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Masterplan für E-Mobilität

Kreis Groß-Gerau erstellt strategisches Konzept für Verkehr der Zukunft

Verkehrswende: Der Kreis Groß-Gerau möchte seinen Fuhrpark komplett auf E-Mobilität umstellen. Etliche Fahrzeuge sind heute bereits im Einsatz. In einem Masterplan sollen dafür konkrete Schritte erarbeitet werden. Bild: Kreisverwaltung

KREIS GROSS-GERAU – Den Verkehrssektor so umzubauen, dass Treibhausgas-Emissionen deutlich reduziert werden, ist für den Kreis Groß-Gerau ein Baustein für eine klimafreundlichere Zukunft. Neuestes Vorhaben: ein Masterplan zur Elektromobilität. „Wir setzen seit Jahren erfolgreich Projekte in den Bereichen Energiewende und neue Mobilität um, seit dem Kreistagsbeschluss zum Klimanotstand im Juni 2020 verstärken wir unsere Anstrengungen auf diesem Gebiet noch“, sagt der Erste Kreisbeigeordnete Walter Astheimer.  

Auch im Heimatkreis des Automobilbauers Opel sind immer mehr elektrisch betriebene Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs. Waren vor zwei Jahren Anfang 2020 im Kreis Groß-Gerau noch 761 rein elektrisch betriebene Autos zugelassen, so kletterte die Zahl binnen zwei Jahre bis heute auf 1963. Zum Vergleich: Die Zahl der zugelassenen Hybrid-Benziner beträgt aktuell 2368 Fahrzeuge. Insgesamt sind zurzeit im Kreis Groß-Gerau rund 207.000 Fahrzeuge zugelassen. „Zwar hat die Kreisverwaltung Groß-Gerau inzwischen mehrere Elektrofahrzeuge als Dienstwagen einschließlich Lademöglichkeiten angeschafft. Es fehlt allerdings ein strategisches Konzept, denn die Vision ist, die Fuhrparkflotte schrittweise komplett auf E-Mobilität umzustellen und sämtliche Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor zu ersetzen“, so Astheimer.  

„Mit einer flächendeckenden kreisweiten Ladeinfrastruktur wollen wir insgesamt den weiteren Ausbau der E-Mobilität weiter vorantreiben“, sagt Astheimer. Das Elektromobilitätskonzept, das zu 80 Prozent vom Bund gefördert wird, ist dafür die Grundlage: So soll untersucht werden, wie ein bedarfsgerechter Aufbau und eine sinnvolle räumliche Verteilung öffentlich und halböffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur im Kreis aussehen könnte. Auch der weitere Ausbau der Elektrifizierung der Fuhrpark-Flotte wird thematisiert. Ebenso der Ausbau der Ladekapazitäten für Mitarbeiter*innen der Kreisverwaltung. Zudem möchte der Kreis die Chancen neuartiger Mobilitätsangebote ausloten (E-Bike/E-Carsharing; Bestell-Verkehre; autonomes Fahren). Für die Erstellung des Konzepts soll ein externes Fachbüro beauftragt werden.  

Das Konzept, darauf weist Astheimer ebenfalls hin, richte sich an verschiedene Zielgruppen – von Kommunen über private Nutzer*innen bis hin zu den Energieversorgern. „Der Masterplan soll Entscheidungsgrundlage und Handlungsleitfaden bei der Errichtung der Infrastruktur und der Umsetzung neuer Mobilitätsformen sein“, betont Umweltdezernent Astheimer.  

Das Konzept besitze für den Kreis Groß-Gerau ein hohe, verkehrs-, klima- und umweltpolitische Relevanz, so Astheimer. E-Mobilität werde (neben Wasserstoff-Technologien) im Rahmen der globalen Verkehrs- und Energiewende zu einem wichtigen Baustein innerhalb des nachhaltigen Verkehrssystems einer Kommune werden. Astheimer: „Ich bin deshalb sehr froh, dass der Bund mit der Förderung unser Ansinnen unterstützt.“   

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