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Ideen für den Klimaschutz

Veranstaltung „Elektromobilität in der Kommune“ im Kreishaus

Werbung für E-Mobilität: Bild zeigt von links Simon Weimer (Fachdienst Regionalentwicklung und Mobilität des Kreises Groß-Gerau); Michael Schramek (EcoLibro Mobilitätsberatung); Landrat Thomas Will; Michael Arenz (Kompetenzstelle für nachhaltige Beschaffung); Franziska Knaack (FD Regionalentwicklung und Mobilität Bild: Kreisverwaltung Groß-Gerau

KREIS GROSS-GERAU – Wie ein wirkungsvoller Gesundheitsschutz im Zusammenhang mit Luftreinhaltung und Autoverkehr in den Städten aussehen könnte, darüber wird aktuell viel und heftig gestritten. „Nur eines wissen wir: Abgase sind schädlich“, sagte Landrat Thomas Will, als er die Teilnehmenden der Infoveranstaltung „Elektromobilität in der Kommune“ vor wenigen Tagen im Kreishaus begrüßte. „Auch die Kreisverwaltung stellt ihre Fahrzeugflotte schrittweise auf Elektroantrieb um,  im öffentlichen Nahverkehr sollen im Kreis demnächst wasserstoffbetriebene Busse eingesetzt werden“, so der Landrat. „Ohne Verkehrswende keine Energiewende.“  

Vertreterinnen und Vertreter der kreiseigenen Städte und Gemeinden hatten sich bei der Tagung, die in Kooperation mit der HessenAgentur ausgerichtet wurde, über aktuelle Entwicklungen und Trends hinsichtlich Elektrofahrzeuge, innovativer Mobilitätsangebote im ländlichen Raum sowie über vergaberechtliche Anforderungen bei der Beschaffung von Elektrofahrzeugen informieren können. So gab Michael Schramek von EcoLibro Mobilitätsberatung einen kurzen Überblick über die Entwicklung der Elektromobilität und streifte dabei aktuelle Trends – auch im Hinblick auf drohende Dieselfahrverbote in den Städten.  

Schramek erläuterte, dass die Automobilhersteller zurzeit verstärkt in die Elektro-Offensive gingen und eine deutliche Erhöhung des Anteils an Elektromodellen mit größerer Reichweite in den nächsten Jahren angekündigt hätten. Nicht zuletzt aus dem Grund, um den gesetzlich fixierten Grenzwert von 95 Gramm CO2 pro Kilometer, bezogen auf den durchschnittlichen Ausstoß aller neu zugelassenen Fahrzeuge eines Herstellers, bis 2021 einhalten zu können, ansonsten drohten hohe Geldstrafen. Zwar seien die Anschaffungskosten von Elektrofahrzeugen für den Verbraucher derzeit noch etwas höher als vergleichbare Verbrennerfahrzeuge. Begründet werde dies zum Beispiel durch den vorhandenen Batteriespeicher. Doch im Hinblick auf Betriebskosten wie Strom, Reparatur und Wartung sowie Kfz-Steuer seien E-Autos bereits deutlich günstiger als vergleichbare Autos mit Verbrennungsmotor, so Schramek.  

Innovative Mobilitätsangebote gibt es laut Schramek nicht nur in den Städten. So werde in einer kleinen Gemeinde in Nordhessen ein Carsharing mit verschiedenen Fahrzeugen (vom E-Lastenrad mit Anhänger bis zum Kleinbus mit 9-Sitzplätzen)  von Bürgerinnen und Bürgern vor Ort organisiert. Genutzt werde das Angebot von der Kommune, Familien, Unternehmen und Vereinen vor Ort sowie von Touristen. „Die Nutzung von innovativen Mobilitätsangeboten wie E-Carsharing, Bürgerbussen oder Fahrgemeinschaftsbussen führt zu weniger Individualverkehr und dementsprechend zur Reduzierung von Emissionen“, so Schramek. 

Im zweiten Teil der Veranstaltung hat Michael Arenz von der Kompetenzstelle für nachhaltige Beschaffung (KNB), die dem Beschaffungsamt des Bundesinnenministeriums angehört, vergaberechtliche Anforderungen bei der Beschaffung von Elektrofahrzeugen unter Berücksichtigung des Aspekts der Nachhaltigkeit erörtert. Dabei ging er insbesondere auf das Thema „Lebenszykluskosten“ ein.  

„Die Berücksichtigung der Lebenszykluskosten eines Produkts hat den Vorteil, dass bei der Kaufentscheidung nicht nur der (Anschaffungs-)Preis der Ware, sondern auch deren Folgekosten für z.B. Wartung, Verschleißteile und Energieverbrauch berücksichtigt werden“, erläuterte Arenz. Im Übrigen unterstütze die KNB öffentliche Auftraggeber bei der Berücksichtigung von Kriterien der Nachhaltigkeit bei Beschaffungsvorhaben – auf dieses Angebot wies Arenz am Ende der Veranstaltung noch einmal hin. 

 

Presseinformation von Christine Lambrecht, Mitglied des Deutschen Bundestages:

„Landkreis Groß-Gerau erhält Bundesmittel i.H.v. bis 150.000 € jährlich für Kindertagespflege"

Berlin/Viernheim, 01.02.2019 - Die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister der Finanzen Christine Lambrecht begrüßt, dass der Landkreis Groß-Gerau als ihr Betreuungswahlkreis im Rahmen des heute von der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Franziska Giffey (SPD) vorgestellten Programms „ProKindertagespflege: Wo Bildung für die Kleinsten beginnt" gefördert wird.

Durch das neue Bundesprogramm wird das Bundesministerium bis 2021 bundesweit 43 Standorte mit insgesamt 22,5 Mio. Euro dabei unterstützen, die Kindertagespflege zu stärken. Lambrecht freute sich besonders, dass als einer der ausgewählten Standorte auch der Landkreis Groß-Gerau bis 150.000 Euro jährlich erhält.

Dazu Lambrecht: „Die Kindertagespflege ist für viele Eltern mit kleinen Kindern die richtige Wahl, ihr Kind betreuen zu lassen. Begleitet werden sie von engagierten Tagesmüttern und –vätern. Diese müssen wir weiter stärken, denn sie legen den Grundstein für den weiteren Bildungsweg der Kinder."

Das Bundesprogramm „ProKindertagespflege" setzt nach dem Motto „Qualifiziert Handeln und Betreuen" drei Schwerpunkte:

mehr Qualifizierung der Kindertagespflegepersonen, z.B. durch Fortbildungsförderung, bessere Arbeitsbedingungen, u.a. durch praktische Vertretungsregelungen für Krankheitsfälle und Urlaube sowie gute Zusammenarbeit, z.B. durch die Finanzierung einer Koordinierungsstelle bei den jeweiligen Jugendäm-tern, die sich der Vernetzung und Beratung der Kindertagespflegepersonen widmet.

Der Kreisausschuss des Kreises Groß-Gerau
Wilhelm-Seipp-Str. 4
64521 Groß-Gerau

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Fax: 06152 989-133
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