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Konzentration auf gemeinsame Ziele

Netzwerk Hospiz und Palliativ im Kreis schmiedet Pläne

KREIS GROSS-GERAU - Die Mitglieder des Hospiz- und Palliativnetzwerks im Kreis Groß-Gerau haben sich nach längerer Corona-bedingter Unterbrechung wieder einmal in Präsenz im Groß-Gerauer Landratsamt getroffen. Bei der Sitzung am 13. Juni ging es nicht nur darum, neue Netzwerksprecher zu wählen; Cornelia Sengling und Marcus Geist wurden dabei in ihren Funktionen bestätigt. Zudem begrüßte die Runde ein neues Mitglied im Netzwerk: den Verein Weiterleben (Darmstadt, mit Außenstelle Groß-Gerau), vertreten durch die Diplom-Sozialpädagogin und Trauerbegleiterin Sonja Braun-Resch.

Hauptpunkt der Tagesordnung war ein Workshop zur Weiterentwicklung des Netzwerks, den der Supervisor und Psychologe Jan Gramm vom Institut für Palliativpsychologie in Friedberg leitete. Intensiv und offen arbeiteten die Teilnehmer*innen daran, welche Funktionen und Wirkungen ihre Arbeit nach innen und außen künftig haben soll und wie Kommunikation und Informationsfluss noch verbessert werden können.

Zunächst analysierten sie, was sich in den vergangenen (Corona-)Jahren verändert hat. Grundsätzlich ist die Bedeutung der Hospizarbeit gewachsen und hat sich professionalisiert. Stolpersteine und Lücken zeigten sich vor allem während der Corona-Pandemie. Zum Beispiel ist die Arbeit anonymer geworden, Kontakte wurden unverbindlicher und unregelmäßiger. Es gab weniger Hospizbegleitungen, der Beratungsbedarf stieg hingegen. Auch über die Rolle der seit rund einem Jahr bestehenden Hospizstiftung GG - die zum Ziel hat, ein stationäres Hospiz im Kreis Groß-Gerau zu schaffen - wurde gesprochen.

Am Ende waren sich die Teilnehmenden einig, dass sie die Zusammenarbeit im Netzwerk intensivieren wollen, um die Aufträge „Patientenversorgung“ und „Kompetenzen gemeinsam stärken“ noch besser erfüllen zu können. Die Hospizstiftung, so der Wunsch, soll Mitglied des Netzwerks werden und künftig einen eigenen Vertreter/eine Vertreterin in die Runde schicken. Bei der nächsten Netzwerksitzung Mitte September soll sich die Stiftung vorstellen.

Weitere Ziele sind, die inhaltliche Fortbildung der Mitglieder im Netzwerk zu verstärken und wieder an Gesundheits- bzw. Hospiztagen teilzunehmen. Auch arbeitet man daran, eine - vom Bund geförderte - halbe hauptamtliche Stelle für eine*n Koordinator*in fürs Netzwerk zu schaffen.

 

Hintergrund:

Das Hospiz- und Palliativ-Netzwerk im Kreis Groß-Gerau besteht seit mehr als 10 Jahren. 21 Mitgliedsorganisationen verfolgen das Ziel, schwerstkranke und sterbenden Menschen und ihre Familien und Nahestehenden in dieser Situation zu begleiten und das Sterben als einen Teil des Lebens zu begreifen.

Unterstützt wird das Netzwerk dabei von der Kreisverwaltung Groß-Gerau. Die Wichtigkeit der Arbeit des Netzwerks unterstrich Landrat Thomas Will mit der Unterzeichnung der Charta für Schwerstkranke und sterbende Menschen in diesem Jahr.

Weiteres Infos im Internet auf https://www.kreisgg.de/familie/senioren/beratung-und-information/sterbebegleitung-und-hospizgruppen/.

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