Nachrichten_Einzelansicht

„Kreis Kompass“ hilft bei Orientierung im Kreis Groß-Gerau:

Alltagshilfe in leichter Sprache

Gut ankommen im Kreis Groß-Gerau: Landrat Thomas Will (rechts) hat den Kreis Kompass vorgestellt. Mit auf dem Bild (von links) Nilüfer Kuş, die Leiterin des Integrationsbüros des Kreises Groß-Gerau sowie WIR-Koordinatorin Patrizia Frank (Landesprogramm „WIR“ des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration).

KREIS GROSS-GERAU  – Wer aus einem anderen Land kommt, die Sprache wenig beherrscht, fühlt sich beim Gang durch den deutschen Behördendschungel schnell allein gelassen: Wohnung suchen und anmelden, Aufenthaltstitel beantragen, Deutschkurs buchen – bei diesen und ähnlichen Fragen sorgt der „Kreis Kompass“ des Kreises Groß-Gerau nun für Orientierung. 

Das Büro für Integration des Kreises Groß-Gerau hat nun eine erste Orientierungshilfe entwickelt, um das Ankommen im neuen Lebensumfeld zu erleichtern. Bei dem „Kreis Kompass“ mit 14 Kapiteln handelt es sich um eine Informationsbroschüre, welche in leichter Sprache geschrieben ist. „Wir möchten mit diesem Heft möglichst viele Menschen erreichen und ihnen das Ankommen im Kreis Groß-Gerau so einfach wie möglich machen“, betont Landrat Thomas Will. „Leichte Sprache mit einfachen Wörtern und kurzen Sätzen, vielen Erklärungen und dem Verzicht auf Fremdwörter können viele gut verstehen.“  

Das Heft richtet sich nicht nur an Zugezogene aus dem Ausland – auch Menschen, die aus anderen Regionen Deutschlands in den Kreis kommen, erfahren bei der Lektüre viel Wissenswertes.  Durch das Schreiben in leichter Sprache bietet der „Kreis Kompass“ vielen Menschen die Möglichkeit die Informationen zu verstehen.  Auch für Personen mit Lese- und Schreibschwäche, Menschen mit einer Behinderung oder Menschen, die die deutsche Sprache neu erlernen ist ein Verstehen der Broschüre gewährleistet. Um den deutschlernenden Menschen behilflich zu sein sind viele Wörter nicht nur erklärt, sondern auch deren Aussprache aufgezeigt. So wird beispielsweise die Abkürzung „Kfz“ als „Ka eff zett“ dargestellt.

In der Broschüre finden sich nicht nur Anlaufstellen für Behördengänge oder Kurse, sondern auch Erklärungen und Informationen über strukturelle und kulturelle Gegebenheiten. Der „Kreis Kompass“ erklärt, wie und bei welcher Behörde man zum Beispiel einen Wohnsitz anmeldet. Anschließend wird das Wohnen selbst zum Thema: Wie findet man eine Wohnung? Wie wird ein Mietvertrag abgeschlossen?  Und: Wie wird die Mülltrennung gehandhabt?

Sprachkurs, Kita-Plätze, Informatives rund um die Themen Arbeit und Ausbildung, Beratung für Familien, Gesundheit, Bus und Bahn, Finanzen und Versicherungen, Bürgerbeteiligung, Freizeitgestaltung und spezielle Informationen für Geflüchtete sind weitere Inhalte der Broschüre. Zudem sind Adressen von Ärzten, Behörden und anderen wichtigen Institutionen sowie Worterklärungen abgedruckt. „Wir sehen den „Kreis Kompass“ als  besonderen Service für die Zugewanderten. Die Broschüre kann natürlich auch Haupt- und Ehrenamtlichen sowie allen Multiplikatorinnen und Multiplikatoren eine wertvolle Unterstützung in der täglichen Arbeit sein“, betont Nilüfer Kuş, die Leiterin des Integrationsbüros des Kreises Groß-Gerau.

Der „Kreis Kompass“ ist ein Projekt der WIR Koordinatorin Patrizia Frank, deren Stelle im Büro für Integration des Kreises Groß-Gerau angesiedelt ist. „Natürlich erheben die enthaltenen Informationen keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Trotzdem versuchen wir, den „Kreis Kompass“ in regelmäßigen Abständen zu aktualisieren, damit  die Bürgerinnen und Bürger immer auf dem neuesten Stand sind“, sagt Patrizia Frank. 

Der Kreis Kompass ist als Webversion auf der Kreis-Homepage unter www.kreisgg.de/kreiskompass zum Downloaden und Ausdrucken zu finden.

Bei Fragen und Anregungen können sich Interessierte an das Büro für Integration des Kreises Groß-Gerau unter bfi@kreisgg.de wenden.  

Der Kreisausschuss des Kreises Groß-Gerau
Wilhelm-Seipp-Str. 4
64521 Groß-Gerau

06152 989-0
Fax: 06152 989-133
info@kreisgg.de