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Landrat stellt Wegweiser „Gesund im Kreis Groß-Gerau“ vor:

Mehrsprachige medizinische Hilfe

Praktische Hilfe: Landrat Thomas Will und Kirstin Keßler vom Büro für Integration stellten nun die neue Broschüre „Gesund im Kreis Groß-Gerau“ vor.

KREIS GROSS-GERAU – Wie verhalte ich mich bei einem medizinischen Notfall? Wer übernimmt die Kosten für eine ärztliche Behandlung? Gibt es im Kreis einen Allgemeinmediziner, der Farsi spricht? Oder einen Augenarzt mit Kenntnissen in Bosnisch oder Russisch? Antworten auf diese und ähnliche Fragen gibt eine neue Broschüre des Kreises Groß-Gerau, die Landrat Thomas Will präsentierte. Der Titel: „Gesund im Kreis Groß-Gerau. Medizinische Hilfe in meiner Sprache.“

„Der Wegweiser soll dazu beitragen, dass sich alle Menschen im Kreis Groß-Gerau zu Hause und gut versorgt fühlen“, sagte Landrat Thomas Will. Die Broschüre helfe vor allem Menschen, die die deutsche Sprache nicht so gut beherrschen, sich im deutschen Gesundheitssystem und in der medizinischen Versorgung im Landkreis Groß-Gerau zurechtzufinden. Das Büro für Frauen und Chancengleichheit sowie das Büro für Integration des Kreises Groß-Gerau haben die Broschüre zusammengestellt.  „So eine praktische Hilfe hat im Kreis noch gefehlt“, freute sich der Landrat.

Auf rund 90 Seiten findet sich viel Wissenswertes rund um die medizinische Versorgung im Kreis Groß-Gerau. Die Adressen von ärztlichem und psychotherapeutischem Fachpersonal, das neben Deutsch noch weitere Sprachen spricht, sind dabei übersichtlich nach Städten und Gemeinden des Kreises sowie nach Fachgebieten sortiert. Adressen von Kliniken und Beratungsstellen, die barrierefreien Zugang bieten, sind in dem Wegweiser ebenso enthalten. Hier finden sich aber auch Informationen, was zum Beispiel Menschen ohne Aufenthaltspapiere beachten müssen, wenn sie ärztliche Hilfe benötigen. Gebärdensprache, Schweigepflicht, weiterführende Informationen – viele Themen werden behandelt.

„Bestmögliche Verständigung ist gerade in einem so sensiblen Bereich wie der medizinischen Betreuung sehr wichtig“, sagte Landrat Will. „Der Abbau von Barrieren ist die Basis dafür, dass Verständnis und Vertrauen wachsen können.“  Der Kreis Groß-Gerau sei ohnehin ein international ausgerichteter Kreis. Menschen aus mehr als 100 Ländern lebten friedlich zusammen, das sei gute Tradition in einer Region, die schon seit jeher Menschen ganz unterschiedlicher Herkunft zusammen geführt hat, so der Landrat.

Bei der Broschüre „Gesund im Kreis Groß-Gerau - Medizinische Hilfe in meiner Sprache“ handelt es sich um eine Online-Broschüre, welche unter www.kreisgg.de/gesund_im_kreis abrufbar ist und in regelmäßigen Abständen aktualisiert wird. Ansichtsexemplare der Broschüre sowie mit QR-Code und Shortlink versehene Informationspostkarten zur Mitnahme liegen im Kreishaus Groß-Gerau, bei Arztpraxen und verschiedenen sozialen Beratungsstellen und Einrichtungen des Kreises, bei Kommunen sowie in der Kreisklinik und dem Klinikum Rüsselsheim aus. Für Einrichtungen besteht die Möglichkeit die Informationspostkarten, sowie Exemplare der limitiert aufgelegten Broschüre (so lange der Vorrat reicht), kostenfrei im Büro für Frauen- und Chancengleichheit und dem Büro für Integration zu bestellen.

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