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Neues Gartenglück fürs Seniorenheim

Landrat Will bei 72-Stunden-Aktion der Katholischen Jugend in Kelsterbach

Gutes tun: In der Außenanlage des Seniorenheims Weingarten setzten Kinder und Jugendliche im Rahmen der Sozialaktion „72-Stunden – Uns schickt der Himmel“ ganz praktisch ein Zeichen für Solidarität und Gemeinschaft. Nicht nur Landrat Thomas Will (Bildmitte) als Schirmherr der Veranstaltung freute sich über so viel Engagement. Bild: Kreisverwaltung

KREIS GROSS-GERAU – Die Buben und Mädchen aus den Kindergärten Don Bosco, St. Elisabeth und St. Markus haben sich an diesem Freitagvormittag mächtig ins Zeug gelegt: Sie malten Tontöpfe an, jäteten Unkraut, füllten Pflanzerde ins Hochbeet und setzten Studentenblumen in die Kübel. Sie werkelten ein Weilchen, später dann sollten Jugendliche weiter am neuen Gartenglück bauen. Denn für den Sonntag ist schon die Eröffnung des neuen Gartens geplant. Viele helfende Hände sind am Werk, um den Garten im Seniorenheim Weingarten in Kelsterbach auf Vordermann zu bringen. Der Arbeitseinsatz findet im Rahmen der „72-Stunden-Aktion“ des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend statt. Am Donnerstagabend hatte die „72-Stunden-Aktion“ unter dem Titel „Uns schickt der Himmel“ offiziell begonnen. 72 Stunden Einsatz für Andere – darum geht es überall im Land.  

Im Dekanat Rüsselsheim hat eine Koordinierungsgruppe fünf Projekte ausgewählt. Neben Kelsterbach finden Sozialaktionen in Gernsheim, Bischofsheim, Gustavsburg und Walldorf statt, rund 180 Teilnehmende wirken dabei mit, berichtet die Dekanat-Jugendbildungsreferentin Katrin Jäger. Und Hanna Erdmann, Gemeindereferentin der Herz-Jesu-Pfarrei in Kelsterbach, ergänzt: „Die Aktion ist deshalb so bemerkenswert, weil Kinder und Jugendliche in 72 Stunden die Welt ein wenig besser machen können und sehen, dass sie das aus eigener Kraft schaffen können.“  

Das hat auch Landrat Thomas Will imponiert, der die Schirmherrschaft für die Projekte im Kreis Groß-Gerau übernommen hat. Er lobte die Akteure und das Format: „Das ist eine tolle Sozialaktion“, sagte er. Es sei schön zu sehen, dass sich junge Menschen für ältere einsetzten. Im solidarischen Miteinander bekomme man konkrete Vorhaben gestemmt, die man sonst vielleicht nicht so schnell hätte verwirklichen können. „Und nach 72 Stunden sehen alle, was man geschafft hat.“  

Neben den Kindergartenkindern engagieren sich am Wochenende auf der Gartenanlage im Seniorenheim Kelsterbach auch Ministrantinnen und Ministranten sowie „Firmlinge“. Sie alle sind Teil einer Gemeinschaft von bundesweit rund 80.000 jungen Menschen in ganz Deutschland, die sich in 27 Diözesen für Mitmenschen, für die Umwelt, für Solidarität, Gerechtigkeit und Bildung einsetzen. Bis Sonntag erledigen die Gruppen Aufgaben für die Gemeinschaft. Die Aktion wird unterstützt durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der Deutschen Bischofskonferenz und Misereor.  

„Dass wir die Nutznießer der Aktion sind, macht uns glücklich“, erzählte Claudia Rohn, die stellvertretende Einrichtungsleitung des Seniorenheims Weingarten. „Für die Bewohnerinnen und Bewohner ist die Aktion eine willkommene Abwechslung. An dem Garten mit dem hübschen Teich können sie noch lange erfreuen.“ Im Hochbeet sollen schließlich später einmal Erdbeeren, Tomaten und Heidelbeeren gedeihen. Am Sonntag findet nach dem Gottesdienst das Eröffnungsfest fest.  

Im Internet: www.72stunden.de  

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