Nachrichten_Einzelansicht

Neue Zeitrechnung hat begonnen

Landrat Will beim Neujahrsempfang der Kreisvolkshochschule

Neue Impulse: Landrat Thomas Will (links) und der neue Leiter Danijel Dejanovic beim Neujahrsempfang der Kreisvolkshochschule Groß-Gerau. Bild: Kreisverwaltung

KREIS GROSS-GERAU – Beim Neujahrsempfang der Kreisvolkshochschule Groß-Gerau haben Landrat Thomas Will und Danijel Dejanovic, der neue Leiter der KVHS, vor gut 50 Gästen die „neue Zeitrechnung“ der Institution eingeläutet – mehr als 30 Jahre hatte Heinrich Krobbach an der Spitze der KVHS gestanden. Dies bedeute Veränderung auf verschiedenen Ebenen, betonte Will. Doch da der Eigenbetrieb KVHS gut aufgestellt sei, sei dieser Wechsel fließend und reibungslos vonstattengegangen.  

Auf gut bestelltem Feld könne die KVHS sich weiter gut entwickeln und Integrations- und Sprachkurse, Bewegungs- und Entspannungsangebote oder politische und berufliche Bildung anbieten. Hier heiße es, Angebote für die Menschen im Kreis zu schaffen, Kompetenzen zu schulen, Orientierung zu geben und Offenheit für Neues zu vermitteln. Besonders hob der Landrat die trägerunabhängige und professionelle Bildungsberatung an der KVHS hervor, die sich auf einem sehr hohen Niveau befinde. 

Der Landrat freute sich besonders, dass die KVHS bei den Themen wie Integration und Ehrenamt neue Wege gehe und in diesem Zusammenhang gerade Zugewanderte motiviere, sich zu engagieren. Zudem sei die KVHS angesichts der rapiden Veränderungen in der Gesellschaft insbesondere bei der Digitalisierung gefragt, mit fein abgestimmten Angeboten die Menschen anzusprechen, für die zum Beispiel Online-Banking nicht selbstverständlich sei. Es sei begrüßenswert, dass die Veranstaltungsreihe „Weltrettung“ mit dem Thema Mobilität fortgesetzt werde und passend zur Aktion „Der Kreis rollt“ eröffnet werde. Will freut sich auf die Zusammenarbeit mit Danijel Dejanovic: „Es liegt nun an dem neuen Leiter, neue Wege zu gehen, Signale zu senden.“ 

Danijel Dejanovic bedankte sich für die Offenheit, die ihm der Landrat, die Fachdienste, Kooperationspartner und andere Akteure im Kreis entgegenbrachten, sowie bei den Mitarbeitenden, den Dozent/innen, der Verwaltung und dem Service der KVHS. Sie alle trügen auf ihre Weise dazu bei, ein gutes Bildungsprogramm für Erwachsene auf die Beine zu stellen und könnten stolz auf das Geleistete sein. Danijel Dejanovic möchte Barrieren aus dem Weg schaffen und Orientierung geben. Er setzt auf Themen wie Digitalisierung, Klimakollaps, Demokratieförderung. Zudem gibt es umfassende Angebote in Gesundheit, Sozialwirtschaft und Sprachen für jene Menschen, die noch keine Erfahrungen in der Erwachsenenbildung gemacht haben. Das Potenzial der Weiterbildung und der Angebote der VHS werde oftmals von der Politik unterschätzt und auf den Faktor der Verwertbarkeit für das berufliche Fortkommen reduziert. Dejanovic setzt auf Mitstreiter, die sich mit ihm für die allgemeine Weiterbildung stark machen.  

Das Motto des letzten Jahres, als „100 Jahre Volkshochschule“ gefeiert wurde, lautete „zusammen leben, zusammen halten“ und steht für Vielfalt und Chancengleichheit. Das sei Herausforderung, aber auch Stärke in einer immer diverser werdenden Welt. Gesellschaft müsse wachsen und zusammenwachsen, was immer auch heiße, voneinander zu lernen.  

Was hat sich Dejanovic für 2020 vorgenommen? Der Besuch in den Kommunen des Kreises steht ganz oben. Es gelte, gemeinsam Schnittstellen zu finden, um die Bedarfe der Menschen bestmöglich aufzunehmen und Bildungsprozesse unterstützen zu können. Hier wird Dejanovic kritisch hinterfragen, ob die KVHS auf dem richtigen Weg ist: Sind wir an den richtigen Themen dran, erreichen wir alle Zielgruppen, stimmen die Bildungsformate noch? Bildung müsse gelebt werden: „Schließlich besteht Bildung zu 80 Prozent aus informellem Lernen, 20 Prozent erfolgt über institutionell vermitteltem Lernen,“ sagte Danijel Dejanovic. 

Im Blick auf die Liegenschaften plant man Mitte des Jahres einen Umzug der vom Fachbereich Sprachen genutzten Seminarräume in der Schützenstraße in modernere Räume im Wasserweg. Für die vielen anstehenden Veränderungen brauche die KVHS Hilfe und Unterstützung. „Wir wollen selbst lernen, wir wollen uns verändern und Zukunft aktiv gestalten, um die Bürgerinnen und Bürger im Kreis Groß-Gerau zu begeistern“, sagte Dejanovic.   

Der Kreisausschuss des Kreises Groß-Gerau
Wilhelm-Seipp-Str. 4
64521 Groß-Gerau

06152 989-0
Fax: 06152 989-133
info@kreisgg.de