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Margarete Nowak feiert in Rüsselsheim 100. Geburtstag:

Jubilarin empfängt Gäste

Margarete Nowak (links) feierte am Mittwoch in Rüsselsheim ihren 100. Geburtstag. Unter den Gratulanten waren Landrat Thomas Will und Heide Böttler, die in Vertretung von Oberbürgermeister Patrick Burghardt für die Stadt Rüsselsheim gekommen war. Foto: Kreisverwaltung Groß-Gerau

KREIS GROSS-GERAU – Nicht nur die Sonne schien zum Festtag, auch die Jubilarin strahlte übers ganze Gesicht: Margarete Nowak feierte am Mittwoch, 18. Januar, die Vollendung ihres 100. Lebensjahres. Anlässlich des besonderen Geburtstags kamen rund 20 Gäste – Familienmitglieder, alte Bekannte, Heimmitarbeiter und Ehrengäste –  ins „Haus am Ostpark“ in Rüsselsheim, wo Margarete Nowak erst seit rund zwei Monaten lebt. Bis dahin wohnte sie, die ursprünglich aus Schlesien stammt, noch in einem Haus im Rüsselsheimer Masurenweg, berichtete Tochter Monika Engeldrum.

Unter den Gratulanten war auch Landrat Thomas Will, der mit seinen Glückwünschen einen bunten Blumenstrauß und eine Geburtstagskarte überreichte. Er wünschte Margarete Nowak, „dass alles in Erfüllung geht, was Sie sich wünschen“, und tauschte sich am Esstisch mit der Jubilarin - der ihre 100 Jahre kaum  anzumerken waren - und deren Tochter über vergangene Zeiten und die Heimat der Familie aus. Durch die Partnerschaft von Wills Heimatgemeinde Bischofsheim mit Dzierzoniów und des Kreises Groß-Gerau mit Klodzko gab es viele Anknüpfungspunkte.

Margarete Nowak wurde 1917 in Ratibor/Oberschlesien geboren. Sie hatte 13 Geschwister, von denen keines mehr lebt. 1940 heiratete sie, 1941 kam ihre älteste Tochter, Monika, zur Welt. Zwei weitere Töchter folgten. Der Vater und der Ehemann Margarete Nowaks waren Bäcker. So wundert es nicht, dass Backen und Kochen zu den Leidenschaften der Jubilarin gehörten. „Sie hatte eine riesige Rezeptsammlung“, erzählt Monika Engeldrum. Auch das Stricken machte ihrer Mutter Freude. Außerdem hat sie früher gern gesungen und fuhr liebend gern Fahrrad – und das bis ins hohe Alter von 85 Jahren.

Als junge Frau arbeitete Margarete Nowak als Kindermädchen und in einem Pfarrhaushalt. „Da habe ich die Glocken geläutet und hing dann einmal am Seil in der Luft“, erinnert sich Margarete Nowak an lang vergangene Tage.

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs verschlug es Mutter und Tochter über Dresden und Lichtenberg zunächst in den Bayerischen Wald. Margarete Nowaks Ehemann stieß 1946 wieder zur Familie. Er fand schließlich Arbeit bei der Post in Heiligenhaus nahe Düsseldorf. Dorthin zog die Familie später nach.

Als ihr Mann starb, wollte Margarete Nowak in der Nähe von Tochter Monika Engeldrum wohnen, die damals in Flörsheim lebte. So kam die Jubilarin nach Rüsselsheim. 40 Jahre wohnte sie im Masurenweg. Drei Enkelinnen sind ebenfalls im Kreis Groß-Gerau ansässig und haben es nicht weit zur Großmutter.

Insgesamt hat Margarete Nowak fünf Enkelkinder und neun Urenkel. Die komplette Familie will den Ehrentag am Sonntag nochmals gebührend im Familienkreis feiern und sich mit ihr zusammen an viele schöne Begebenheiten aus dem langen Leben der Hundertjährigen erinnern.

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