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Finanzspritze für soziale Projekte

ENTEGA übergibt Spende an zwei Einrichtungen im Kreis

Zur Spendenübergabe im Landratsamt kamen zusammen (von links): Andreas Niedermaier, Vorstand Personal und Infrastruktur von ENTEGA, Matthias W. Send (ENTEGA), Gisela Steinhauser, Geschäftsführerin des Vereins Frauen helfen Frauen, Dr. Susanne Kühn-Benning, Erste Vorsitzende von Hospiz Mainspitze e.V., Bianca Bernhardt, Koordinatorin des Hospizvereins, und Landrat Thomas Will. Foto: Kreisverwaltung

KREIS GROSS-GERAU – Das Unternehmen ENTEGA spendet seit vielen Jahren am Jahresanfang für gemeinnützige Einrichtungen in der Region. Diese gute Tradition setzt das Unternehmen auch in diesem Jahr fort und übergibt insgesamt 12.000 Euro an die Landkreise Bergstraße, Darmstadt-Dieburg, Groß-Gerau, Odenwald und Offenbach sowie an die Wissenschaftsstadt Darmstadt. In diesem Jahr erhalten zwei Projekte im Landkreis Groß-Gerau je 1000 Euro. Die Spende hat der Vorstand Personal und Infrastruktur von ENTEGA, Andreas Niedermaier, im Beisein von Landrat Thomas Will und Oliver Hegemann, Fachbereichsleiter Soziale Sicherung, am Mittwoch (22. Januar) im Groß-Gerauer Landratsamt überreicht.

Über die Spende freuen sich der Verein Frauen helfen Frauen e.V., der damit ein freies WLAN im Frauenhaus Groß-Gerau einrichtet, und der Hospizverein Mainspitze. Dieser will die Spende dafür verwenden, monatliche Sprechstunden für Beschäftigte und Angehörige in den Senioreneinrichtungen Gustavsburg, Bischofsheim und Trebur anzubieten. 

„Die Zuwendung von ENTEGA hilft den beiden Vereinen, ihre Vorhaben zu realisieren, die ihnen sehr am Herzen liegen“, bedankte sich Landrat Thomas Will im Namen der Spendenempfänger, für die Gisela Steinhauser (Frauen helfen Frauen) sowie Dr. Susanne Kühn-Benning und Bianca Bernhardt (beide Hospizverein) zu dem Treffen gekommen waren. „Das Geld kommt in gute Hände und es wird Sinnvolles damit getan“, sagte er. In diesem Jahr sind die Spenden besonders nah am Puls der Zeit: Zum einen ist auf politischer Ebene die Notwendigkeit erkannt worden, im Kreis ein weiteres Frauenhaus zu errichten. Zum zweiten wird in Zusammenhang mit dem geplanten Umbau der Groß-Gerauer Kreisklinik hin zu einem Intersektoralen Versorgungszentrum auch über ein Hospiz gesprochen.

„Als in der Region verwurzeltes Unternehmen gehört es zu unserem Selbstverständnis, dass wir mit unserer Spende wichtige soziale Projekte im Landkreis Groß-Gerau unterstützen“, sagte Andreas Niedermaier. Er dankte dem Kreis dafür, dass er seit vielen Jahren bei der Auswahl der passenden Institutionen hilft.

Dankbar war auch Gisela Steinhauser, die seit 1991 für „Frauen helfen Frauen“ wirkt. „Damals gingen wir davon aus, daran zu arbeiten, uns einmal überflüssig zu machen“, sagte sie. Doch die Nachfrage nach Beratung und nach Zimmern im Frauenhaus steigt eher, statt dass sie nachlässt. Sogar der Raum für die Notaufnahme, der jeweils nur vorübergehend und kurz genutzt sein sollte, ist im voll belegten Groß-Gerauer Frauenhaus fast ständig besetzt. Umso wichtiger sei es, dass die Ausstattung modern ist und nun – auch dank einem weiteren Zuschuss durch das Büro für Frauen und Chancengleichheit des Kreises – das freie WLAN eingerichtet werden konnte. „Wohnungs- und Arbeitssuche laufen heutzutage einfach über das Internet“, sagte Gisela Steinhauser.

Dr. Susanne Kühn-Benning dankte im Namen des Hospizvereins Mainspitze und beschrieb kurz die Arbeit des Vereins, der in seinem 17. Jahr besteht. Die haupt- und ehrenamtlichen Kräfte des Vereins begleiten kranke Menschen und deren Angehörige in den Familien sowie in fünf Alten- und Pflegeheimen. Derzeit kümmern sie sich um 46 Patienten und Patientinnen. „Manche Begleitung dauert sehr lange, denn so leicht stirbt es sich nicht“, sagte Vorsitzende Susanne Kühn-Benning, die seit rund acht Jahren ehrenamtlich für den Hospizverein tätig ist. Auch „Letzte-Hilfe-Kurse“ gehören mittlerweile zum Angebot – und eben monatliche Sprechstunden in den Senioreneinrichtungen für dort Beschäftigte sowie für Angehörige. 

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