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„Guter Tag für Schule und AVM“

Landrat Will bei Spatenstich für neue Mensa an der Georg-Mangold-Schule

Jetzt wird gebaut: Symbolischer Spatenstich von Mensa und Ausbildungsrestaurant an der Georg-Mangold-Schule in Bischofsheim. Das Bild zeigt (von links): Architekt Franz Herzig, Gabi Thron, Fachdienstleitung Bauentwicklung in der Kreisverwaltung Groß-Gerau, Landrat Thomas Will, Olaf Doerenbecher (AVM), Kerstin Klein, Schulleiterin der Georg-Mangold-Schule. Bild: Kreisverwaltung

KREIS GROSS-GERAU – Das lang geplante und 11,6 Millionen Euro teure Projekt „Mensa der Georg-Mangold-Schule“ in Bischofsheim nimmt konkrete Züge an. Am Mittwoch haben Landrat Thomas Will, Olaf Doerenbecher (AVM), Schulleiterin Kerstin Klein, Architekt Franz Herzig und Gabi Thron, Fachdienstleitung Bauentwicklung in der Kreisverwaltung mit dem symbolischen Spatenstich die heiße Bauphase eingeläutet. Im März 2023 soll die neue Mensa in Betrieb genommen werden. Die Mensa wird Schüler*innen und Lehrkräfte mit Mittagessen versorgen, zugleich wird sie Ausbildungsrestaurant für den AVM sein. „Beispielhaft werden hier junge Menschen zu Köchen oder Fachkräften im Gastgewerbe ausgebildet, gleichzeitig kann die Schule ihr Konzept zur Ganztagsschule umsetzen“, sagte Landrat Thomas Will.   

„Der Kreis zeigt mit diesem ambitionierten Projekt, dass sich schulische, berufliche und städtebauliche Interessen gut miteinander verbinden lassen“, sagte Will. „Auf die Realisierung des Vorhabens, das für alle Seiten Vorteile bietet, haben wir lange hingearbeitet“, so der Landrat, der in seiner Rede einen kurzen Abriss über den Verlauf der jahrelangen Planung gab. In der Tat: Bereits am 22. August 2016 haben der Kreisausschuss und am 26. September 2016 der Kreistag der Bedarfsermittlung zum Neubau der Mensa als Gebäudeeinheit mit dem Ausbildungsrestaurant „Ratsstube“ des AVM in Bischofsheim zugestimmt.  

Die Georg-Mangold-Schule, die zweitgrößte Grundschule im Kreis, ist eine Schule mit stark steigenden Schüler*innenzahlen. Bis zum Schuljahr 2023/24 werden hier voraussichtlich 566 Schüler*innen in sechs Zügen beschult. Aktuell ist eine Schulkindbetreuung der Gemeinde für 160 Personen in einem Gebäude auf dem Gelände der Schule untergebracht. „Der Bedarf ist steigend, die Kapazität aber erschöpft“, so der Landrat. Eine Weiterführung des Ausbildungsrestaurants im sanierungsbedürftigen Bürgerhaus gleich nebenan war indes ebenfalls keine Option. Nun lässt der Kreis für den AVM gemeinsam mit der Mensa ein neues Gebäude errichten, dieses Haus bleibt im Eigentum des Kreises. „Wir schließen mit dem AVM einen Mietvertrag für das Ausbildungsrestaurant ab“, so Will. 

Für die Schulleiterin Kerstin Klein ist das Vorhaben eine „klassische Win-win-Situation“. Sie sie froh, dass die Bauarbeiten nun beginnen, die Mensa biete eine gute Perspektive für die angestrebte Ganztagsbetreuung, worauf ein Kind ab 2026 auch einen gesetzlichen Anspruch haben wird. „Schön, dass die Schule mit der Mensa auch die Ausbildungssituation im Kreis unterstützen kann.“ Das freut natürlich den AVM (Ausbildungsverbund Metall) ganz besonders. Mit dem Ausbildungsrestaurant „Das Mangold“ werde eine „tolle Symbiose zwischen Schul- und Bildungsträger“ geschaffen“, sagte Olaf Doerenbecher, der beim AVM den Geschäftsbereich Verwaltung und Ausbildung leitet.  

Zehn Mitarbeitende und 24 Azubis seien aktuell im Ausbildungsretaurant tätig. Im kommenden Jahr wolle man die Zahl der Azubis auf 30 steigern. „Nach zwölf Jahren in der alten Ratsstube können wir nun zuversichtlich in die Zukunft blicken“, so Doerenbecher. Der AVM wurde als Ausbildungsstätte für sozial benachteiligte Jugendliche in der Metallbranche ins Leben gerufen. Heute bietet der AVM auch viele Lehrstellen für gastronomische Berufe an. Die Vermittlung und Förderung beruflicher Fähigkeiten und sozialer Kompetenzen steht dabei im Vordergrund. AVM und Schule können sich schon jetzt auf eine moderne Mensa freuen. Ausreichend Küchen und Lagerräume, Restaurant und Seminarflächen, Büros und Sozialräume sind geplant. Die Küche wird als sogenannte Frischeküche für den Teil der Restaurantausbildung und als „Mischküche“ mit Frischeanteil für die Schulverpflegung betrieben. Die Schule profitiert vom kulinarischen Angebot, muss aber nicht selbst Lebensmittel-Lager, Vorbereitungs- oder Spülküche bereithalten, das deckt das AVM-Restaurant ab. Auch der AVM kann die Mensa als zusätzlichen Veranstaltungsort nutzen und spart so auch Kosten.  

Auch Architekt Franz Herzig ist von dem Projekt begeistert: „Wir haben hier ein recht einmaliges Bauvorhaben vor uns, die Mischung aus Grundschule und Restaurant ist beispielhaft“, so Herzig: „Wir bauen hier ein Gebäude, das nach den modernsten technischen Maßstäben errichtet wird. Es ist ein sogenanntes Hybrid-Gebäude, das heißt, das Gebäude besteht aus seinen tragenden Teilen im Inneren aus Beton und die Hülle ist komplett aus nachwachsenden Rohstoffen. Das heißt ökologisch: Co2-neutral. Die Heizungsanlage oder Warmwasseranlage besteht aus mehreren Komponenten – das, was wir heute als State-of-the-art bezeichnen.“    

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