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Passivhaus-Ausstellung im Landratsamt:

Kreis propagiert nachhaltiges Bauen

Während der Passivhaus-Ausstellung im Groß-Gerauer Landratsamt informierten Arne Keßler von HessenEnergie, Susanne Winkel vom Passivhaus Institut Darmstadt und Erster Kreisbeigeordneter Walter Astheimer (von links) die Gäste eines Fachtags. Foto: Kreisverwaltung Groß-Gerau

KREIS GROSS-GERAU – In der ersten Januarhälfte war die Passivhaus-Ausstellung des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung im Foyer des Landratsamts Groß-Gerau zu sehen. Ab dem ersten Tag wurde die Ausstellung von der interessierten Bevölkerung rege besucht. 

Zu einer ergänzenden Veranstaltung am 10. Januar, die sich speziell an Vertreter aus den Kommunen, Energieberater sowie Energieversorgungsunternehmen richtete, begrüßte Erster Kreisbeigeordneter Walter Astheimer rund 20 Gäste. Er betonte, dass der Kreis mit gutem Beispiel vorangeht und seit 2009 alle seine Neubauten, zum Beispiel Schulen, in Passivhausstandard errichtet. 
 
Elisabeth Straßer, Leiterin des Fachbereichs Wirtschaft und Energie in der Kreisverwaltung, stellte anfangs das geplante Projekt Energieeffizienznetzwerk vor, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert und von „Infrastruktur & Umwelt“ begleitet wird. Kommunen, die sich daran beteiligen möchten, können ihr Interesse daran bekunden. Wenigstens acht Kommunen aus dem Landkreis müssten Interesse anmelden, mindestens fünf dann tatsächlich mitmachen, um in den Genuss der Förderung zu kommen, erläuterte Elisabeth Straßer. Diese Kommunen bekämen dann von Energieexperten eine Verbrauchsbewertung ihrer Liegenschaften, nebenbei eine Fortbildung von Verwaltungsmitarbeitern und am Ende Tipps, wie sie die Energieeffizienz ihrer Gebäude erhöhen können.

Für die Fachveranstaltung hatte der Kreis zudem zwei Gastreferenten gewonnen. Susanne Winkel vom Passivhaus Institut Darmstadt stellte den Gästen das Grundprinzip des Passivhauses dar – in dem sich die Heizenergie im Vergleich zu konventionellen Gebäuden um 90 Prozent verringern lässt - und führte anschließend durch die Ausstellung. Susanne Winkel pries die Vorteile der Passivbauweise, bei der das Heizen über die Frischluftzufuhr aus einer Lüftungsanlage funktioniert: mehr Raumkomfort, gesundes Wohnen (keine Gefahr von Schimmelbildung durch falsches Heizen und Lüften), Kostenoptimierung und Nachhaltigkeit.

Arne Keßler von der HessenEnergie Gesellschaft für rationelle Energienutzung mbH gab den Zuhörerinnen und Zuhörern Einblicke in das Förderprogramm „Energetische Modernisierung kommunaler Nichtwohngebäude durch das Land Hessen“ und veranschaulichte dieses Programm an unterschiedlichen Beispielen.

Bei einem Vortrag zwei Tage später, der sich speziell an Bürgerinnen und Bürger richtete, stellte der Fachbereich Wirtschaft und Energie der Kreisverwaltung Groß-Gerau ebenfalls das Konzept des Passivhauses vor und gab den Gästen einen detaillierten Einblick in die Fördermöglichkeiten für Passivhäuser. 

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