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Housekeeping fast wie im Hotel

Kreisklinik hat neuen Leiter Logistik und Hauswirtschaft

Klinik-Housekeeper Ivan Miskovic packt mit an, wo es nötig ist. Foto: Kreisverwaltung

KREIS GROSS-GERAU – Vielseitig, gut organisiert und flexibel – so lassen sich die Anforderungen an Ivan Miskovic am besten beschreiben. Der 32 Jahre alte Leiter Logistik und Hauswirtschaft der Kreisklinik Groß-Gerau gehört seit vergangenem November zur Belegschaft der Klinik. „Ich habe mich hier direkt heimisch gefühlt“, sagt der Mainzer, „auch von den Aufgaben her. Es ist im Vergleich zu vorher praktisch dasselbe in Grün, was ich zu tun habe.“ Vorher – das war in Gastronomie und Hotellerie. Nach seiner Ausbildung in einem 330-Betten-Haus in Frankfurt hat Ivan Miskovic sein Wissen in verschiedenen Bereichen vertieft und selbstständig die Aufgaben eines Housekeepers erfolgreich wahrgenommen. „Die Logistikprozesse im Hintergrund sind vergleichbar,“ sagt er. 

Grund dafür, die Housekeeper-Stelle in der Kreisklinik zu schaffen, ist es, Aufgaben zu bündeln, noch effizienter und effektiver zu arbeiten und den Servicegedanken weiter zu stärken. Verbesserte Strukturen bei Bettenaufbereitung, Wäscherei, Patiententransport im Haus, Reinigung oder Stationshilfen wirken sich positiv auf die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus und entlasten die Fachkräfte, die mehr Zeit für die Pflege der Patientinnen und Patienten bekommen. Sie führen zu einer angenehmen Atmosphäre für die Kranken, zum Beispiel durch kürzere Wartezeiten. Es ist neben der guten medizinischen Versorgung ein zentrales Anliegen der Klinik, dass sich die Patienten und Patientinnen in einer familiären Atmosphäre gut aufgehoben und betreut fühlen.

Für rund 50 Menschen ist Ivan Miskovic verantwortlich. Zum Beispiel für die als Stationshilfe tätigen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Diese Servicekräfte helfen bei der Verpflegung der Kranken oder bei Lagerarbeiten. „Der Bereich wächst, wir wollen noch einen Spätdienst einrichten“, sagt der Housekeeper. Außerdem ist geplant, Versorgungsassistenten zu beschäftigen, die bei der Anlieferung von Material durch einen externen Dienstleister beim Ausladen und Einräumen mit anpacken. „Zwei bis drei Mal pro Woche erhalten wir eine große Lieferung – von Spritzen über Infusionen und Handschuhe bis zu Verbands- oder Büromaterial“, so Miskovic. Die Assistenten sollen dabei helfen, den Überblick zu behalten, dass immer alles Nötige im Krankenhaus vorhanden ist.

Zwei Neuerungen, die bereits umgesetzt sind, beschreibt der Leiter Logistik und Hauswirtschaft im Gespräch. Zum einen hat er die Reinigungspläne überarbeitet. „Das Haus ist sehr sauber“, betont er dabei die vorhandene Qualität. „Es geht uns bei den Änderungen vor allen Dingen darum, noch effizienter und effektiver zu arbeiten.“ Es wurden zum Beispiel Reinigungsreviere eingerichtet, um den Reinigungskräften Laufwege zu ersparen.

Zum zweiten hat Ivan Miskovic eigens eine App programmiert, um die Bettenreinigung logistisch zu verbessern: Die meisten Betten werden nun direkt auf den Zimmern desinfiziert und frisch bezogen; nur stark verschmutzte werden in die zentrale Reinigung gefahren. Die App, die die zuständigen Mitarbeiter nutzen und über die sie auch die Erledigung der Arbeit mitteilen, zeigt diesen an, in welchem Zimmer die nächste Aufgabe auf sie wartet.

Apropos anstehende Aufgabe: Eine weitere Neuerung in der Kreisklinik ist in Vorbereitung. Das Essen für die mobilen Patientinnen und Patienten soll in naher Zukunft auf Büfettwagen auf die Stationen gebracht werden, damit diese sich nicht schon am Tag zuvor für ein Menü entscheiden müssen, sondern spontan entscheiden können, worauf sie gerade Appetit haben. Dies in enger Abstimmung mit der Klinikküche zu organisieren, zählt ebenfalls zu den spannenden Aufgaben von Ivan Miskovic.

 

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