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Kommunales Jobcenter lädt zu World-Café ein:

Männer und Frauen voller Ideen

Zum Organisationsteam gehörten (von links) Daniel Brämer, Elke Rothenheber, Sven Gerbig, Alexandra Bolz, Nadja Feßler, Beatrice Klier, Sonja Hauf, Ilka Krzewitza; Kirsten Kampf, Marcel Deboy und Svenja Kaufmann. Foto: Jobcenter

KREIS GROSS-GERAU – Sieben Tische waren am Mittwoch im Georg-Büchner-Saal des Groß-Gerauer Landratsamts gedeckt – allerdings nicht zum Essen, sondern um auf den Papiertischdecken mit Farbstiften Themen, Ideen und Anregungen festzuhalten: Das Kommunale Jobcenter hatte zum World-Café geladen und rund 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fanden sich dazu ein. Die Moderation übernahmen Nadja Feßler und Sven Gerbig. 

Den Anstoß zu dieser Diskussions- und Partizipationsveranstaltung hatte es bei einer Dienstversammlung im Frühjahr gegeben. Dort waren eine Reihe von Themen zur Sprache gekommen, die die Mitarbeiter/innen vertiefen wollten. Im Mittelpunkt standen dabei ausnahmsweise nicht die Kundinnen und Kunden des Jobcenters, sondern die Teams und ihre Arbeits- und Rahmenbedingungen.
„Die Organisation des Kommunalen Jobcenters und die Arbeitssituation der Mitarbeitenden können nicht unabhängig voneinander betrachtet und gestaltet werden“, ist Jobcenter-Vorstand Robert Hoffmann überzeugt. Und je reibungsloser es intern läuft, desto besser für die Kunden und Kundinnen. An positiven Veränderungen selbst mitzuwirken sowie Anstöße aus den Jobcenter-Servicebüros aufzunehmen - darum ging es bei der Veranstaltung im Landratsamt. 

An je drei Thementischen konnten sich die Teilnehmer/innen im Lauf des Vormittags einbringen. Für jede Gruppe gab es einen moderierenden Gastgeber oder eine Gastgeberin. Zudem hatte das Organisationteam ein paar Leitfragen formuliert, an denen sich die Teilnehmer/innen orientierten. Sieben Diskussionsthemen wurden im World-Café angeboten: Ideenmanagement, Kommunikation, passgenaue Stellenakquise, Leistungsmissbrauch, Mitarbeitergewinnung und -bindung sowie Mitarbeiterservice und -weiterbildung, Work-Life-Balance. Dazu kam ein Infopunkt zum Thema Sicherheit. 

Munter und kreativ war der Ideenaustausch an den Tischen. Schnell füllten sich die weißen Tischdecken mit Stichworten und konkreten Vorschlägen. Nach den engagierten und ergiebigen Diskussionen dankte Sven Gerbig für die „extrem vielen Anregungen“. Die Gastgeber/innen – Kirsten Kampf, Alex Bolz, Daniel Brämer, Svenja Kaufmann, Beatrice Klier, Marcel Deboy und Sonja Hauf – fassten die Resultate für alle zusammen.
Zu den Vorschlägen gehörten unter anderem: mehr Austausch und direkte Kommunikation (etwa Anrufe statt Mails); mehr Werbung für die erfolgreiche Arbeit des Kommunalen Jobcenters, zum Beispiel mit einem Tag der offenen Tür; Herausstellen der Attraktivität für potenzielle neue Mitarbeiter/innen; mehr Teamevents und zentrale Fortbildungsmöglichkeiten; Arbeitszeitflexibilisierung und gesundheitsfördernde Maßnahmen; Verschönerung des Umfelds für Angestellte wie für die Kundschaft, etwa durch Kunstausstellungen in den Fluren der Servicestellen.  

Jobcenter-Vorstand Robert Hoffmann lobte am Schluss: „Mich hat beeindruckt, wie professionell diese Veranstaltung organisiert war.“ Und auch die Vielzahl an Ergebnissen gefiel ihm. Er versprach: „Wir greifen Ihre Ideen auf. Es soll möglichst nichts verloren gehen und auch der weitere Prozess soll transparent gehalten werden.“ Erster Kreisbeigeordneter Walter Astheimer schätzt diese Art des gemeinsamen Arbeitens ebenso: „Eine moderne Behörde zeichnet sich nicht nur durch Digitalisierung aus, sondern auch dadurch, wie sie ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter teilhaben lässt an Veränderungsprozessen.“

Neben dem Dank der Chefs war dies ein weiterer Lohn für die Organisator/innen der Veranstaltung: reichlich Aufkleber im Feld „sehr gut“ des Feedback-Bogens am Ausgang. 

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