, sowie zwei Praktika in einer Tagespflegestelle und einer Kindertagesstätte. Nach Erwerb der Pflegeerlaubnis kann die Tätigkeit beginnen; bis zu fünf Kinder dürfen Tageseltern betreuen. Begleitend zur Arbeit schließen sich über zwölf bis 18 Monate weitere 140 Unterrichtseinheiten an.

Im Mai 2018 beginnt eine neue Grundqualifizierung, sagt Anke Melchior vom Fachdienst Kindertagespflege. Die Informationsveranstaltung dazu ist für Montag, 19. März, 17.30 Uhr, im Raum Luise Hessemer im Groß-Gerauer Landratsamt geplant.

„Qualitätsentwicklung und -sicherung spielen bei uns eine sehr große Rolle“, betont Anke Melchior. Dazu passt das zweijährige Modellprojekt zur Kompetenzorientierung, an dem sich der Kreis noch bis Ende dieses Jahres beteiligt. Und dazu passte auch das Thema des Neujahrs(fach)frühstücks. Nach dem Vortrag von Frau Mickel fanden sich Kleingruppen in Workshops zusammen und arbeiteten zum Beispiel zu den Themen Freies Spielen, Sprachentwicklung, Eingewöhnung, Routinen und Rituale, Mahlzeiten und Essen oder Zusammenarbeit mit Eltern.

Am Ende der Veranstaltung stand noch die Wahl der Sprecherinnen. Denn in der Kindertagespflege im Kreis Groß-Gerau gibt es ein Beteiligungsmodell, wie Anke Melchior erklärt, bei dem die Stimmen aus der Praxis regelmäßig in die Arbeit einbezogen werden. Das Sprecherinnengremium, das erstmals für drei statt zwei Jahre gewählt wurde, besteht aus Karin Laun (Bischofsheim), Karin Vest (Ginsheim-Gustavsburg), Birgit Baum (Groß-Gerau), Sonja Beemelmann (Trebur), Ana Maria Delgado Villalba (Mörfelden-Walldorf), Stephanie Seipel (Groß-Gerau) und Daniela Lord (Gernsheim).

Weitere Informationen zur Kindertagespflege im Kreis Groß-Gerau finden sich im Internet auf www.kreisgg.de/kindertagespflege. Die Seite wird in neu gestalteter Form in Kürze unter www.kreisgg.de/tageskids online gehen.

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