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Moderne Unternehmenskultur, gute Arbeitsbedingungen:

Kreis erhält INQA-Auszeichnung

Staatssekretärin Leonie Gebers (links) überreichte die INQA-Urkunde an den Ersten Kreisbeigeordneten Walter Astheimer und Yvonne Wiegers von der INQA-Projektgruppe des Kreises Groß-Gerau. Foto: Marco Urban

KREIS GROSS-GERAU – Die Kreisverwaltung Groß-Gerau hat das Audit „Zukunftsfähige Unternehmenskultur“ der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) absolviert und wurde dafür Ende vergangener Woche in Berlin von der zuständigen Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Leonie Gebers, und dem Geschäftsführer der Demografieagentur, Lutz Stratmann, ausgezeichnet. Insgesamt 20 Unternehmen, Verwaltungen und Verbände erhielten diese Urkunde für ihren Einsatz für gute Arbeitsbedingungen.

Staatssekretärin Leonie Gebers sagte bei der Urkundenverleihung: „Attraktive Arbeitsbedingungen sowie eine moderne Unternehmenskultur und Personalpolitik sind heute mehr denn je ein Schlüssel für erfolgreiche Arbeitgeber. Sie sind in Zeiten des technologischen und demografischen Wandels ein wichtiger Motor für die Innovationskraft von Unternehmen, Verwaltungen und Verbänden sowie für die Sicherung der Fachkräftebasis in Deutschland. Insbesondere die Digitalisierung wird völlig neue Anforderungen an Arbeitsorganisation und Führung stellen. Deshalb ist es gut, wenn sich Arbeitgeber gemeinsam mit ihren Beschäftigten aufmachen, um den Wandel der Arbeitswelt erfolgreich zu bewältigen.“

Groß-Geraus Erster Kreisbeigeordneter Walter Astheimer Will dankte allen Prozessbeteiligten, blickte auf die bisherige Arbeit zurück und beschrieb die Ziele von INQA: „Wir wollen uns als attraktiver Arbeitgeber positionieren. Und wir wollen von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wissen, wie sie die Abläufe, das Arbeitsumfeld und die Vorgesetzten wahrnehmen. Durch das INQA-Audit haben wir einen großen Stein ins Rollen gebracht, der die Qualität der Arbeitsplätze und die damit verbundene Attraktivität weiter steigern wird.“

Eine INQA-Projektgruppe im Landratsamt setzt die Arbeit fort und wird die Themenfelder Personalführung, Gesundheit, Wissen & Kompetenz sowie Chancengleichheit & Diversity weiter genau betrachten. „Wichtig ist, dass bei der Umsetzung der Maßnahmen – sei es die leistungsorientierte Bezahlung, Führungswerkstatt, Ausbildungsmarketing, Fortbildungen, Gesundheitsförderung oder Informationsfluss – alle Mitarbeiter/innen mitgenommen werden“, so Astheimer.

Der Kreis Groß-Gerau startete im vergangenen Jahr ins INQA-Audit. Obwohl die Kreisverwaltung nur ein gutes dreiviertel Jahr Zeit hatte für Bestandsaufnahme, Festlegen und Umsetzen der ersten 40 Maßnahmen, hat sie es geschafft. Das Entscheidungsgremium - bestehend aus je einem Vertreter des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, Great Place to Work Deutschland, Demographie Netzwerk e.V. und der Bertelsmann Stiftung - hat dem Kreis daher die INQA-Audit-Auszeichnung zuerkannt.

„Digitale Transformation, Demografie und der Wertewandel führen zu fundamentalen Veränderungen unserer Arbeitswelt. Damit sind große Chancen und Herausforderungen verbunden“, betonte Lutz Stratmann, Geschäftsführer der Demografieagentur. „Mit der Auszeichnung ,Zukunftsfähige Unternehmenskultur‘ stellen wir solche Organisationen heraus, die erfolgreich die Chancen ergreifen und sich für Veränderungsprozesse entschieden haben. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen dabei im Mittelpunkt, um passgenaue, kulturverändernde Maßnahmen gemeinsam zu entwickeln, umzusetzen und dabei von den Sozialpartnern unterstützt werden.“

Der Auditierungsprozess begann mit einer schriftlichen Befragung der Mitarbeitenden und der Geschäftsführung. In einer dann eingerichteten Projektgruppe, in der Beschäftigte und Führungskräfte gleichermaßen vertreten waren, erarbeitete die Kreisverwaltung einen umfassenden Entwicklungsplan. Gemeinschaftlich wurden schließlich die konkreten Maßnahmen in den vier Themenbereichen umgesetzt. Der gesamte Prozess wurde von der Prozessbegleiterin Frauke Spreckels unterstützt.

 

Hintergrund: Audit „Zukunftsfähige Unternehmenskultur“
Das Audit „Zukunftsfähige Unternehmenskultur“ ist ein Angebot der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA). Es wurde in enger Zusammenarbeit von der Bertelsmann Stiftung, dem Institut „Great Place to Work“ sowie dem Demographie-Netzwerk e.V. (ddn) entwickelt und wird nun von der Demografieagentur für die Wirtschaft GmbH als Träger umgesetzt. Das Audit bringt Arbeitgeber und Arbeitnehmer partnerschaftlich an einen Tisch und wird als einziges Programm dieser Art gemeinsam von Arbeitgeberverbänden, Gewerkschaften, Kammern und der Bundesagentur für Arbeit getragen. Darüber hinaus garantiert es von Beginn an in besonderer Weise die Einbeziehung der Beschäftigten: www.inqa-audit.de

Die Initiative Neue Qualität der Arbeit:
Attraktive Arbeitsbedingungen sind heute mehr denn je ein Schlüssel für Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit am Standort Deutschland und bilden die Grundlage für eine erfolgreiche Fachkräftesicherung in Unternehmen und Verwaltungen. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales unterstützt daher mit INQA eine Plattform, auf der sich Verbände und Institutionen der Wirtschaft, Unternehmen, Gewerkschaften, die Bundesagentur für Arbeit, Sozialversicherungsträger, Kammern und Stiftungen gemeinsam mit der Politik für eine neue, nachhaltige Arbeitskultur einsetzen – entlang der Themenfelder Führung, Gesundheit, Wissen & Kompetenz sowie Chancengleichheit & Diversity. Als unabhängiges Netzwerk bietet die Initiative konkrete Beratungs- und Informationsangebote für Betriebe und Verwaltungen sowie vielfältige Austauschmöglichkeiten in zahlreichen - auch regionalen - Unternehmens- und Branchennetzwerken: www.inqa.de.

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