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Mit dem Fahrrad leichter zum Bus

44 Bushaltestellen im Kreis erhalten neue Bike & Ride-Plätze

KREIS GROSS-GERAU – Das Fahrrad wird bereits heute schon viel von Pendlern, die mit dem öffentlichen Personennahverkehr zur Arbeit fahren, „auf der letzten Meile“ genutzt. Wer dabei mit dem Fahrrad zu einem Bahnhof fährt, kann sein Fahrrad meist an einer überdachten Bike & Ride-Anlage anschließen oder in eine abschließbare Fahrradbox stellen. Wer hingegen vom Fahrrad in den Bus „umsteigen“ will, der tut sich schon ein wenig schwerer mit der sicheren Verwahrung des eigenen Drahtesels.

Nicht so im Kreis Groß-Gerau. Hier sieht das neue Radverkehrskonzept des Kreises vor, nicht nur an den Bahnhöfen, sondern auch an den Bushaltestellen sogenannte Bike & Ride-Anlagen einzurichten. In durch den  ÖPNV weniger gut erschlossenen Gebieten sollen damit sichere und komfortable Abstellmöglichkeiten für Fahrräder auch an Bushaltestellen geschaffen und damit der Umstieg auf den ÖPNV erleichtert werden.

Das Ziel ist dabei ein großes: weniger Kraftfahrzeugverkehr und somit auch ein kleiner Beitrag zum Klimaschutz durch die Vergrößerung des Einzugsgebiets von ÖPNV-Haltestellen. Zugleich sollen neue Zielgruppen für den ÖPNV angesprochen werden: Ist das Fahrrad bislang vor allem von Kindern und Jugendlichen für den Schulweg und für die Freizeit genutzt worden, so sollen damit auch Erwerbstätige, die eher zur klassischen Gruppe der Pkw-Nutzer gehören, für die Bewältigung der Fahrt zu Arbeitsplatz angesprochen werden.

Insgesamt 44 Bushaltestellen im Kreis sollen, nicht zuletzt dank großzügiger Fördermittel des Landes, in den nächsten Tagen und Wochen mit sicheren Fahrradabstellplätzen ausgerüstet werden. Die Standortauswahl seitens des Kreises erfolgte v.a. nach den Kriterien Bedarf, Frequentierung und Sicherheit in Abstimmung mit der Lokalen Nahverkehrsgesellschaft. Dabei soll zuerst ein Grundangebot an nicht überdachten Anlagen geschaffen werden. Eine Überprüfung, wie die Anlagen durch die Bevölkerung angenommen werden, ist nach einem Jahr geplant.

Bei den Anlagen handelt es sich dabei um den vom ADFC empfohlenen Fahrradständer BETA der Firma ORION Bausysteme GmbH aus Biebesheim. Aus Gründen des Diebstahlschutzes ist der Fahrradständer dazu geeignet, das Fahrrad mit dem Rahmen und mindestens einem Laufrad anzuschließen. Das an den Fahrradparkern angebrachte Informationsschild soll dazu beitragen, dass sich insbesondere ÖPNV-Kunden angesprochen fühlen, das Fahrrad als Zubringer zu nutzen.

Los mit der „Umrüstung“ ging es am Donnerstag in Nauheim. Dort nahmen Landrat Thomas Will und LNVG-Chef Christian Sommer an der Haltestelle in der Waldstraße die neuen Bike & Ride-Fahrradabstellsysteme persönlich in Augenschein. Sie waren dabei angetan von der robusten und zugleich benutzerfreundlichen Ausführung der Ständer und zeigten sich überzeugt davon, dass diese vielen potenziellen Benutzern den „Umstieg“ erleichtern werden.

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