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Kreis stärkt die Vielfalt

Internationaler Tag gegen Homofeindlichkeit

Landrat Thomas Will eröffnete am vergangenen Freitag die Ausstellung „Ach, so ist das?!“. Anschließend hisste er mit Kolleginnen und Kollegen der Kreisverwaltung die Regenbogenflaggen. Beides geschah anlässlich des Internationalen Tags gegen Homo-, Bi-, Inter-Trans- und Asexuellenfeindlichkeit. Foto: Kreisverwaltung

KREIS GROSS-GERAU – Drei Regenbogenfahnen wehen derzeit vor dem Groß-Gerauer Landratsamt. Gehisst wurden sie am vergangenen Freitag, 17. Mai, mit vereinten Kräften von Landrat Thomas Will, Beschäftigten der Kreisverwaltung sowie der Fachstelle queerformat von pro familia. Anlass für die Aktion war der Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter-Trans- und Asexuellenfeindlichkeit (IDAHOBITA). Das Büro für Integration und das Büro für Frauen und Chancengleichheit der Kreisverwaltung wollen damit unter dem Dach des Netzwerks gegen Rechtsextremismus und Rassismus einen Beitrag zum Internationalen Tag leisten und die Vielfalt im Landkreis würdigen und stärken. Seit 2005 wird der Gedenktag IDAHOBITA am 17. Mai begangen.  

Zum Programm am Freitag gehörte zudem die Eröffnung der Ausstellung „Ach, so ist das?!“ mit Comics von Martina Schradi. Die Comics zeichnen Biografien queerer Menschen nach, die sich mit einem LSBTIQ*-Leben identifizieren oder -Hintergrund und -Erfahrung haben. Die Schautafeln sind bis 6. Juni im Foyer des Landratsamts zu sehen.  

Bei der Eröffnung sagte Landrat Will, dass es ihm heute kaum vorstellbar sei, „dass der Paragraph 175 des deutschen Strafgesetzbuchs – die sogenannte ,Unzucht zwischen Männern‘ – tatsächlich noch bis zum Jahr 1994 existiert hat“. Aber auch wenn sich vieles mittlerweile geändert habe, so müsse weiter gegen Ausgrenzung und Diskriminierung eingetreten werden: „Das tut der Kreis, zum Beispiel gerade jetzt mit dieser Ausstellung“, die den Betrachtern auf lockere Art schwierige Themen näherbringt – sei es das Coming Out oder das Finden der eigenen sexuellen Identität.

Auch Matthias Roth von der Fachstelle queerformat sprach ein paar Worte zur Ausstellung und zum noch recht neuen Beratungsangebot bei pro familia: „Es ist wichtig, dass Betroffene jetzt auch eine Anlaufstelle im Kreis für ihre Fragen haben.“   

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