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Landrat Will: „Schritt überfällig“

Im Kreis Groß-Gerau sind ab Montag alle Schulen und Kitas zu

KREIS GROSS-GERAU – „Dieser Schritt ist überfällig. Nach entsprechenden Beschlüssen in anderen Bundesländern haben die Menschen in Hessen auf dieses Signal gewartet“: Mit diesen Worten hat Landrat Thomas Will am Freitagabend die Entscheidung der Landesregierung kommentiert, wonach ab dem kommenden Montag auch in Hessen einschneidende Maßnahmen gegen die Coronavirus-Ausbreitung wirksam werden. Für den Kreis Groß-Gerau bedeutet das: kein Unterricht an den 45 Schulen im Kreis, auch Kindertagesstätten sowie die Kreisvolkshochschule bleiben bis zum Ende der Osterferien geschlossen.

 

Landrat Will und Gesundheitsdezernent Walter Astheimer haben nach der Sitzung des Verwaltungsstabs die Menschen im Kreis zu Solidarität und Besonnenheit aufgerufen. Und zugleich Unterstützung in Aussicht gestellt: „Wir werden uns um Alleinerziehende und um jene Eltern kümmern, die eine notwendige Betreuung nicht bewerkstelligen können“, versprachen sie. „Wir stehen in engem Kontakt mit den Bürgermeistern in den 14 Städten und Gemeinden und werden ab Montag damit beginnen, Notfallpläne umzusetzen.“ Es sei vor allem geboten, die Betreuungssituation für jene Eltern sicherzustellen, die in gesellschaftlich wichtigen Berufsfeldern wie Medizin, Pflege, Polizei, Rettungsdienst, THW tätig seien.

 

Will und Astheimer appellierten zudem an die Arbeitgeber, großzügig gegenüber den Eltern zu agieren. „Wir selbst werden das Nötige tun, um zu unkonventionellen Lösungen zu kommen. Die neue Situation fordert uns alle.“ Will und Astheimer betonten, dass die Bekämpfung des Virus alle vor große Herausforderungen stelle und viele Einschränkungen im Alltag und sozialen Leben notwendig mache. Oberstes Ziel müsse sein, die Ausbreitung von Coronavirus-Infektionen einzudämmen, damit – gerade auch die besonders gefährdeten –  Menschen zu schützen und das Gesundheitssystem besser auf mögliche extreme Belastungen vorbereiten zu können. „Wir müssen, ohne in Hysterie und Panik zu verfallen, die aktuelle Lage sehr ernst nehmen. Um uns und andere im Kreis Groß-Gerau bestmöglich zu schützen, müssen wir in diesen schwierigen Zeiten Zusammenhalt und Solidarität leben. Jeder Einzelne ist dabei gefragt. Die Gesundheit von uns allen geht vor.“

 

Darüber hinaus riefen Will und Astheimer die Menschen im Kreis auf, von nicht zwingend notwendigen Besuchen in der Kreisverwaltung in Groß-Gerau abzusehen. „Wer aus einem vom Robert-Koch-Institut klassifizierten Risikogebiet kommt, sollte auf den Behördengang ganz verzichten.“ Natürlich stehen den Menschen die Dienstleistungen der Kreisverwaltung in vollem Umfang zur Verfügung. „Wir bitten aufgrund der zunehmenden Gefahr der Ansteckung mit dem Coronavirus darum, abzuwägen, ob ein persönliches Erscheinen im Kreishaus zwingend notwendig ist. Wenn es möglich ist, sollen die Anliegen auf telefonischem oder per Mail-Verkehr erledigt werden“, sagten sie.

 
 

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