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„Lüften geht vor Lüfter“

Kreis informiert auf YouTube über Corona-Schutz an Schulen:

KREIS GROSS-GERAU – Regelmäßiges und korrektes Lüften ist nach Überzeugung von Landrat Thomas Will entscheidend, um eine Übertragung durch Aerosole und damit eine Ansteckung mit dem Virus etwa im Klassenraum zu vermeiden – der Kreis Groß-Gerau teilt in dieser Frage die Position des Robert-Koch-Instituts und des Umweltbundesamtes. In einem Informationsclip auf dem youtube-Kanal des Kreises erörtern Fachleute diese Problematik. „Man kann es sich einfach machen und zusammenfassend sagen: Lüften geht vor Lüfter“, betont Landrat Thomas Will in dem Film.

Nur an jenen Schulen, die lärmbelastet seien und zum Beispiel an einer vielbefahrenen Straße liegen, sollen qualitativ hochwertige Luftreinigungsgeräte zum Einsatz kommen. „Der Kreis hat zehn Hochleistungslüfter angeschafft; wo es notwendig ist, setzen wir sie auch ein. Selbstverständlich kümmern wir uns als Schulträger in diesem Falle auch um die Wartung der Geräte“, sagt der Landrat. Alle 20 Minuten die Fenster für ein paar Minuten öffnen – das sei eine effektive und hochwirksame Präventionsmaßnahme.

Zudem stellt der Kreis Geräte den Schulen zur Verfügung, mit denen die CO2-Werte im Klassenzimmer erfasst werden können. Das könnte zudem ein gutes Mittel zur Corona-Prävention sein. Klar ist: Wenn zu viel Kohlendioxid in der Luft ist, dann sind auch viele Aerosole mit dabei, welche die Viren übertragen können. Damit kann das Lehrpersonal die Luftqualität prüfen.

Das Thema „Lüften“ ist nur ein Teil einer weit komplexeren Corona-Strategie, die der Landkreis Groß-Gerau fährt – auch darauf weist Landrat Will im Film hin. „Wir haben mit einer Vielzahl von Regelungen auf die extrem hohen Infektionszahlen im Kreis Groß-Gerau reagiert“, so der Landrat. „So muss an Schulen ab Klasse 5 verpflichtend ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Und ab Klasse 7, ab dem Alter können Kinder alleine zu Hause bleiben, haben wir den Wechsel von Präsenz- und Online-Unterricht verfügt. Das Wechselmodell sorgt dafür, dass sich in den Schulen weniger Schüler*innen gleichzeitig begegnen, die Klassenzimmer und auch die Schulbusse sind weniger beengt“, so Will. „Und bei halber Klassenstärke ändert sich natürlich auch das erforderliche Lüftungsintervall.“  

In dem Film kommen neben Landrat Thomas Will auch Ute Kepper (Gesundheitsamt, zuständig für den Gesundheitsschutz), Dr. Annette Petri (Schulleiterin der Prälat-Diehl-Schule Groß-Gerau) und Michaela Eich (Fachdienstleitung Bau und Technik beim Fachbereich Gebäudemanagement des Kreises) zu Wort.

Der Film ist abrufbar unter: https://www.youtube.com/watch?v=HDSHpvn8Hd4&t=2s

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