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Leitlinien für jeden Ort entstehen

Kommunales Energieeffizienznetzwerk setzt Arbeit fort

In der energetisch sanierten Klein-Gerauer Sporthalle sahen sich die Mitglieder des KEEN-Beirats um. Von links: Erster Kreisbeigeordneter Walter Astheimer, Büttelborns Bürgermeister Marcus Merkel, Stockstadts Bürgermeister Thomas Raschel, Biebesheims Bürgermeister Thomas Schell, Jürgen Schmidt von der Überlandwerk Groß-Gerau GmbH, Marianne Flörsheimer, ehrenamtliche Stadträtin der Stadt Rüsselsheim, Hans-Jürgen Gräff, Infrastruktur & Umwelt Darmstadt, Oliver Kling, HessenEnergie Wiesbaden und Harald Bott, Riedwerke Kreis Groß-Gerau. Foto: Kreisverwaltung

KREIS GROSS-GERAU – Klimaschutz ist ein wichtiges Ziel für den Kreis Groß-Gerau. Die Kommunen sind ihm dabei Partner – gerade auch im „Kommunalen Energieeffizienznetzwerk KEEN Kreis Groß-Gerau“. In diesem Netzwerk - das vom Bundesumweltministerium, der Mainzer Stiftung für Klimaschutz und Energieeffizienz, dem Überlandwerk Groß-Gerau GmbH (ÜWG), den Riedwerken Kreis Groß-Gerau und dem Kreis Groß-Gerau gefördert wird - tauschen sich seit April 2018 sechs Kommunen darüber aus, wie sie Energie sparen können: Biebesheim am Rhein, Büttelborn, Riedstadt, Rüsselsheim am Main, Stockstadt am Rhein und Trebur sind dabei. 

Ziel ist, den Energieverbrauch kommunaler Einrichtungen zu senken. Die Sporthalle Klein-Gerau, die der KEEN-Beirat nach seiner jüngsten Sitzung besichtigte, ist ein gutes Beispiel für die erfolgreiche Netzwerkarbeit. Zu den Projekten zählt auch, Vorschläge und Maßnahmen zum Energiemanagement in den Kommunen zu erarbeiten sowie Schulungen für die Nutzer*innen, z. B. für Hausmeister*innen und das Personal in den Kitas, anzubieten.  

Die Netzwerkarbeit ist auf drei Jahre angelegt. Die Kommunen profitieren währenddessen von einer energiefachlichen Beratung durch HessenEnergie. Netzwerkmanager ist Infrastruktur und Umwelt (I&U). Die jährlichen Energiekosten der sechs Kommunalverwaltungen belaufen sich auf mehr als 5,5 Millionen Euro. Bei der energiefachlichen Beratung wurden erhebliche Einsparpotenziale aufgezeigt und fast 200 Einzelmaßnahmen zur Energieeinsparung identifiziert. Insgesamt wurden Maßnahmen mit einem Invest in Höhe von rund 1,8 Millionen Euro vereinbart. Diesen Kosten stehen jährliche Kosteneinsparungen in Höhe von rund 110.000 Euro gegenüber. Dies entspricht, bezogen auf den aktuellen Verbrauch der Gebäude, einer Energieeinsparung von fast zehn Prozent. 

Erster Kreisbeigeordneter Walter Astheimer zog nach der jüngsten KEEN-Beiratssitzung eine positive Zwischenbilanz: „Die Senkung des Energieverbrauchs in den kommunalen Liegenschaften ist wichtig für mehr Klimaschutz und spart den Kommunen zudem bares Geld. Im Projekt lernen die Kommunen voneinander: kleine von größeren und andersherum. Dabei sind die Unterschiede zwischen den Kommunen genauso wichtig wie die Gemeinsamkeiten.“ 

Aktuell geben die Kommunen dem Netzwerkmanagement und der energietechnischen Beratung Rückmeldung zum Stand der Maßnahmenkataloge. Zudem diskutieren die Netzwerkkommunen einen Entwurf für Energieleitlinien, die im weiteren Projektverlauf für jeden Ort individualisiert werden sollen. Die Kommunen stimmen mit dem I&U ab, ob der Netzwerkmanager vor den kommunalen Gremien unterstützende Vorträge zu den geplanten Leitlinien halten soll. Im Herbst (Oktober/November) sollen erneut Kita-Schulungen stattfinden. 

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