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Landrat ruft zur Teilnahme an Kampagne Fairtrade-Towns auf:

Infos für Einsteiger

Informationen aus erster Hand: Bei der Fairtrade-Towns-Veranstaltungen im Kreishaus sprachen (von links): Stefan Leimbach (Fairtrade-Koordinator Kreis Groß-Gerau), Landrat Thomas Will, Christina Berthold (Koordinatorin bei Engagement Global), Maria Tech (EPN), Carsten Elkmann (TransFair), Marta Wachowiak (Koordinatorin Kommunale Entwicklungspolitik des Kreises Groß-Gerau). Nicht im Bild: Katja Voss (Entwicklungspolitisches Landesnetzwerk Rheinlad-Pfalz).

KREIS GROSS-GERAU – Wie bewerbe ich mich um den Titel Fairtrade-Town? Für welche Aufgaben ist eine Steuerungsgruppe zuständig? Was hat fairer Handel mit der Politik vor Ort zu tun? Solche und ähnliche Fragen beschäftigten die Teilnehmenden der Informationsveranstaltung, zu der der Kreis Groß-Gerau jüngst Vertreterinnen und Vertreter interessierter Kommunen in das Kreishaus eingeladen hatte. „Wir möchten die Hemmschwelle zur Teilnahme an der Kampagne senken“, sagte Stefan Leimbach, Projektkoordinator Fairer Handel Kreis Groß-Gerau.   

Rund 20 Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen in Hessen und Rheinland-Pfalz, vier davon aus dem Kreis Groß-Gerau, diskutierten mit Fachleuten von TransFair, Engagement Global und dem Entwicklungspolitischen Netzwerk EPN Hessen Ziele der Kampagne Fairtrade-Towns. Und bekamen dabei sehr konkreten Anschauungsunterricht: Schließlich ist der Kreis Groß-Gerau seit 2015 offizieller Fairtrade-Kreis und damit Teil des Netzwerks von mehr als 2200 Fairtrade-Kommunen in rund 26 Ländern.  

„Wir fördern gezielt den fairen Handel auf kommunaler Ebene, und das nicht nur, indem wir fair gehandelten Kaffee bei unseren politischen Gremiensitzungen ausschenken“, sagte Landrat Thomas Will. „Damit trägt der Kreis zu besseren Handelsbedingungen und zur Sicherung sozialer Rechte für benachteiligte Produzentinnen und Produzenten bei“, so der Landrat. Das Thema Fairer Handel bewegt die Menschen. „Immer mehr Menschen wollen wissen, unter welchen Bedingungen Produkte erzeugt werden“, sagte auch Marta Wachowiak, die Koordinatorin Kommunale Entwicklungspolitik des Kreises Groß-Gerau.

Christina Berthold, Koordinatorin bei Engagement Global stellte das Projekt „Rhein.Main.Fair“ vor – die Region Rhein-Main möchte als faire Metropolregion ausgezeichnet werden. In der Metropolregion Frankfurt Rhein-Main lebt mehr als die Hälfte der Bevölkerung bereits in Fairtrade-Städten, Gemeinden und Kreisen. Carsten Elkmann (TransFair) berichtete im Anschluss über die in Deutschland von dem Verein „TransFair“ initiierten Kampagne „Fairtrade-Towns“. Unterschiedliche Kriterien müssen erfüllt werden, um diese Auszeichnung zu bekommen.  

Katja Voss (Entwicklungspolitisches Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz) und Maria Tech (Entwicklungspolitisches Netzwerk EPN Hessen, Fachpromoterin für Fairen Handel und nachhaltige Beschaffung) sprachen über die vielfältigen Angebote und Unterstützungs- und Qualifizierungsleistungen für entwicklungspolitisch Engagierte, die es mittlerweile gibt. Und die gerne abgerufen werden: „Die Netzwerke sind uns gerade bei Veranstaltungen zum Thema Fairtrade eine große Hilfe“, sagt Stefan Leimbach. Informationen dazu sind gefragt. „Wir werden die Workshops für Interessierte aus den Kommunen bestimmt wiederholen“, sagt Leimbach. 

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