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Kreisverwaltung informiert über Schulkindbetreuung:

Unterstützung auf mehreren Ebenen

KREIS GROSS-GERAU  – Die Diskussion in der jüngsten Sitzung der Nauheimer Gemeindevertretung über die Schulkindbetreuung an der Grundschule in Nauheim veranlasst die Kreisverwaltung, über die unterschiedlichen Angebote zu informieren. Zu unterscheiden ist laut Ute Imig-Wittekind, der Fachbereichsleiterin für Bildung und Schule, zwischen Hort- und Schulkindbetreuungsangeboten in Form von Tageseinrichtungen für Kinder und Betreuungsangeboten ohne Betriebserlaubnis am Ort der Schule. Beide Strukturen existieren parallel zueinander.

Betreuungsangebote an Grundschulen sollen einen verlässlichen Rahmen bieten, damit in Zeiten zunehmender Berufstätigkeit von Frauen und Männern die Kinder auch vor und/oder nach den verbindlichen Schulzeiten an den Schulen bleiben können. Zum Unterricht nach der Stundentafel kommt das Betreuungsangebot.

Hortbetreuung lässt sich bildhaft als „Kita für Grundschulkinder“ beschreiben. Der Hort ist eine Tageseinrichtung für Kinder im schulpflichtigen Alter. Träger ist in aller Regel die Kommune, der Kreis als Jugendhilfeträger hat die Aufsicht über die Umsetzung und Einhaltung der gesetzlichen Grundlagen, die im SGB VIII geregelt sind. Dieses Modell wird bisher in Nauheim umgesetzt.

An der Nauheimer Grundschule kann noch ein anderes Modell greifen – und zwar so lange, bis sie nach Fertigstellung des geplanten Schulneubaus in zwei bis drei Jahren zur Ganztagsschule wird: Eine Schulkindbetreuung ohne Betriebserlaubnis, gemäß dem Hessischen Schulgesetz, ermöglicht der Kreis als Schulträger den Schulen und Kommunen, erläutert Landrat Thomas Will. Und zwar unabhängig davon, ob weniger oder mehr als 15 Stunden pro Woche Betreuung angeboten werden. Zum Beispiel habe die Stadt Rüsselsheim seit den neunziger Jahren Betreuungsschulen bis 16.30 Uhr an Grundschulen betrieben, und dies immer ohne Betriebserlaubnis, so der Landrat. Spätestens seit dem vom Land initiierten „Pakt für den Nachmittag“ sei die Diskussion über Betriebserlaubnisse entschieden, denn der Pakt kann in der Woche weit über 15 Stunden hinausgehen.

Über die Einrichtung von Betreuungsangeboten entscheidet der Schulträger, heißt es in einem Erlass des Hessischen Kultusministeriums vom Sommer 2012 zum Thema Betreuungsangebote an Grundschulen. Träger der Betreuungsangebote können der Schulträger, die Standortgemeinden, Elternvereine oder andere rechtsfähige Vereinigungen sein. Der Träger des Betreuungsangebots stellt das geeignete Personal ein; in Nauheim ist ein privater Träger für das Betreuungsangebot im Gespräch.

Die Qualifizierungs- und Fortbildungsangebote des Schulträgers stehen den Beschäftigten der Schulkindbetreuungen der unterschiedlichen Träger offen. Außerdem hilft der Kreis bei Bedarf bei der Beschaffung der nötigen Räume für die Schulkindbetreuung, was angesichts der steigenden Nachfrage nicht immer einfach ist.

Fürs kommende Schuljahr ist die Betreuung aber an allen Grundschulen in den übrigen Kreiskommunen geregelt, betont Thomas Will. Auch in Nauheim sorgt der Kreis Groß-Gerau mit Hilfe von Containern, die zum Teil in Tschechien extra angefertigt werden,  für ausreichend Raum während der Übergangszeit bis zur Einweihung der neuen Ganztagsschule.

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