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Mehrsprachiger Flyer erscheint

Kreis erstellt Wegweiser für Eilanträge nach dem Gewaltschutzgesetz

Ava Hill vom Büro für Frauen und Chancengleichheit zeigt den neuen Flyer des Kreises zum Thema Gewaltschutzgesetz. (Foto: Kreisverwaltung)

KREIS GROSS-GERAU – Mit der freundlichen Unterstützung des Frauenreferats der Stadt Frankfurt am Main hat das Büro für Frauen und Chancengleichheit einen Wegweiser für Eilanträge nach dem Gewaltschutzgesetz im Kreis Groß-Gerau erstellt. Der Flyer steht online in elf Sprachen zur Verfügung: Arabisch, Englisch, Deutsch, Spanisch, Türkisch, Französisch, Griechisch, Farsi, Urdu, Russisch und Leichte Sprache. Der Wegweiser soll Menschen den Ablauf und die Möglichkeiten im Kontext von Eilanträgen nach dem Gewaltschutzgesetz veranschaulichen und den Gewaltschutz so für Betroffene und Fachkräfte erleichtern. Zudem werden Anlauf- und Beratungsstellen im Kreis Groß-Gerau benannt.

Das Gewaltschutzgesetz bietet zivilrechtliche Möglichkeiten zum Schutz vor allen vorsätzlichen und widerrechtlichen Verletzungen des Körpers, der Gesundheit sowie der Freiheit einer anderen Person, gleichgültig, ob die Taten im Rahmen einer häuslichen Gemeinschaft erfolgen oder außerhalb. Auch die psychische Gewalt ist durch das Gewaltschutzgesetz erfasst: ausdrücklich, wenn es um Drohungen
und unzumutbare Belästigungen geht; mittelbar, wenn sie zu psychischen oder körperlichen Gesundheitsschädigungen geführt hat.

Welche Anträge können gestellt werden? Zum Beispiel ein Kontakt- und Näherungsverbot: Es kann beantragt werden, dass der gewalttätigen Person verboten wird, sich der betroffenen Person zu nähern, Orte aufzusuchen, an denen sie sich regelmäßig aufhält, oder Kontakt zu ihr aufzunehmen. Dies bezieht sich auch auf Telefon, SMS, Fax und digitale Medien. Oder eine Wohnungsüberlassung: Es kann beantragt werden, dass die von Gewalt betroffene Person die Wohnung allein bewohnen kann. Dazu wird der Antrag für ein Kontakt- und Näherungsverbot empfohlen. Wenn die gewalttätige Person auch im Mietvertrag steht, kann die gewaltbetroffene Person bei erfolgter Körperverletzung die Wohnung zunächst bis maximal sechs Monate allein nutzen. So bekommt sie Zeit, in Ruhe und Sicherheit ihr weiteres Vorgehen zu klären.

Die Flyer mit weiteren Informationen sind digital verfügbar unter https://t1p.de/flyergewaltschutz. Bestellungen des Flyers sind möglich unter: Kreisausschuss des Kreises Groß-Gerau, Büro für Frauen und Chancengleichheit, Wilhelm-Seipp-Straße 4, 64521 Groß-Gerau; Telefon 06152 989-563, E-Mail bfc@kreisgg.de.

Der Kreisausschuss des Kreises Groß-Gerau
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