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Kreis informiert über Amnestie bei illegalem Waffenbesitz:

Keine Strafe bei rechtzeitiger Abgabe

KREIS GROSS-GERAU – Die Bundesregierung will die Zahl der illegalen Waffen und Munition reduzieren. Aus diesem Grund hat sie das Waffengesetz novelliert. Die Änderungen sind am 7. Juli 2017 in Kraft getreten: Ein Jahr lang, also bis zum 1. Juli 2018, können Besitzer unerlaubte Waffen oder unerlaubte Munition straffrei bei Behörden und Polizei abgeben. Darüber informiert jetzt die Waffenbehörde im Landratsamt Groß-Gerau, die für den Kreis Groß-Gerau zuständig ist.

Für einen wirksamen Strafverzicht muss der Besitzer die Waffe oder Munition bei der Waffenbehörde des Landratsamts Groß-Gerau (Telefon 06152 989-263 oder 06152 989-375) oder bei den Polizeistationen im Kreis Groß-Gerau (Bischofsheim:  Telefon 06144 96660; Gernsheim: 06258 93430; Groß-Gerau: 06152 1750; Kelsterbach: 06107 71980; Mörfelden-Walldorf: 06105 40060; Rüsselsheim: 06142 6960) abgeben – möglichst nach vorheriger Terminvereinbarung. Wer die Waffe im Auto zur Polizei transportiert, muss darauf achten, dass sie nicht zugriffsbereit gelagert ist – zum Beispiel im Kofferraum. 

Die Kreisverwaltung sichert eine unbürokratische Abwicklung zu. So müssen die Waffenbesitzer keine Verwaltungsgebühr zahlen. Die Abgabe und auch die spätere Vernichtung der Waffe sind für den Besitzer kostenlos. Von dem Strafverzicht sollen auch jene profitieren, die auf legale Weise, zum Beispiel infolge eines Erbfalles oder Fundes, unerlaubt in den Besitz einer Waffe oder von Munition gelangt sind.

Transport von Waffen und Munition ist mit Gefahren verbunden – darauf weist die Waffenbehörde hin. Schusswaffen sind aus diesem Grund möglichst entladen zu transportieren. Munition oder Magazine sollten entnommen werden. Hieb-, Stoß- und Stichwaffen sind in geeigneter Weise zu verstauen bzw. zu verpacken. Nach der Neufassung des Waffengesetzes sind nun auch die folgenden Geschosse verboten: Patronenmunition mit Geschossen, die eine Leuchtspur-, Brand- oder Sprengsatz oder einen Hartkern enthalten.  Auch diese Geschosse, deren Besitz von nun an verboten ist, können im Rahmen der Amnestieregelung abgegeben werden. Davon ausgenommen ist pyrotechnische Munition, die bestimmungsgemäß zur Signalgebung bei der Gefahrenabwehr benutzt wird. Die Waffenbehörde weist darauf hin, dass der Besitz von Munition, die unter das Kriegswaffenkontrollgesetz fällt, weiterhin strafbar bleibt und angezeigt werden muss und nicht unter das Amnestiegesetz fällt. Im Zweifel empfiehlt der Kreis, die Sachlage mit der Waffenbehörde zu klären.  

Der Kreisausschuss des Kreises Groß-Gerau
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