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Insgesamt 37 Fördermaßnahmen

Neuer Chancengleichheitsplan ist in Kraft getreten

Es ist vollbracht: Alina Bonsen, Daniela Kolb und Landrat Thomas Will (von links) haben den im vergangenen Jahr erstellten, seit April 2019 gültigen neuen Chancengleichheitsplan der Kreisverwaltung im Büro des Landrats unterzeichnet, um dem Dokument auch auf diese Art Bedeutung zu verleihen. Foto: Kreisverwaltung

KREIS GROSS-GERAU – Der neue Chancengleichheitsplan der Kreisverwaltung Groß-Gerau ist Anfang April in Kraft getreten, nachdem der Kreistag ihn in seiner jüngsten Sitzung beschlossen hat. Das Neue an dem bis Ende 2024 gültigen Papier ist, dass es neben dem gesetzlich vorgeschriebenen Frauenförderplan einen Integrationsförderplan und einen Inklusionsförderplan enthält, betonen Daniela Kolb und Alina Bonsen, die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten der Kreisverwaltung: „Es wurden in Zusammenarbeit mit unserer verwaltungsinternen Prozessbegleitgruppe eine Reihe von Maßnahmen erarbeitet, die über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen.“ 

Bei der Unterzeichnung des Dokuments sagte Landrat Thomas Will: „Mit diesem Chancengleichheitsplan zeigt der Kreis Groß-Gerau, dass er bei der gesellschaftlichen Entwicklung vorn dabei und modern ist. Wir können stolz darauf sein, welch ein attraktiver Arbeitgeber wir sind, dem Chancengerechtigkeit und die Work-Life-Balance seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Herzen liegen.“ 

So beschäftigt sich denn auch eine Reihe der im Plan beschriebenen Maßnahmen mit der Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie von Beruf und Pflege. Dies sind allein 15 der insgesamt 27 im Frauenförderplan aufgelisteten Ziele und Maßnahmen – sie reichen vom Erstellen von Broschüren zur Elternzeit und zum Pflegezeitgesetz bis hin zu Austauschtreffen während der Eltern- und Pflegezeit von Beschäftigten. Daniela Kolb und Alina Bonsen sind als ausgebildete Eltern- und Pflege-Guides zudem Ansprechpartnerinnen bei Fragen der Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie von Beruf und Pflege. 

Insgesamt vier Maßnahmen zur Inklusionsförderung und sechs weitere zur Integrationsförderung sind in dem neuen Chancengleichheitsplan enthalten. Zu den Zielen der Inklusionsförderung zählen zum Beispiel regelmäßige Begehungen mit Menschen mit Behinderung in den Verwaltungsgebäuden, um Schwachstellen und Verbesserungsmöglichkeiten zu erkennen. Außerdem laufen nun die dienstbegleitenden Unterweisungen für Auszubildende und Bachelor-Studentinnen und -studenten, um für die Themen Gleichstellung der Frauen und Männer, Inklusion und Integration zu sensibilisieren. Zu den Maßnahmen der Integrationsförderung zählen unter anderem die Dienstvereinbarung gegen Rechtsextremismus und Rassismus sowie die Neufassung des Integrationsleitbildes der Kreisverwaltung. 

Der Chancengleichheitsplan wird im Intranet der Verwaltung und hier veröffentlicht. Die im Plan enthaltenen Maßnahmen gehen nun in die Umsetzung. „Die Prozessbegleitgruppe wird künftig ein-, zweimal im Jahr tagen und den Stand der Dinge bilanzieren. Außerdem gibt es nach drei Jahren einen offiziellen Zwischenbericht, welche Maßnahmen umgesetzt sind“, erklären die Frauenbeauftragten. Für die Bereiche Inklusion und Integration sind die Schwerbehindertenvertretung sowie das Büro Integration eingebunden. Der Chancengleichheitsplan wird kontinuierlich fortgeschrieben. 

 

Hintergrund:

Im September 2018 waren insgesamt 1081 Menschen bei der Kreisverwaltung beschäftigt, davon 785 Frauen (72 Prozent). 494 der Beschäftigten arbeiten in Teilzeit, darunter 464 Frauen (93 Prozent). Von den 27 Auszubildenden im vergangenen Herbst waren 19 Frauen (70 Prozent). Von den 110 Führungskräften sind 68 Frauen (61,8 Prozent) und 42 Männer (38,2 Prozent) gewesen.

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