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Öffentliche Bekanntmachung nach § 5 Abs. 2 UVPG;

hier: Vorhaben der Mainzer Netze GmbH

Die Mainzer Netze GmbH beabsichtigt, für die Baumaßnahmen im Zuge der Erweiterung des 110 kV-Umspannwerkes Bischofsheim in der Gemarkung Bischofsheim, Flur 13, Flurstück-Nrn. 18/2, 19/2, 20/2 und 21/3 eine vorübergehende Grundwasserhaltung vorzunehmen.

Für dieses Vorhaben war nach § 7 des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) zu prüfen, ob die Umweltauswirkungen des Vorhabens auf die Umgebung eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) erfordern.

Die allgemeine Vorprüfung des Einzelfalls ergab, dass das Vorhaben keine erheblichen nachteiligen Umweltauswirkungen haben kann, die nach § 25 Abs. 2 UVPG zu berücksichtigen wären.

Daher wird festgestellt, dass keine Verpflichtung zur Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung besteht.

Diese Feststellung beruht auf den folgenden Erwägungen:

Die potentiellen Auswirkungen der Grundwasserhaltung sind zeitlich begrenzt. Besonders zu schützende Gebiete im Sinne der Anlage 3 Ziffer 2.3 UVPG sind nicht betroffen. Die Tiefe der Grundwasserabsenkung bewegt sich vorwiegend im Bereich natürlicher Schwankungen des Grundwasserspiegels. Die von der Maßnahme ab ca. 1,0 m unter Geländeoberkante betroffenen locker bis mitteldicht gelagerten Sande und Kiese sind wenig empfindlich für Setzungen. Die Absenkung des Grundwasserspiegels beeinträchtigt den Wasser- und Naturhaushalt nur geringfügig. Die flachwurzelnden Pflanzen der das Umspannwerk umgebenden Acker- und Wiesenflächen werden vor allem durch Sickerwasser aus Niederschlägen in Bereichen oberhalb des Grundwassers versorgt. Die schluffigen Auenlehme, die den kiesig-sandigen Grundwasserleiter überdecken, verfügen dabei über ein sehr gutes Wasserrückhaltevermögen, wodurch Niederschläge gespeichert und nur verzögert an den Untergrund weitergegeben werden. Tiefwurzelnde Bäume und Sträucher sind nur vereinzelt an den Wegrändern des Umspannwerks zu finden. Da sich das betroffene Gebiet in einer Aue befindet und die periodischen Schwankungen des Grundwassers hier sehr hoch sein können, muss davon ausgegangen werden, dass mit der Grundwasserabsenkung keine erheblichen nachteiligen Umweltauswirkungen einhergehen.

Diese Feststellung ist nach § 5 Abs. 3 Satz 1 UVPG nicht selbstständig anfechtbar.

Groß-Gerau, 02. Oktober 2018

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