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KBO Astheimer gratuliert Karla Matthes zum 100. Geburtstag:

Ein Leben für das DRK

Glückwünsche für die Hundertjährige: Erster Kreisbeigeordneter Walter Astheimer (links) gratulierte Karla Matthes mit Urkunde und einem farbenfrohen Blumenstrauß. Bild: Kreisverwaltung Groß-Gerau

KREIS GROSS-GERAU – Es war eine Feier im Kreis der Familie: Für den Empfang zum 100. Geburtstag von Karla Matthes am Dienstag hätte man sich keinen passenderen Ort vorstellen können, als das Zentrum des Deutschen Roten Kreuzes in Groß-Gerau. Schließlich heißt die Geschäftsstelle des DRK Kreisverbands bereits nach der Ehrenvorsitzenden des DRK – Karla-Matthes-Haus. In die Schar der Gratulanten reihte sich der Erste Kreisbeigeordnete Walter Astheimer ein: Er überbrachte die Glückwünsche des Landrats Thomas Will und des Kreises. 

Die Gäste erlebten eine Jubilarin, der man das hohe Alter nicht ansieht. Rege und aktiv ist Karla Matthes noch immer und so hatte sie es sich im vergangenen Jahr nicht nehmen lassen, an den Jubiläumsfeierlichkeiten des Kreisverbands zum 150-jährigen Bestehen teilzunehmen – mit damals 99. Auch jetzt bewies sie Würde, Haltung und Ausdauer, als sie stehend gut eine halbe Stunde Glückwünsche entgegennahm. „Es ist doch schön, dass ich das noch erleben durfte“, sagte sie heiter. Und die Frage nach der Anstrengung wischte sie mit einem Lächeln fort.  

20 Jahre Kreisbereitschaftsführerin und Leiterin der Sozialarbeit beim DRK, 15 Jahre Kreisverbandsvorsitzende (von 1977 bis 1992), Ehrenvorsitzende – Karla Matthes hat viele Jahre an führender Stelle im Kreisverband gewirkt. Seit 76 Jahren ist sie Mitglied im DRK, „einmalig in Hessen“, wie der Präsident des Landesverbands Norbert Södler betonte. Dass sie alle Auszeichnungen erhalten hat, die das DRK zu vergeben hat, illustriert das vielfältige Wirken. „Karla Matthes ist die große alte Dame des Groß-Gerauer DRK“, sagte der Präsident des Kreisverbands, Hans Reinheimer. Der Erste Kreisbeigeordnete Walter Astheimer, der die DRK-Vorsitzende Karla Matthes 1977 als Zivildienstleistender 1977 kennen lernte, sagte: „Sie haben Großes für den Kreis Groß-Gerau geleistet.“ Die Redner lobten die „Herzlichkeit“ (Groß-Geraus Bürgermeister Stefan Sauer) und die „innere Stärke“ der „charmanten, junggebliebenen Hundertjährigen“ (der frühere Landrat Willi Blodt) und wünschten ihr alles Gute – und vor allem weiterhin viel Gesundheit.

Die in Weimar geborene Matthes, die 1955 nach der Heirat mit dem Kreisbauernverbandsvorsitzenden Walter Matthes nach Groß-Gerau gekommen ist, hat viele Spuren in dem Verband hinterlassen, der heute eine der tragenden Säulen von Katastrophenschutz und sozialer Sicherung ist. Eine gute Teamarbeiterin sei sie gewesen, habe viel Platz für Diskussionen und Entscheidungen gelassen, so erinnerten sich Weggefährten. In ihre Zeit als Kreisvorsitzende fällt der Bau des DRK-Zentrums hinter dem Krankenhaus. Und vieles mehr.

Der Service „Essen auf Rädern“ wurde ausgebaut, der erste Notarztwagen in Dienst gestellt, der mobile soziale Hilfsdienst eingeführt, das Hausnotrufsystem gestartet, die Kurzzeitpflegestation auf dem Gelände des DRK-Zentrums eröffnet. 1992 hatte sie dann, 75-jährig, den Kreisvorsitz abgegeben – nicht ohne Wehmut, wie sie Journalisten erzählte. Ihr Engagement im DRK war damit freilich nicht zu Ende. Das DRK ist ihr Leben.  Als ihr der Landesvorsitzende Södler jetzt eine eigens für sie angefertigte Statue des DRK-Gründers Henry Dunant überreichte, zauberte er ihr ein Lächeln ins Gesicht.

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