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Gemeinsam kochen und essen

Astrid-Lindgren-Schule bekommt eine Lehrküche

Zum Schulbeginn fertig sein wird der neue Mehrzweckraum mit Küche in der Astrid-Lindgren-Schule in Groß-Gerau. Dieser Tage wird die Küche montiert. Foto: Kreisverwaltung

KREIS GROSS-GERAU – Wie in jedem Jahr nutzt der Kreis Groß-Gerau die Sommerferien, um in den Kreisschulen Unterhaltungs- und Wartungsarbeiten auszuführen. Zu den Baumaßnahmen in der Bauunterhaltung zählt auch der rund 20.000 Euro teure Einbau einer Schulküche in der Astrid-Lindgren-Schule (ALS) in Groß-Gerau. 

Bislang gab es in der Schule keine Lehrküche. Sie findet ihren Platz nun im ersten Stock in einem früheren Klassenraum. Die nötigen Installationen waren bereits Mitte Juli vorhanden, dann wurde der Raum frisch gestrichen, Anfang August nun wurde die Küche montiert. Inbetriebnahme soll direkt nach den Ferien sein. In dem Mehrzweckraum soll es auch Musik- und Theaterangebote geben, sagt Schulleiter Claus Huber. 

Bislang hat die ALS die Schulküche der benachbarten Luise-Büchner-Schule (LBS) mitbenutzt. Wegen der Sanierungsarbeiten an der LBS war aber seit einem Jahr kein Kochunterricht für die Schüler der Astrid-Lindgren-Schule möglich. Daher freut sich der Schulleiter, dass der Kreis diesen Raum einrichtet, denn dies verschaffe der Schule mehr Möglichkeiten. 

Gekocht wird in AGs und Förderkursen. In dem hauswirtschaftlichen Unterricht geht es um lebenspraktisches Lernen und handlungsorientiertes Arbeiten, sagt Herr Huber. Die Schüler lernen durch das Handeln beim Kochen - zum Beispiel, weil sie die Gegenstände, mit denen sie es dabei zu tun haben, benennen. So wird gleichzeitig die Sprache gefördert.

Im Schulhof der ALS, dessen Umbau ebenfalls geplant ist, soll es künftig Hochbeete geben, in denen Gemüse gepflanzt wird. Das kann dann für den Kochunterricht verwendet werden. Und natürlich gehört das gemeinsame Essen im Anschluss an das Kochen auch dazu. 

Die Astrid-Lindgren-Schule hat aktuell 180 Schülerinnen und Schüler von der Vorklasse bis zur vierten Klasse. Die Mittelstufe wurde am Standort abgebaut, weil ab dann die Kinder inklusiv beschult werden. Angesichts zunehmender Sprachauffälligkeiten aus diversen Gründen bleibt die Groß-Gerauer Schule mit dem Förderschwerpunkt Sprachheilförderung eine notwendige Einrichtung. Umso dankbarer ist Schulleiter Huber für die Verbesserungen, die der Kreis Groß-Gerau zahlt. Er betont: „Der Kreis tut ganz viel für uns!“     

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