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Landrat Will und Erster Kreisbeigeordneter Astheimer:

„Opel-Entwicklung muss bleiben“

KREIS GROSS-GERAU  –  Meldungen über einen möglichen Teilverkauf des deutschen Entwicklungszentrums des Rüsselsheimer Autobauers Opel durch den neuen Eigentümer PSA haben im Groß-Gerauer Kreishaus Entsetzen und Verärgerung ausgelöst. „Ein Ausverkauf des innovativen Zentrums träfe das Unternehmen tief ins Mark. Und es nimmt vielen hochqualifizierten Ingenieuren die berufliche Perspektive im Kreis Groß-Gerau“, betonen Landrat Thomas Will und Erster Kreisbeigeordneter Walter Astheimer am Donnerstag in einer gemeinsamen Stellungnahme.  

„Wir schließen uns der Kritik von IG Metall und Gesamtbetriebsrat an und verurteilen die jetzt bekannt gewordenen Pläne als Angriff auf die deutsche Mitbestimmung und als Affront gegenüber der Belegschaft“, so Will und Astheimer. Am Dienstagabend waren die Verkaufsüberlegungen von PSA durch einen Zeitungsbericht von Le Monde in Frankreich bekannt geworden. Das Management des krisengeschüttelten Autobauers schließt Medienberichten zufolge offenbar Partnerschaften für den Kernbereich Forschung und Entwicklung mit mehr als 7.000 Mitarbeitern in Rüsselsheim nicht aus. 

„Wir appellieren an den französischen Opel-Eigentümer PSA Peugeot Citroen, die Hinhaltetaktik aufzugeben, endlich Klarheit in dieser Sache zu schaffen und zu erklären, was an dem Verkaufsgerücht dran ist. Mit dieser Informationspolitik wird die Verunsicherung bei den vielen Tausend Opel-Beschäftigten sowie den Zulieferern in der Region weiter geschürt. Das befeuert die Diskussionen um die Zukunft der Automarke weiter“, so Will und Astheimer: „Natürlich machen wir uns in erster Linie Sorgen um die vielen Arbeitsplätze in Rüsselsheim und um die Zukunft des Automobilstandorts Rüsselsheim, der für die wirtschaftliche Entwicklung des Kreises Groß-Gerau extrem wichtig ist.“

 „Die Politik im Kreis Groß-Gerau weiß um die herausragende Bedeutung der Automobilindustrie für die gesamte Region Rhein-Main und Rhein-Neckar und natürlich auch für unseren Kreis Groß-Gerau“, sagte Will, der zugleich auch Schirmherr des Automotive-Clusters RheinMainNeckar ist. Das Cluster wurde im September 2003 vom Kreis Groß-Gerau und der IHK Darmstadt gegründet.

„Die Kreisspitze steht an der Seite der Opel-Belegschaft“, betonten Will und Astheimer. „Alles, was der Kreis tun kann, um die Automobilstandort Rüsselsheim zu stärken, werden wir tun.“ Beide bedauern, dass der Konzern auch nach der PSA-Übernahme nicht zur Ruhe kommt. „Es ist ärgerlich mitanzusehen, dass Opel schon wieder zum Spielball von Spekulationen wird und viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Rüsselsheim um ihre Jobs bangen müssen.“  

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