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Netzwerk Hospiz und Palliativ präsentiert Ausstellung „Suizid“:

Kein Tod wie jeder andere

KREIS GROSS-GERAU – Alle 53 Minuten nimmt sich in Deutschland ein Mensch das Leben, das sind im Jahr etwa 10.000 Menschen – die meisten von ihnen sind Männer. Und jeder Suizid hat Auswirkungen auf sechs bis 20 Personen. Für die Betroffenen ist es wichtig, offen über diesen Tod zu reden. Gegen die Mauer des Schweigens setzt das Netzwerk Hospiz und Palliativ im Kreis Groß-Gerau Information, Trauerbegleitung und konkrete Hilfe. Für dieses Thema soll nun eine Ausstellung im Kreishaus Groß-Gerau sensibilisieren.

Kreisbeigeordneter Walter Astheimer wird die Ausstellung am Montag, 2. Mai, um 18 Uhr im Kreishaus eröffnen. Die Ausstellung ist zu den üblichen Öffnungszeiten des Landratsamts bis zum 15. Mai 2016 zu sehen. Das Netzwerk Hospiz und Palliativ fasst damit wie im vergangenen Jahr ein brisantes Thema an – damals ging es um ärztlich assistierten Suizid. Konzipiert wurde die Wanderausstellung vom  Verein AGUS e.V. in Bayreuth.

Die Ausstellung bietet Informationen für all jene, die sich beruflichen oder ganz persönlichen Gründen mit dem Tabuthema Suizid auseinandersetzen. Die Ausstellungsorganisatoren vor Ort möchten zudem auf die vielen Anlaufstellen im Kreis Groß-Gerau hinweisen, die Hilfe und Trauerbegleitung anbieten.

Nach einem Grußwort des Ersten Kreisbeigeordneten Walter Astheimer wird Dr. Udo Wortelboer, Chefarzt der Asklepios Klinik für Psychische Gesundheit Langen, einen Vortrag halten. Thema: „Fragen, die offen bleiben – ein Suizid ändert alles.“ Im Anschluss stehen die Mitarbeitenden der Hospiz- und Palliativhilfe im Kreis Groß-Gerau für Gespräche zur Verfügung.

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