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Kreisgesundheitskonferenz sammelt Ideen:

Austausch zu „Gesund älter werden“

Zu Beginn der Kreisgesundheitskonferenz kamen die Hauptakteure zusammen. Von links: Ute Kepper, stellvertretende Leiterin des Fachbereichs Gesundheit und Verbraucherschutz, Dr. Stefan Haas, Chefarzt der Geriatrie am GPR-Klinikum Rüsselsheim, Jonathan Sandner von der Hessischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung, Dr. Eckardt Stein, Zweiter Vorsitzender des Sportkreises Groß-Gerau, Erster Kreisbeigeordneter Walter Astheimer und Ulrike Cramer, Fachbereichsleiterin Soziale Sicherung. Foto: Kreisverwaltung

KREIS GROSS-GERAU – „Gesund älter werden!“ lautete der Titel der Kreisgesundheitskonferenz am 31. Oktober im Groß-Gerauer Landratsamt. Organisiert hatten die Veranstaltung die Fachbereiche Soziale Sicherung sowie Gesundheit und Verbraucherschutz der Kreisverwaltung. Erster Kreisbeigeordneter Walter Astheimer begrüßte die rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Georg-Büchner-Saal mit den Worten:  „Gesundheit ist laut Weltgesundheitsorganisation WHO nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen, sondern ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens“. Gerade bei älteren Menschen habe sich die körperliche Gesundheit aber in den vergangenen Jahren nicht nachhaltig verbessert, zitierte Walter Astheimer aus dem jüngsten Europäischen Gesundheitsbericht der WHO. 

Darum richtet der Kreis Groß-Gerau sein Augenmerk immer wieder speziell auf die älteren Menschen, und zwar mit einem ganzheitlichen, präventiven Blick. Er hat in seinen seniorenpolitischen Leitlinien wichtige Punkte festgeschrieben: zum Beispiel Beratung und Information; Wohnen, Pflege und Betreuung; Mobilität - und eben auch die Gesundheitsförderung: um Erkrankungen vorzubeugen und um Verschlechterungen bereits bestehender Erkrankungen zu verhindern.  

Dies zeigt sich zum Beispiel beim Einsatz des Kreises Groß-Gerau bei der Aktion „In Balance – gesund und aktiv im Alter“, die seit dem Frühjahr 2018 die kreisweiten Aktionen von Vereinen und anderen Gesundheitssportanbietern zur Gesundheitsförderung in einem Programm bündelte. Den Abschluss der kreisweiten Aktion - an der Sportvereine und der Sportkreis Groß-Gerau einen großen Anteil hatten - bildete nun die Kreisgesundheitskonferenz, die von den Fachbereichsleiterinnen Ulrike Cramer (Soziale Sicherung) und Ute Kepper (stellvertretende Leiterin Gesundheit und Verbraucherschutz) moderiert wurde. Sie machten ebenso wie der Erste Kreisbeigeordnete deutlich: „Der Kreis ist sich seiner Verantwortung bei diesem Thema bewusst.“  

Die einführenden Vorträge hielten Jonathan Sandner (HAGE – Hessische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung) und Dr. Stefan Haas (Chefarzt der Geriatrie am GPR-Klinikum Rüsselsheim). Jonathan Sandner legte dar, was Gesundheit bedeutet („Gesundheit trägt zur Teilhabe bei“), und betonte: Gesundheit kann nicht nur von Einzelnen gestaltet werden, sondern auch von kommunalen Akteuren. Wichtig dafür, präventive Angebote vorhalten zu können, sind funktionierende Netzwerke. Was dies angeht, so ist der Kreis Groß-Gerau wahrlich „keine Diaspora“, sagte Ulrike Cramer.

Dr. Stefan Haas, der eine ausführliche Datenbasis zum Thema lieferte, zitierte zu Beginn seines Vortrags Friedrich Nietzsche: „Gesundheit ist dasjenige Maß an Krankheit, das es mir noch erlaubt, meinen wesentlichen Beschäftigungen nachzugehen.“ Nicht nur dieser Satz bei der Gesundheitskonferenz bot Anlass zum weiteren Nachdenken.  

Im zweiten Teil der Konferenz beschäftigten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in drei Workshops mit folgenden Themen: Gesundheit braucht Strukturen – medizinische ambulante Versorgungsstrukturen älterer Menschen im Kreis Groß-Gerau; Prävention, Selbsthilfe, Mobilität – ein Kreis bietet individuelle Lösungen; Bewegung und Sport im Alter – was kann verbessert werden? Den letztgenannten Workshop organisierte der Sportkreis Groß-Gerau. Am Ende stellten die Gruppen ihre Ergebnisse vor, die nun in einer Dokumentation zusammengefasst werden. 

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