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Interkulturelles Gesundheitsprojekt in der Mainspitze:

Schulung hat begonnen

Großes Interesse besteht daran, sich im Rahmen des Gesundheitsprojekts zu Multiplikatoren fortbilden zu lassen. Auf dem Foto zu sehen sind Teilnehmende der ersten Schulungsveranstaltung gemeinsam mit Melanie Lutz (Caritasverband Offenbach/Main e.V., vorn links) und Anna Katharina Helbig (Fachbereich Gesundheit und Verbraucherschutz, Kreis Groß-Gerau; hintere Reihe Vierte von links).

KREIS GROSS-GERAU – Die sprachlichen und kulturellen Barrieren von Geflüchteten verringern und zu einer Stärkung der Gesundheit dieser Gruppe beitragen will das Projekt „Interkulturelle Gesundheitsaufklärung von Menschen mit Fluchterfahrung durch geschulte Multiplikatorinnen und Multiplikatoren“. Dieses ist auch im Kreis Groß-Gerau, genauer in der Mainspitze (Bischofsheim und Ginsheim-Gustavsburg), angesiedelt. Kooperationspartner dabei sind der Caritasverband Offenbach/Main e.V. und der Kreis Groß-Gerau; gefördert wird das Projekt für ein Jahr von der UNO-Flüchtlingshilfe. Auch die beiden Kommunen Bischofsheim und Ginsheim-Gustavsburg leisten einen Anteil. 

Am Donnerstag, 18. Oktober, startete innerhalb dieses Gesundheitsprojekts die Schulungsreihe für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren. Sie werden von Fachleuten zu mehreren gesundheitsbezogenen Themen unterwiesen, außerdem lernen sie, Gesundheitsveranstaltungen abzuhalten. Im Anschluss geben sie das Wissen in ihrer jeweiligen Muttersprache an die Zielgruppe – Menschen mit Fluchterfahrung – bei den Gesundheits-Treffs weiter, die ab Anfang 2019 geplant sind.  

21 Personen kamen zur ersten Schulungsveranstaltung der Reihe in die Ratsstube in Bischofsheim; weitere Termine im Kreis folgen. Die Männer und Frauen stammen aus unterschiedlichsten Herkunftsländern: Iran, Syrien, Afghanistan, Pakistan, Äthiopien, Eritrea, Indien. Fast alle sind selbst als Geflüchtete nach Deutschland gekommen. Viele von ihnen verfügen über Erfahrungen im Sozial- und Gesundheitsbereich, die sie sich entweder im Heimatland oder in Deutschland erworben haben. Damit bringen sie die besten Voraussetzungen mit, um im Anschluss an die Schulungen erfolgreich Gesundheits-Treffs für Menschen mit Fluchterfahrung anzubieten.  

Der Caritasverband Offenbach/Main e.V. und der Fachbereich Gesundheit und Verbraucherschutz des Kreises Groß-Gerau danken den Menschen, die sich als Multiplikator und Multiplikatorin zur Verfügung stellen, und wünschen ihnen eine lehrreiche und gute Zeit.

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