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Nachhaltig produzierter Kuchen

Betriebsbesichtigung: Landrat bei der Erlenbacher GmbH

Gemeinsam besichtigten sie die Produktionsstätte der Erlenbacher Backwaren GmbH in Groß-Gerau: Geschäftsführer Wolfgang Thul, Bürgermeister Erhard Walther, Vorsitzender Bernhard Neumeister, Landrat Thomas Will und Geschäfts-führer Harald Lochmann (von links). Foto: Kreisverwaltung

KREIS GROSS-GERAU – Die 1973 gegründete Erlenbacher Backwaren GmbH in Groß-Gerau ist der größte deutsche Produzent von tiefgekühlten Kuchen und Sahneprodukten. Kerngeschäft ist zudem der Verkauf der Produkte in den gesamten europäischen Außer-Haus-Markt. Erlenbacher beschäftigt mehr als 600 Mitarbeiter, die jährlich mehr als 23 Millionen Kuchen, Torten und Törtchen für Systemgastronomie, Catering und Fachgroßhandel produzieren - und ist damit einer der größten Arbeitgeber in Groß-Gerau und Umgebung. Von der Firmenzentrale in Groß-Gerau werden über 450 verschiedene Artikel in rund 45 Länder exportiert.

Dieses Unternehmen hat sich Landrat Thomas Will bei seinem jüngsten Betriebsbesuch in der ersten Aprilwoche näher angeschaut. Bei der Besichtigung dabei waren auch Groß-Geraus Bürgermeister Erhard Walther und Margit Kühner von der Wirtschaftsförderung des Kreises Groß-Gerau. Informiert wurden sie von den drei Geschäftsführern Bernhard Neumeister (Vorsitzender), Wolfgang Thul und Harald Lochmann.

Regelmäßig besucht Landrat Thomas Will - der das klare Bekenntnis der Erlenbacher Backwaren GmbH zum Standort Groß-Gerau schätzt - Firmen, um sich zu informieren und von der Kreativität, Innovations- und Wirtschaftskraft der Betriebe im Kreis Groß-Gerau zu überzeugen. Beim Ortstermin im Wasserweg erfuhr der Landrat bei der Besichtigung der Produktion auch, dass die Erlenbacher GmbH viel Wert auf Nachhaltigkeit legt. In der Produktion spielen Nachhaltigkeit und der sparsame Umgang mit Energie eine wichtige Rolle. Als 2011 das Werk in Groß-Gerau erweitert wurde, drehte man genau an diesen Stellschrauben. So konnten der Wasser- und Energieverbrauch erheblich gesenkt werden. Durch umfangreiche Schulungen wurden zudem die Mitarbeiter für das Thema Nachhaltigkeit sensibilisiert. Effekt: Jährlich werden ungefähr 790 Tonnen Kohlendioxid eingespart. Das Nachhaltigkeitsziel lautet, bis zum Jahr 2022 CO2-neutral zu sein. 

In Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Nachhaltige Unternehmensführung (ZNU) der UniversitätWitten/Herdecke arbeitet das Unternehmen seit 2010 an einer gesicherten Zukunft. Seit Dezember 2015 ist Erlenbacher als erster Tiefkühl-Backwarenhersteller nach ZNU-Standard Nachhaltiger Wirtschaften zertifiziert, erfuhren die Gäste auf ihrer Runde durchs Groß-Gerauer Werk.

Seit Oktober 2016 gehört die Erlenbacher Backwaren GmbH zu Froneri, https://de.wikipedia.org/wiki/Fronerieinem Gemeinschaftsunternehmen von Nestlé mit dem britischen Speiseeis-Hersteller R&R Ice Cream. Seit Jahren zählt Erlenbacher zu den TOP 100 der Innovativen Unternehmen. Jüngst wurde das Unternehmen von der Wirtschaftswoche in die Spitzengruppe bei den „Wertvollen Arbeitgebern“ gewählt.

Aktuell lernen dort neun Auszubildende und ein Trainee. 501 Mitarbeiter/innen sind in der Produktion beschäftigt, 118 in Verwaltung, Vertrieb und Organisation, erfuhr die Besuchergruppe weiter. Schwierig sieht es derzeit bei Fachkräften für Lagerlogistik und Lebensmitteltechnik aus. Dort gibt es Ausbildungsbedarf, was auch Erlenbacher spürt.  

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